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Jausenhütte Prasser - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. Februar 2015
Update am 28. September 2015
Experte
Criticus
72
10
24
1Speisen
2Ambiente
3Service
2 Fotos1 Check-In

Die "Jausenhütte Prasser" befindet sich etwa 25 - 30 km südlich von Graz und ist von Graz aus leicht über die Autobahn A 9 erreichbar: Abfahrt Lebring, nach der Abfahrt links und dann immer gerade der Nase nach, bis nach etwa 5 Minuten am Beginn einer größeren Linkskurve auf der linken Seite das Autohaus "Mercedes Temmer" zu sehen ist. Unmittelbar danach kann man nach links zum Parkplatz der "Jausenhütte" zufahren.

Die Bezeichnung "Jausenhütte" (oder "Jausenhittn", wie auf einer Tafel auf dem Parkplatz zu lesen ist) kann sich - dies sei vorweggenommen - wohl nur auf die Qualität der Speisen beziehen, ist aber sonst eine ziemliche Untertreibung: einerseits ist die "Hütte" ein größerer längs gestreckter (Holz-) Bau und andererseits bekommt man darin nicht nur eine "Jause" sondern fast alles, was üblicherweise auch in einem richtigen Gasthaus auf der Speisekarte steht.

So gibt es zB alle üblichen Schnitzel, wie Wiener-, Steirer-, Puten- und Naturschnitzel; auch Cordon Bleu, Grillteller, und gegrillte Hühnerbrust werden angeboten, ebenso diverse Salate, Toasts und Snacks. In der Speisekarte findet man auch ein Fischgericht und zwar ein gegrilltes Zanderfilet um € 14,10.

Die Einrichtung besteht aus einfachen Holztischen und -bänken, die zwar massiv sind, aber einen schon recht alten Eindruck vermitteln und etliche "Kerben" aufweisen. Trotz des vielen Holzes und diversen (nicht wirklich passenden) Dekorationen an den Wänden wirkt das Ambiente nicht urig sondern eher nüchtern und "irgendwie".

Die Tische sind nicht gedeckt, das Besteck befindet sich bereits - eingewickelt in dünnen Servietten - auf den Tischen. Eine "Wohlfühlstimmung" vermochte nicht aufzukommen.

Ich hatte mich eigentlich schon für die Wokpfanne (€ 10,20) entschieden, als mich Critica ersuchte, mit ihr gemeinsam ein Backhendl (€ 15,00) zu probieren. Ich hatte zwar Bedenken, dass man in dieser "Hütte" ein herzhaftes Steirisches Backhendl zustandebringt, war dann aber doch neugierig, wie ein Backhendl hier wohl schmecken würde und habe daher galanterweise dem Wunsche Critica's nach einem Backhendl zugestimmt.

Als Vorspeise nahmen wir Frittatensuppe (laut Rechnung "Fritattensuppe") und Leberknödelsuppe. Die Suppen waren in Ordnung aber auch nicht mehr. Der gemischte Salat hatte frischen Blattsalat, aber viel zu viele Linsen (!).

Das Backhendl kam schon bald nach dem Verzehr der Suppe, was mir verdächtig schnell vorkam. Die einzelnen Hendlstücke hätten etwas kleiner tranchiert sein können. Die Panierfarbe war leicht dunkelbraun, was aber nicht das Problem war. Das Problem war die Panier selbst, da sie grob und fast hart war. Für mich ein Zeichen dafür, dass die Hendlstücke schon vorpaniert in der Kühllade lagen. Critica meinte, dass die Panier auch dann hart werden kann, wenn die Eier mit Wasser "gestreckt" werden. Als wir dann auch feststellen mussten, dass die Knochen zumindest teilweise dunkel waren, war wohl klar, dass das Hendl einmal tiefgefroren gewesen sein musste. Dazu kam, dass das Fleisch leicht fleckig war, was ein Zeichen dafür ist, dass das Hendl schon alt oder älter war. Im worst case hat es sich sohin um ein altes und schon einmal tiefgefrorenes Huhn gehandelt. Trotz der Flecken am Fleisch hat das Hendl aber nicht "alt" geschmeckt. Normalerweise schmeckt man, wenn ein Hendl schon etwas älter ist. Es gibt aber einen "Trick", was man mit einem schon etwas älteren Hendl machen kann, dass es nicht "alt" schmeckt. Möglicherweise wurde dieser "Trick" hier angewendet.

Nun, das Hendl hat uns den Appetit auf ein Dessert verdorben. Davon abgesehen hätte es als Dessert ohnehin nur Tiramisu und Berliner Schnitte (!) gegeben, wovon wir auch ohne Hendl nichts genommen hätten.

Der Fairness halber muss ich festhalten, dass die "Jausenhütte" relativ gut besucht war und dass die Gäste alle gegessen haben. An sich ein Zeichen, dass die Küche insgesamt nicht so schlecht sein kann. Es kann freilich sein, dass die in der Jausenhütte angebotenen anderen Speisen besser schmecken und dass wir mit dem Backhendl einfach Pech gehabt haben. Die Bewertung eines einmaligen Besuches ist auch immer nur eine "Momentaufnahme", ich meine aber, dass man als Gast auch bei einem einmaligen Besuch nicht enttäuscht werden sollte. Der "Zustand" des servierten Backhendls hat wohl auch - vornehm ausgedrückt - grobe "Systemfehler" der Küche geoffenbart.

Einziger Lichtblick war die nette und durchaus bemüht wirkende Kellnerin.

Fazit: In der Gegend gibt es viele wesentlich bessere Lokale. Zum "Essen gehen" kann ich die "Jausenhütte" nicht empfehlen. Die "Jausenhütte" hat aber jeden Tag bis 23.00 Uhr geöffnet, sie könnte daher eine letzte Alternative sein, wenn der Hunger groß ist und das Lieblingslokal in der Gegend Ruhetag hat.

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Kommentare (3)

am 25. Februar 2015 um 23:35

Okay, hab ich dann mistverstanden!

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Experte
63
50
am 25. Februar 2015 um 23:28

Lieber Magic, da hast du vollkommen recht. Nur handelt es sich bei "Jausenhütte Prasser" nicht bloß um eine "Jausenhütte", sondern um einen relativ großen gastgewerblichen Betrieb mit recht umfangreicher Speisekarte (zusätzlich zu den von mir angeführten Speisen gibt es zB auch etwa ein Dutzend verschiedene Pizze).
Außerdem war der Hinweis "keine gedeckten Tische" mehr beschreibend denn kritisierend gemeint.

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Experte
72
10
am 25. Februar 2015 um 22:02

In einer Jausenhütte erwarte ich mir keine Stofftischtücher und/oder -Servietten.

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Experte
63
50
Jausenhütte Prasser
Jösserstraße 2
8430 Tillmitsch
Steiermark
Speisen
Ambiente
Service
17
25
35
2 Bewertungen
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