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Restaurant Olympos - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 18. März 2015
Experte
bubafant
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29
4Speisen
4Ambiente
4Service
14 Fotos1 Check-In

Nach der Nullnummer in Hernals brauche ich wieder eine positive Erfahrung mit der griechischen Küche. Unterwegs in Carnuntum-Land, und ich habe vorab schon mal das Olympos recherchiert, die Erstbewertung ist so schlecht nicht. Ein Blick auf den Internetauftritt erinnert an das griechische Lokal in Bruck. Es ist Freitagmittag, der öffentliche Parkplatz (gebührenpflichtig) gegenüber dem Lokal ist wegen einer Veranstaltung gesperrt, und das erschwert es ungemein, den fahrbaren Untersatz so zu verstauen, dass er im Anschluss auch noch da sein wird.

Die direkte Lage an einer Durchzugsstraße, wie auch bedingt durch die Enge, es gibt nur einen Gehsteig in Mindestausführung, gibt es nur zwei Aushänger über dem Eingang, selbst der Dreiecksständer steht schon fast im Weg. Darauf befindet sich – ziemlich improvisiert – eine A4-Seite in Klarsichthülle mit dem Mittagsmenü, werktags von 11:00 bis 15:00 Uhr. Vegetarische und Fleischspeisen um EUR 6,40, Fisch einen Euro mehr. Beinhaltet Tagessuppe und Tagesbeilage, sowie hausgemachtes Weißbrot (leider gespickt mit einigen Rechtschreibfehlern).

Man betritt das Lokal über eine Art Hofeinfahrt, befindet sich dann im Raum mit der Theke und einigen Säulen, die die Sicht auf den Kellner verstellen. Zum Nichtraucherbereich geht es seitlich an der Bar vorbei, ein paar Stufen hinauf, in einen – WOW – traumhaften Gewölberaum. Sehr regelmäßig verputzt, im Anschluss daran gibt es, mit Glastüren getrennt, weitere Räume, die keinen Gewölbecharakter mehr aufweisen. Da auf der Eingangs- als auch auf den Trenntüren das Logo eines anderen Lokals prangt, denke ich, das Ambiente wurde schon vom Vorgänger so gestaltet.

An den Längsseiten des Gewölbes entlang läuft eine sehr bequeme Bank, im Innenbereich Bestuhlung mit Ledercharakter. Die Tische etwas knapp im Abstand zu einander, mit sehr viel Tuch in Weiß und Farbe eingedeckt. Über jedem Tisch ist mittels einer Standkonstruktion eine Lampe installiert, die punktuell das Licht auf den Essteller wirft. Rote Papierservietten, Wassergläser, Windlicht und Menage ergänzen das Ensemble.

Sofort bringt der Wirt die in schönes Leder gebundene Speisekarte. Hier ist alles perfekt in schönen Klarsichthüllen und ohne Schreibfehler. Man findet das klassische Angebot, das man sich bei einem Griechen erwartet, kalte und warme Vorspeisen, als Einzelgericht oder im Mix, Fisch- und Lammgerichte, Pfannengerichte, Moussaka bis hin zu einer Olympos-Platte und einem griechischen Bauernsalat, der natürlich nicht fehlen darf.
Nach der Bestellung bringt er sofort gemeinsam mit dem Getränk das Körbchen mit Weißbrot, sowie die Karaffe mit Leitungswasser.

Zesti Portkilia-Mix (EUR 7,70)
Ouhlala, das ist aber ein großer Teller, der da kommt. Aber Gott sei Dank ist ein großer Teil davon Gemüse, nämlich Melintzanes und Kolokitnakia tiganites, (gebackene Melanzani und Zucchini) mit Tzsatsziki und frischem Hartkäse. Im Backteig ist fast eine ordentliche Menge an Salz, aber das macht das Gericht für mich quasi perfekt, weiches Gemüse, zarte Kruste und der Salzgeschmack. Ich hätte sofort einen Teller nur davon genommen. Das Tsatsiki feincremig und gerade die richtige Menge an Gurken und Knoblauch. Hach.

In die Zange genommen werden die wie Pommes geschnittenen Gemüsestifte von Käse und zwar Tiropitakia (mit Schafskäse gefüllte Strudeltasche), Halloumi (gegrillter Ziegenkäse) auf einer Tomatenscheibe und Feta saganaki (gebackener Schafskäse). Die Schafskäsespeisen sensationell, ganz frisch gebacken und jeweils ein großes Stück, samtweicher, etwas milderer Schafskäse. Einzig der Halloumi hat nicht gequietscht. Was soll’s …
Die Blattsalate in der Mitte des Tellers sind für mich so toll mariniert, leicht süßlich mit einigen sauren Nestern.

Vor meinem nächsten Gang kommt eine größere Gruppe, und es wird nicht wirklich unangenehm laut, was bei Gewölbe sehr gerne der Fall ist. Der Wirt steht jedem, der es haben will, mit Rat, Erklärungen und Empfehlungen zur Seite. Selbst die selten dämliche Frage, ob das Moussaka gut ist, pariert er gekonnt. Wer weiß, was der tageintagaus alles erlebt.

Bifteki (EUR 9,20)
Ob der Vorspeise habe ich die Version ohne Käse gewählt.
Der Hauptstar thront in der Mitte. Das Faschierte sehr gut gewürzt (ohne dass es einen noch tagelang quält), relativ flach das Laibchen, man sieht noch deutlich die Roststreifen, länger hätte es nicht mehr verweilen dürfen, aber es ist noch alles in Ordnung. Sehr fein faschiertes Fleisch, keine Fläxchen oder Dinge, die nicht hinein gehören, ein paar Kräuter obendrauf. Da kommt wirklich griechisches Feeling auf.
Als Beilagen nochmals der (für mich) herrlich marinierte Salat, etwas Tsatsiki auf einem Salatblatt, der klassische Gemüsereis und Braterdäpfel, teilweise mit Schale.
Es ist kein Stäubchen am Teller geblieben. Efcharisto.

Fazit: Hainburg liegt ja jetzt nicht für jeden um die Ecke, und so ist Laufkundschaft ja eher auszuschließen. Sollte jedoch ein Ausflug nach Carnuntum oder ein Trip ins 'Shopping-Paradies' anstehen, empfehle ich das Olympos.
Kali orexi! (© Homepage)

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Kommentare (1)

am 19. März 2015 um 11:15

Moussaka kann doch sehr wohl eine "Tagesverfassung" haben, oder setzt man bei einem guten Lokal die einfach voraus?

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Experte
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Restaurant Olympos
Ungarstraße 4 - 8
2410 Hainburg / Donau
Niederösterreich
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