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Buschenschank Thurner - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. März 2015
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hbg338
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5Speisen
4Ambiente
4Service
29 Fotos1 Check-In

Der Buschenschank Thurner liegt etwas außerhalb, versteckt in den Weinbergen von Stein. Dies ist jedoch Garant für die sehr schöne und ruhige Lage. Stein liegt neben Unterlamm, Jennersdorf und Loipersdorf im unmittelbaren Nahgebiet zur Therme Loipersdorf. Dadurch kann es immer wieder in den Lokalen in dieser Gegend zu Platzmangel infolge starken Besuchs der Thermenbesucher kommen. So wie auch bei uns, wir mussten einen zweiten Versuch starten um einen Platz zu bekommen. Reservieren ist auf jeden Fall von Vorteil. Spricht jedoch auch für die Qualität des Betriebes wenn man nur schwer oder mittels Reservierung einen Sitzplatz bekommt.

Das Lokal selbst ist ein klassischer Buschenschank. Hier dürfen nur eigene Produkte ausgeschenkt und serviert werden, und auch nur Besitzer bzw. Pächter von Wein- oder Obstgärten dürfen einen Buschenschank betreiben. Vor dem Lokal befindet sich ein schöner Gastgarten. Ein kleiner Teil davon ist überdacht, sodass man bei unsicheren Wetterverhältnissen auch im Freien sitzen kann. Leider war dies Anfang März noch nicht möglich sodass wir im Lokal Platz nehmen mussten. Da wir dieses Mal reserviert hatten wurden an einem Tisch für sechs Personen zwei Plätze für uns frei gehalten. Alleine sitzen ist hier unmöglich. Laut Kellnerin ist die Kuschelecke noch in Planung, dies war jedoch ironisch gemeint. Der kleinste Tisch ist für vier Personen, jedoch ein Einzelstück in diesem Lokal. In Summe können in etwa 70- 80 Personen im Lokal Platz nehmen. Nach dem Eingang steht man unmittelbar vor der Schank wo linkerhand noch ein großer Tisch bereitsteht. Rechts von der Schank geht es in den Gastraum. Das Lokal selbst wirkt dank dem Mix aus hellen Holzmöbel und der dunklen Holzdecke sehr gemütlich. An den Wänden und der Decke befinden sich einige Accessoires die dem Lokal eine persönliche Note geben. Sehr schön und liebevoll dekoriert ohne überladen zu sein. Das ganze Lokal ist rauchfrei. Die Raucher trafen sich im überdachten Vorgarten.

Auf den Tischen liegen die Speisekarten in ausreichender Anzahl auf. Das Angebot bietet die gängigen Speisen die hier in fast jeder Buschenschank angeboten werden. Aufstrichbrote, saure Wurst, Käse, verschiedenste Wurst und Fleischplatten und zum Abschluss was Süßes. Die Getränkeauswahl erstreckt sich von den typischen Rot- und Weißweinen über verschiedenste Fruchtsäfte. Natürlich dürfen die Schnäpse nicht fehlen.

Zum Trinken wählte meine Frau einen hervorragenden roten Schankwein. Ich wählte eines meiner Lieblingsgetränke in dieser Gegend, den Pfirsichnektar. Zum Essen entschied sich meine Frau für einen Lumpensalat. Der Lumpensalat wird hier fast in jeder Buschenschank angeboten. Er besteht aus verschiedenen Salaten der Saison, Wurst, Käse, Mais, Bohnen, Käferbohnen, Schnittbohnen, Zwiebel, Essig und Kernöl. Jedoch gibt es immense Unterschiede in der Qualität. Von teileweisen Fertigsalaten aus der Konserve bis zu alles frisch zubereitet. Hier ist alles frisch zubereitet. Dieser Lumpensalat gehört laut der Meinung meiner Frau neben dem der Buschenschank Riegler zu den besten die sie währen der zahlreichen Besuchen in den verschiedensten Lokalen dieser Gegend verspeist hatte. Ein großes Lob der Küche wurde durch die Kellnerin übermittelt. Ich wählte einen Kümmelbraten. Sechs stärkere Schnitten von vorzüglichem Braten verfeinert mit Kren, Ei, Gurkerl und Paradeisstück. Dazu in einem Brotkorb vier Stück hervorragendes Bauernbrot. Herz was willst du mehr? Gemeinsam bestellten wir noch den obligaten Käferbohnensalat. Nicht nur der Lumpensalat war hervorragend auch mein Fleisch, die Käferbohnen und das Brot war Extraklasse. Soviel Brot wie hier in ein paar Tagen esse ich in Wien in einen ganzen Monat nicht. Den kulinarischen Abschluss bildeten für mich ein Bauernkrapfen und ein roter leicht säuerlicher Traubensaft. Für meine Frau ein hausgemachter Zirbenschnaps der der krönende Abschluss des Abends war. Bezahlt haben wir für diesen kulinarischen Genuss € 24,00 inklusive Trinkgeld.

Das Service war dem Lokalambiente und der Speisenqualität absolut ebenbürtig. Flott unterwegs, nicht auf den Mundgefallen, den richtigen Schmäh ohne peinlich oder unhöflich zu sein. Meine Meinung zum Kellnerberuf, dazu muss man geboren sein. Die Dame namens Karin war es.

Mein(unser) Fazit. Die beschränkten Öffnungszeiten machten einen Besuch leider erst jetzt möglich. Wenn hier offen war waren wir nicht hier oder umgekehrt. Doch nach diesem Besuch sind wir geneigt unseren Urlaub nach den Öffnungszeiten zweier Buschenschank-Lokale zu richten. Den einen schon oft besucht und dieser eine Neuentdeckung die äußerst lohnenswert war. Obwohl dies der Erstbesuch war wurden wir schon wie langjährige Gäste behandelt. Diese werden wir jetzt werden.

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Kommentare (17)

am 11. März 2015 um 11:23

Du danke,
aber ich fülle zu Ostern meine Lager wieder auf !

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283
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am 11. März 2015 um 11:04

Meld' dich, wenn du in Nordslowenien bist.
Dann kriegst' eine Zirbenschnapslandkarte ;-)

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315
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am 11. März 2015 um 10:52

Ah so, das meinst amarone,
da finde ich hauptsächlich Uhudler-Chutney

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am 10. März 2015 um 14:19

bubafant: doch - es gibt tatsächlich so manchen Supermarkt mit "Regional-Regal". ;-)

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315
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am 9. März 2015 um 16:58

amarone,
Zirbitzkogel-Fexe haben ebenfalls jahrzehntelang Obstler verwendet, sind aber in den letzten Jahren auch zu Korn übergegangen.
Auch für Arnika und Enzianwurzel (pscht ! ᵔ.ᵔ )
Und: ein Bauernmarkt ist für mich nicht der Handel.
Du wirst so etwas kaum im Supermarkt im Regal mitte links finden.

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283
71
am 9. März 2015 um 12:06

bubafant, StephanS:
Absolute Zustimmung, bezüglich der "Basis": Obstler würde ich alllerdings weniger empfehlen. Mir wurde von einem Hersteller gesagt, er nähme Korn, der wäre qualitativ höherwertig und neutraler als der Obstler.
Zirbenschnaps (der schön rote mit mehr oder weniger Zucker) ist übrigens bei uns in "Nordslowenien" auf jedem Bauernmarkt zu finden (Zirben sind z.B. am Zirbitzkogel oder in den Nockbergen allgegenwärtig)
Auch schon gefunden: den Brand - mit 55% Alkohol. Brennt owe... aber ist trotzdem mild. Angeblich aber auch mit Vorsicht zu genießen, da sich durch die Chemie der Zirbe auch Methylalkohol bildet (in geringen Mengen, blind wird man nach einem Stamperl net!)

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315
75
am 8. März 2015 um 14:37

Literatur hiezu: Link

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92
38
am 8. März 2015 um 14:37

Literatur hiezu: Link

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am 8. März 2015 um 07:13

Hier werde ein paar Begriffe durcheinandergewürfelt...

Likör = mindestens 100g Zucker pro Liter; Alkoholgehalt Variabel (ab 15%)

Ansatzschnaps: Herstellung wie hier beschrieben --> Produkt wird eingelegt und ein paar Wochen gewartet. Der Alkohol kommt daher nicht von dem Produkt, um das es geht (hier Zirbe)

Brand: vergorene Flüssigkeit (Obstwein) wird gebrannt; auch "Wasser" (Kirschwasser)

Geist: Das Augangsprodukt wird zunächst in Alkohol eingelegt und dann gebrannt. Macht Sinn, weil manche Früchte/Kräuter selbst zu wenig Zucker haben um zu gären (eben zB die Zirbe)

Der Brand ist daher entweder aus zuckerreichem Obst (Marille, Kirsche, Apfel...) oder sehr, sehr teuer, weil man Unmengen an Früchten braucht. Ein Himbeerwasser kostet somit berechtigterweise um die 70 EUR Liter. Bei einem Geist reichen weniger Früchter, daher ist ein Himbeergeist um 25 EUR schon zu haben.

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54
8
am 7. März 2015 um 18:05

Nein, Helmuth, damit ist der ZirbenSCHNAPS - wie ich ihn kenne - fertig !
Kein Brennen mehr - denn dann wäre es ZirbenGEIST.

Solltest du im Handel einmal Zirbenschnaps sehen, bitte gib uns Bescheid.

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283
71
am 7. März 2015 um 17:44

Ansetzen in Alkohol (!).
Nicht in die Sonne, aber doch hell stellen (Fensterbank)
Etwas Zucker, dann ist er noch immer so bitter wie Teufelskralle.
Nach rund zwei Monaten (kosten) - Abseihen.
Fertich.

Klingt einfach - die Kunst ist, (gutes) Rohmaterial zu bekommen.

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283
71
am 7. März 2015 um 17:21

Zirbenschnaps ist ein Ansatzschnaps !
Die rote Farbe kommt von den 'Tschurln' (=Zapfen).
Je bitterer, desto besser und desinfizierender.
Zucker kann man natürlich zusetzen.
Macht man aber nicht.

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283
71
am 7. März 2015 um 17:16

Helmuth. Laut meiner Frau eher bitterer Geschmack. Sie hatte auch keine Vergleichsmöglichkeit da dieser ihr erster war. Aber sicher nicht der letzte.

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388
56
am 7. März 2015 um 15:53

Helmuth wird sind nicht solche Insider. Ich schon gar nicht. Er war einfach gut.

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388
56
am 7. März 2015 um 15:10

:-)
ja dazu bedarf es spezieller connections !!!
Wir nehmen ihn sogar in Flachmännern in den Urlaub mit.
Jawohl.

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283
71
am 7. März 2015 um 15:03

Hat mein Frau auch gesagt. Wollten eine Flasche zum mitnehmen kaufen, war aber leider nicht möglich da sie selbst nicht soviel zur Verfügung hatten. Schade solche Qualität ohne Chemie bekommt man nicht leicht.

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388
56
am 7. März 2015 um 14:53

👍
Zirbenschnaps steht auch in unserem 'Weinkeller'.
Ist fast ein 'Allheilmittel' !

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283
71
Buschenschank Thurner
Stein 6
8282 Loipersdorf bei Fürstenfeld
Steiermark
Speisen
Ambiente
Service
50
40
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