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Hoang Long Vietnamese Cuisine - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. März 2015
Experte
bubafant
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29
3Speisen
3Ambiente
4Service
15 Fotos1 Check-In

Hoang Long – ein Wort, wie man es sich als BlauKullerauge gerne vorstellt – das spreche ich jetzt so richtig toll aus . Dafür gibt einem die Speisekarte auch ganz schön Gelegenheit, mit z.B. Sup Hai San, Nom ngo sen va tom oder Dau phu nhoi thit. Natürlich gibt es für alle Speisen eine deutsche Übersetzung, bzw. Zutatenaufzählung und dann klingt vieles schon nicht mehr soooo exotisch, eben Meeresfrüchtesuppe, Lotusstangensalat mit Garnelen oder Tofu, gefüllt mit faschiertem Fleisch. OK, Lotusstangensalat kenne ich nicht, aber es gibt etwa auch Ziegenfleisch im Angebot, habe ich auch noch nie probiert. Lustig klingt noch (in beiden Sprachen) – Bo luc lac – vietnamesisches Rindfleisch Rüttel Art.
Wir sind im Besitz eines Gutscheines für ein Dreigängemenü, problemlose telefonische Reservierung, das gesamte Lokal ist Nichtraucher-Bereich.

Nach dem Eintreten steht man mitten in einem rechteckigen Raum, an einer Schmalseite befindet sich die Theke, daneben der Zugang zur Küche. Mittels halbhohen Kojen sind die einzelnen Tische voneinander getrennt, das so oft verwendete Aufsatzglas wird hier sehr dezent verwendet, man hat nicht das Gefühl ‚eingekastelt‘ zu sein. Im Gegenteil, der Gästebereich ist sehr großzügig mit den Abständen zu den Nachbartischen, allerdings wirken der Fliesenboden, die nüchternen Wände, die Unzahl an Leuchten (ja, zu wenig Licht ist auch wieder nicht gut, aber muss es gleich Osram-Messestand sein) und das Fehlen von Deko fast etwas kühl. Die Kunstlederstühle nebenan wirken gemütlich, wir sitzen in einem eigenen Abteil auf Bänken.

Die Kellnerin, wir vermuten die Tochter des Wirts, bringt uns zu unserem reservierten Tisch, und wir bekommen die Speisekarte zu Schmökern. Mittags bietet man hier ein Menü an, bei dem man um rund EUR 7,- aus zwei Vor- und fünf Hauptspeisen wählen kann. Am Tisch befindet sich ein Kunststoff-Platzset, auf dem sich einige Gerichte der vietnamesischen Küche in Bild und Wort befinden. Ebenfalls am Tisch: Menage und ein Fläschchen Sojasauce. Auf Empfehlung verkostet meine Begleitung das Saigon-Bier, es ist in Ordnung und gut trinkbar, lustiger weise wird aber im Anschluss daran gefragt, wie es denn eigentlich schmeckt. Nur für den Fall, dass das jemand nachfragt (…)

Sommerrolle (oder Suppe nach Wahl)
Die Rolle wird bereits essfertig serviert (wir kennen das auch zum Selbermachen, ala Baukasten-Prinzip). In einem Reisblatt werden Salatblätter, Gemüseschnipsel, Glasnudeln und sehr wenig von den Garnelen vermengt und dann eingerollt. Die Speise ist kalt, und ich persönlich mag die Konsistenz der Umhüllung weniger, es wirkt meist etwas zäh, und im Endeffekt liegt immer die Füllung in Einzelbestandteilen am Teller. Die dunkle, dickflüssige und sehr gehaltvolle Sauce passt hervorragend dazu, ist noch mit etwas Knoblauch versehen worden.

Bun Bo nam Bo (EUR 10,90)
In einer tiefen Schale werden Reisnudeln serviert. Darauf befindet sich das klein geschnittene Rindfleisch, sehr gut gebraten, gut abgeschmeckt und mit Frühlingszwiebel und Rettichgemüsestifteln vermengt. Und über allem wird die knusprige Frühlingsrolle serviert. Größer als man sich Frühlingsrollen landläufig vorstellt und schräg geschnitten. Diese sind mit verschiedenem Gemüse gefüllt. Die helle, säurelastige Sauce mit Gemüsestreifen passt geschmacklich sehr gut dazu. Für mich sind das eigentlich zwei Speisen, die Nudeln mit dem Fleisch und die Rollen, besser geschmeckt haben mir die Rollen, die Nudeln lassen sich nur mit dem Untermengen des Fleischragouts und etwas von der Sauce voneinander trennen.

Dessert nach Wahl
Die Wahl istnicht schwer, denn es gibt, nach einer ausführlichen Erklärung und Entschuldigung nur Klebereiskuchen. Drei Stück davon im Muffin-Papierchen mit Nüssen bestreut. Eines hätte nach den vorangegangenen Speisen völlig ausgereicht. Ich habe sowieso einen Zuckerschock bekommen. Picksüss as süss can be ! Die Konsistenz ist für mich sowieso immer gewöhnungsbedürftig (einen Flummy isst man ja auch nicht …), der dazu bestellte, herrliche Kaffee hat’s einigermaßen erträglich gemacht.

Fazit: Schwierig. Einiges habe ich wo anders schon (für mich) besser gegessen, anderes war gänzlich neu. Welches davon authentischer, kann ich nicht beurteilen. Das Gut ist gerechtfertigt, da es die Mitte repräsentiert.
Service ist völlig in Ordnung, das zierliche Persönchen schwirrt durch den Raum und verbreitet charmantes Lächeln. Leider war das Lokal zum Zeitpunkt unseres Besuches spärlich besucht, vielleicht ist es mittags besser. Aus heutiger Sicht kann ich mir nicht vorstellen, sehr bald wiederzukommen. Soll aber keine Negativ-Empfehlung sein.

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Kommentare (2)

am 13. März 2015 um 09:56

Danke,
BruderBernhard

¯\_(ツ)_/¯

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Experte
283
71
am 13. März 2015 um 08:57

Solche Berichte mag ich: ausführlich, nachvollziehbare Urteile, realistische Benotung. So kann ich dann auch die Abneigungen des Autors einrechnen, die er ungeniert eingesteht. Sehr hilfreich eben.

Gefällt mir3
Experte
38
8
Hoang Long Vietnamese Cuisine
Lazarettgasse 10
1090 Wien
Speisen
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Service
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