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Frank's - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. Jänner 2015
Experte
Stammersdorfer
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3Speisen
3Ambiente
3Service
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Gestern Abend im FRANK’S American Bar & Restaurant & Musik am Laurenzerberg 2 im 1ten. Die 1er und 2er Bim, sowie U1 bzw. U4 bringen einen hin, sicher auch das Auto, aber parken und 1010 ist eine eigene Sache, außer man nimmt ein teures Parkhaus.

Die telefonische Reservierung vor wenigen Tagen war problemlos. Eine schwarze Perle hat uns freundlich empfangen und nach kurzer Naschschau im großen Reservierungsbuch zu unserem Tisch gebracht.

Über das Ambiente wurde hier im Forum schon mehrfach und ausführlichst berichtet, das erspare ich mir. Nur so viel wir, hatten zum einen das Glück etwas seitlich im sehr schönen alten Kellergewölbe, mit den roten Ziegelsteinen, einen Platz zu bekommen, da ist es deutlich ruhiger. Was wir aber als extrem störend empfanden war der längliche Tisch, wo wir nicht nur recht weit voneinander entfernt, sondern auch noch vis a vis sitzen mussten (wir lieben es ums Eck zu sitzen) eine Unterhaltung war da mühsam. Die Sessel sind aus Holz, die Sitzfläche aus irgendeinem Geflecht, recht ungemütlich und für unsere Begriffe (also die meiner Frau) viel zu tief. Unser Wunsch nach einem kommunikationsfreundlicheren Tisch konnte oder wollte man nicht erfüllen. Die Hütte sei voll. Naja :-(( War sie aber nur fast.

Den ganzen Abend über war eine junge, strohblonde Kellnerin für uns zuständig. Sie war freundlich, flott und recht aufmerksam, mit ziemlicher Sicherheit hat sie ihren Job gelernt und kam auch einige Male um nachzufragen. Nachdem sie uns die Karte da gelassen hat wurden wir erfreulicherweise nicht sofort nach einem Startsaftl gefragt. Passt!

Wir entschieden uns wie fast immer für zwei Prosecco namens „Polo“. Warum der so heißt entzieht sich allerding meiner Kenntnis, aber er ist einer von der ganz feinen Sorte, fruchtig, spritzig, mit viel Phantasie kann man den Geruch von Birne erahnen, nur etwas kälter hätte er sein können.

EINE gemeinsame Vorspeise war die hauseigene mediterrane Platte. Bestehend aus reichlich San Daniele, da haben wir uns schon gefragt, haben die uns eine für zwei gebracht, sowie Büffelmozzarella und getrocknete Paradeiser. Weiters viele schwarze köstliche Oliven und nicht weniger Kapernbeeren, wobei da aber einige dabei waren die nicht nur recht hart, sondern auch krampen sauer waren. Der Prosciutto ja wie er eben schmeckt, einfach köstlich und der wie erwartet fast geschmacklose Mozzi war nur mit der Lupe zu finde. Die Getrockneten waren leicht salzig, aber sehr bekömmlich. Dazu genehmigten wir uns Pizzabrot mit Knobelauch.

Die Hauptspeisen für meine Liebste Surf & Turf, ein Filetsteak, fast durch, mit 2 gegrillten Riesengarnelen (die waren wirklich groß) davon die Kinderportion mit 150g. Für mich ein Rib Eye Steak, halb durch, das gibt’s nur in der 300g Version, war aber an dem Abend absolut ausreichend.

Dazu hatten wir Pommes Frites, gebackene Zwiebelringe und Blattspinat mit Knoblauch. Automatisch dazu gibt’s die Frank’s Sauce, keine Ahnung was das war. Dazu nahmen wir uns noch eine Barbecue Sauce. Beide waren für mich viel zu dominant, vom sehr guten Fleischgeschmack blieb da nicht viel, wenn man sie gegessen hätte.
Die ebenfalls bestellte Knoblauchbutter schmeckte nach nichts, wir haben uns die Frage gestellt „Ja wo is er denn" :-) Beim Fleisch wurde die Garstufe perfekt getroffen, beides war sehr weich und meines auch wunderbar durchzogen, auch von der Würzung verstehen sie was.
Die Pommes waren recht gut, nur etwas knuspriger hätten sie sein können. Ob selbst gemacht? Wir wissen es nicht, aber eher nein.
Eine einzige Enttäuschung waren die Ringerln, die waren in viel zu viel teigiger Masse verpackt, sodass vom Zwiebel nahezu nichts zu schmecken waren, das Zeug wurde immer mehr im Mund. Schade!
Der Blattspinat hätte für meine Begriffe noch wesentlich mehr Knoblauch vertragen, der Holden hat er geschmeckt, wobei ich da aber nicht der Maßstab bin, weil das Grünzeug ist eines der wenigen kulinarischen Dinge dich ICH nicht unbedingt brauche.

Heute sollte es ausnahmsweise einmal eine Roter zum Essen sein und zwar der Baron de Ley Reserva, ein Tempranillo aus 2009, vom gleichnamigen Weingut aus Mendavia, Nordspanien, nahe der Stadt Logrono. Hat da nicht einmal unser aller Polster Toni, Anfang der 90er den Ball getreten? Si!
Ein für unsere Begriffe absoluter Spitzenwein, der ganz phantastisch zur Kulinarik gepasst hat. Er hatte einen leicht nussigen Geruch, war höchst angenehm zu trinken, sehr weich und harmonisch und trotz 2009 nicht wirklich schwer. Perfekt!
Sowohl zu Prosecco als auch Wein und natürlich zum Kaffee gab’s unaufgefordert ein großes Glas Wasser. Dass davon nix auf der Rechnung stand, versteht sich von selbst.

Zum Abschluss wollte mich ein Espresso von Hausbrandt überzeugen, was ihm nicht ganz gelungen ist, er war zwar sehr stark, aber zu bitter.

Zusammenfassend haben wir uns für 150,-- Euro mit Maut doch etwas mehr erwartet. Einzig beim Service habe ich kurz überlegt, aber nachdem sie uns keinen anderen Tisch geben konnte wollte, wars halt nur GUT in allen Bereichen.

Wir waren ewig nicht dort, zuletzt im Jahr 2000 und wir werden auch sicher in naher Zukunft nicht mehr so schnell hingehen, dafür war es einfach zu durchschnittlich.

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Kommentare (1)

am 29. Jänner 2015 um 23:21

Schade, daß die Onion Rings (einst Wiens beste) nicht mehr verläßlich sind.

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Laurenzerberg 2
1010 Wien
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