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Trilogie - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. März 2015
Experte
Stammersdorfer
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5Speisen
4Ambiente
3Service
3 Fotos1 Check-In

Gestern Abend irgendwo im 8ten, um genau zu sein in der Lange Gasse 25, da ist das Griechische Restaurant TRILOGIE. Ganz in der Nähe findet man das Theater in der Josefstadt und auch die 2er Bim hat in der Nähe eine Station.

Das Lokal von außen recht auffällig, weil ordentlich beleuchtet. Hinein mit Schwung, wir stehen vor der Bar und treffen sofort auf einen Kellner, der uns nach kurzer Nachschau im Reservierbuch zu unserm Tisch bringt. Es gibt vier kleine, über einige Stufen zu erreichende, Sitzbereiche, die jeweils von den anderen abgetrennt sind und uns sofort einen sehr gemütlichen Eindruck vermitteln. Alles ist modern mit dunklem Holz eingerichtet, die Sessel und Bänke mit Leder bezogen, an den weißen Wänden sehr geschmackvolle Bilder, der Boden aus dunklem Laminat?

Die Reservierung vor einigen Tagen telefonisch. Ohne ist die Chance auf einen Tisch eher gering, kein Lokal für die Glücksritter. Ich vermute es profitiert auch von den Theatergästen, da einige kurz vor 19:30 das Weite gesucht haben und gut für den Wirt, die Tische können nochmals vergeben werden.

Das Service besteht aus einer jungen Dame und zwei Herrn, der griechischen Sprache mächtig, ob sie auch von dort sind, wahrscheinlich ja. Alle waren freundlich, flott und sehr aufmerksam, aber nie aufdringlich. Ob sie ihren Job gelernt haben weiß ich nicht. Was aber abgeht ist der Schmäh, wie man auf gut wienerisch sagt und lächeln kann leider nur das Mädl. Aber ich weiß schon der Kellnerjob ist nicht immer leicht, und ständig will wer was, das so nicht in der Karte steht.

Die Flüssigkeiten des Abends waren ein sensationell guter Prosecco von der leicht süßlichen Sorte, gut gekühlt und herrlich spritzig, für uns der ideale Aperitif. Zum Essen entschieden wir uns für die Weinempfehlung in der Karte und zwar ein weißer 2014er, vom Weingut Ktima Gerovassiliou/Saloniki. Der bestand aus den Rebsorten Malagousia, bei uns als Malavsia bekannt, und einem Assyrtiko, den kannten wir gar nicht, er kommt nur auf einigen ägäischen Inseln vor. Der Wein war schlicht sensationell, phantastisch sowohl Geruch als auch Geschmack, sehr harmonisch, wenig Säure und für einen 14er schon sehr reif. Perfekt! Die Wiener Hochquelle dazu, stand nachher nicht auf der Rechnung. Klein schwarz und stark zum Schluss war von Cult-Caffe aus Neumarkt an der Ybbs/NÖ, der recht gut, wenig bitter, aber viel zu dünn.

Als Vorspeise hatten wir die Variation kalt & warm, sowie zeitgleich eine Paradeissuppe mit Basilikum und Parmesan (Weißbrot) Croutons. Die Suppe, sehr harmonisch, perfekt gewürzt und auch optisch sehr ansprechend. Mezes bestand aus einem gefüllten Weinblatt, gebackene Melanzanischeiben, Tzatziki mit einer schwarzen Olive oben drauf, 2/4 (geschmacklose) Paradeiser, Spinatstrudel, Schafkäse, Erdäpfelpüree mit Knoblauch (Skordalia) auch mit Olive und Fischrogensalat (Taramo) Es war alles durch die Bank schlicht köstlich, besonders hervorheben möchte ich den Taramosalat, der war sowas von genial. Bei Skordalia und Tzatziki könnte für unsere Begriffe mehr Knoblauch drinnen sein, aber auch das sehr gut. Ja und dazu gab es frisches knuspriges Weißbrot.

Die Hauptspeise für meine Frau, Spieße vom Lamm, (Souvlaki) mit Braterdäpfeln und Gemüse, dazu Tzatziki. Das Fleisch zart und weich, mit diesem speziellen Geruch, die Erdäpfel von alles Seiten angebraten und geschmacklich top. Gemüse bestand aus Fisolen, Zwiebel, Karotte, Paradeiser, und? Ich habe nicht gekostet, SIE war begeistert. Meine Hauptspeise von der Wochenkarte war Griechisches Rindfleisch (Stifado) mit Basmatireis in einem Saftl mit vielen ganzen Schalotten und Paradeisern. Das Fleisch war sehr weich, leicht durchzogen und somit nicht trocken. Der Reis nicht tot gekocht und vom Saft rinnt mir immer noch das Wasser im Mund zusammen, so gut war der. Ein harmonischer Geschmack, ich weiß nicht wie ich den beschreiben soll, schlicht genial :-))

Ja und eine Nachspeise gab es heute auch und zwar Baklava. Das war übrigens schon die erste Entscheidung die ich beim Studium der Speisekarte getroffen haben :-) Herrlich, nicht zu süß, Nüsse ohne Ende, etwas mehr von diesem flüssigen, süßlich Zeug hätte es für mich sein können, aber sonst, genauso wie ich das mag!

Alles in allem, ein sehr nettes gemütliches Lokal. Das Essen phantastisch, nahezu perfekt für uns und wenn das männliche Personal auch noch wie auf der HP lächeln würde, wäre die griechische Gastlichkeit perfekt. Die 85,-- Euro mit Maut haben wir sehr gerne gezahlt und sind zufrieden nach Hause gegangen. (Schade dass beim Verlassen des Lokals keiner grüßt, vor allem dann wenn wer da steht und es schon etwas ruhiger ist)

Was uns sonst noch aufgefallen ist und wofür wir grundsätzlich Verständnis haben, sind die Augustin und sonstigen Zeitungsverkäufer an jeder Ecke. Was wir aber gar nicht wollen und da sind viele unserer Meinung, ist wenn uns einer, noch dazu innerhalb einer Stunde zweimal!! was verkaufen will. Das ist während dem Essen einfach nur störend und hat in einem Restaurant nichts verloren und daher beim Ambiente auch „nur“ sehr gut. ABER wir haben uns dennoch sehr wohlgefühlt.

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Kommentare (1)

am 7. April 2015 um 12:49

Kann ich bestätigen. Schnelles Abendessen vor ein paar Monaten - tadelloses Essen ohne Irodion'scher Massenabfertigung.

Gefällt mir2
Experte
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Trilogie
Lange Gasse 25
1080 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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