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Sperl - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. März 2015
Experte
kuechenmeister
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25
4Speisen
4Ambiente
4Service

Das Sperl in der Karolinengasse ist eine bekannte Adresse für Wiener Küche im 4. Bezirk. Das Gasthaus – Pardon, das Restaurant Sperl - gibt es seit den 20er Jahren und es wird bis heute von der Wirtsfamilie Sperl geführt. Ich selber habe es vor gut 30 Jahren kennen- und schätzengelernt, als ich eine Zeitlang hier in der Nähe gewohnt habe. Später war ich nur sporadisch hier, aber immer zufrieden. Zeit war’s, wieder einmal beim Sperl einzukehren, eine Verabredung zum Mittagessen bot Gelegenheit dazu.

In den Gasträumen hat sich in den letzten 30 Jahren (und vermutlich schon länger) nicht viel geändert. Gemütliche, mit Zirbenholz getäfelte Stuben, Stofftischtücher auf den Tischen, die Gedecke liegen bereit. Geraucht wird heute nur mehr vorne bei der Schank und vermutlich im Innenhof, wo man im Sommer auch gemütlich sitzen kann. Auf der Homepage gibt es eine 360-Grad Rundumsicht, mit der man das Lokal von zu Hause aus besichtigen kann.

Der Kellner begrüßt uns gleich beim Eingang und führt uns zu einem freien Tisch. Ich frage nach alkoholfreiem Bier, er hat eine stattliche Auswahl zu bieten. Gösser ist dabei, bestens. Ein Krügerl steht in Windeseile vor mir.

Die Karte bietet klassisch Wienerisches, auf der Tageskarte finden sich zudem einige saisonale Schmankerln, die nicht alle Tage zu haben sind. Jetzt Anfang März steht da viel mit Bärlauch. Eine Cremesuppe vom jungen Bärlauch mit Flusskrebsenfleisch beispielsweise, ein Erdäpfel-Bärlauchstrudel mit Joghurt-Dip und Salat, Bärlauchnockerl oder geselchte Ripperln mit Bärlauchpüree.

Ich starte mit einer Leberknödelsuppe und bestelle den ersten Bärlauch der Saison mit dem Hauptgang. Die geselchten Ripperln lasse ich mir nicht entgehen.

Die Leberknödelsuppe ist einwandfrei, wie ich das in einem guten Wiener Wirtshaus erwarte. Eine kräftige Rindsuppe mit einem herzhaften, weichen Leberknödel, den ich deutlich über Wiener Standard einordnen würde.

Die Ripperln werden in Stücken á 2 Knochen geschnitten serviert, dazu ein feines Erdäpfelpüree, des Bärlauchs wegen in Grün, in einem tiefen Teller mit ein wenig geselchter Suppe. Die Ripperln sind schön lang gekocht, lösen sich ganz leicht vom Knochen, haben wenig Fett, sind mild gesalzen und schmecken vorzüglich. Das Bärlauchpüree mundet ebenfalls ausgezeichnet, so wie der Espresso, der dieses feine Mittagessen beschließt.

Fazit: Vorzügliche Wiener Küche in gemütlichem Alt-Wiener Ambiente, sehr professionelles, effizientes und freundliches Service, Klassiker und saisonale Schmankerln auf der Karte. Empfehlenswert.

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Kommentare (1)

am 11. März 2015 um 21:00

Die hohe Qualität der Speisen und die Freundlichkeit des Personals kann ich aufgrund meines heutigen abendlichen Spontanbesuches nur bestätigen. Leider ist die Trennung zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich lediglich ein offener Türdurchgang. Daher kann sich die schlechte Luft ungehindert im Nichtraucherbereich verbreiten.

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26
2
Sperl
Karolinengasse 13
1040 Wien
Speisen
Ambiente
Service
41
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18 Bewertungen
Sperl - Karte
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