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Reinthaler's Beisl - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. Dezember 2014
vielesser123
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18
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3Speisen
3Ambiente
2Service

Es ist wieder Punsch- und Glühweinzeit! Dieses Mal haben wir uns für den Weihnachtsmarkt am Stephansplatz entschieden. Doch wohin soll man flüchten, wenn die Füße nach einiger Zeit anfangen zu frieren? Natürlich habe ich vorgesorgt und einen Tisch beim Reinthaler´s Beisl reserviert, welches nur einige Minuten vom Weihnachtsmarkt entfernt ist. Am Telefon wurde mir mitgeteilt, dass es sich um ein Nichtraucher-Lokal handelt. Da scheint sich was getan zu haben (siehe ältere Kommentare). Der Gruppe ist es ganz recht, wir sind alle Nichtraucher.

Beim Betreten des Lokals ist uns sofort der Stammtisch direkt beim Eingang aufgefallen. Die Herren sind nur da gesessen und haben uns angestarrt. Das war etwas seltsam, aber vielleicht haben sie nichts besseres zu tun. Wir haben am Eingang gewartet und gewartet. Die Herren haben uns weiterhin angestarrt und angestarrt. Wenigstens hatten sie eine Beschäftigung. Mir war das zu blöd, ich habe mich auf der Suche nach Jemanden, der sich für uns zuständig fühlt, gemacht. Dabei bin ich durchs ganze Lokal gelaufen, habe auf dem Weg 2 Kellnerinnen getroffen, die mich entweder ignoriert oder sich nicht ausgekannt haben und war über die Größe des Beisls erstaunt. Die Gänge sind sehr schmal. Bei Gegenverkehr muss man sich seitlich drehen und den Bauch einziehen. Die dritte Kellnerin war ein Volltreffer. Sie hat uns zum reservierten Tisch geführt.

Wir hatten alle die Leberknödelsuppe als Vorspeise. Und als Hauptspeise wählte ich die gegrillte Hühnerbrust mit Wokgemüse und Reis. Die Leberknödelsuppe kam recht zügig. Ich war schon sehr gespannt drauf. Der Leberknödelsuppen-Orgasmus von HelmuthS blieb bei mir leider aus. Der Knödel war weich und hatte auch einen guten Lebergeschmack (kleine Leberstücke waren auch zu sehen). Die Suppe hingegen war ziemlich langweilig. Ich habe schon schlechtere aber auch bessere Suppen gegessen. Unsere Freunde waren zufrieden und hatten die Leberknödelsuppe als mittelmäßig eingestuft.

Auch auf die Hauptspeise musste ich nicht lange warten. Obwohl das Beisl ziemlich gut besucht war, hatte die Küche das Timing voll im Griff. Die gegrillte Hühnerbrust war zart und gut gewürzt. Das Wokgemüse ging gar nicht! Wir hatten hier schon die Tiefkühlgemüse-Diskussion, aber tiefgekühlte Sojasprossen (Mungobohnensprossen), Karotten und Sellerie zu servieren, ist eine Zumutung! Sojasprossen bestehen zu mehr als 99 % aus Wasser und haben relativ wenig Eigengeschmack. Das, was Sojasprossen so attraktiv und auch geschmacklich interessant macht, ist ihre knackige Konsistenz. Sojasprossen "frischen" das Gericht auf indem man sie gaaaaanz zum Schluss in den Wok gibt. Einmal kurz umrühren, weg vom Herd und fertig ist das Gericht. Hier wurden tiefgekühlte Sojasprossen (!), ein zartes und empfindliches Pflänzchen, totgekocht. Ausgesehen haben sie wie graue und geschmeckt wie dünne Schnüre. Der Reis war die nächste Katastrophe. Dieser wurde mit viel zu viel Wasser gekocht. Reis und Gemüse habe ich stehen gelassen. Wenn man keine Ahnung von asiatischer Küche hat, sollte man es besser lassen. Ein Beisl muss kein Wokgemüse anbieten. Gegrillte Hühnerbrust mit Pommes wäre doch die bessere Wahl.

Die Herren in der Runde haben den Tafelspitz mit Apfelkren und Rösti bestellt. Einer hat gemeint, dass dieser besser wäre als im Plachutta. Das hat mich neugierig gemacht. Das nächste Mal werde ich auch einen Tafelspitz bestellen.

Der Service war wahnsinnig gestresst und mäßig bemüht. Als wir zahlen wollten, mussten wir wieder 3 Kellner ansprechen. Zwei haben sich nicht zuständig gefühlt (vielleicht waren wir nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich. Trotzdem hätten sie der Kollegin bescheid geben können) und uns ignoriert. Die dritte Kellnerin hat sich zu uns gesetzt und ist mit uns die Bestellung durchgegangen. Da wir getrennt zahlen wollten, hatte das Bezahlen gefühlte 2 Stunden gedauert. Sie hat dabei immer wieder über ihren Chef und die Arbeit geschimpft. Ganz ehrlich, das kann sie sich für zuhause aufheben.

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Kommentare (5)

am 14. Dezember 2014 um 01:13

Wir waren schon so oft beim Nussgartl und hatten unzählige Leberknödelsuppen vernichtet. Jedes Mal top! Ich kann Dir schon fast ein Verwöhnprogramm für Deine Geschmacksknospen garantieren - viel Spaß beim Austesten!

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am 14. Dezember 2014 um 00:49

HelmuthS: Kennst Du die Nussgartl-Leberknödelsuppe schon? Ist für mich DIE Leberknödelsuppe.

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am 14. Dezember 2014 um 00:43

SSW: Ja, das mache ich sogar wirklich manchmal. Viele schauen dann weg, weil ich den verrückten Blick sehr gut drauf habe ;)

HelmuthS: Beim Chinesen gibt´s ja auch keinen Kaiserschmarren. Wenn ja, wirst Du bestimmt irgendwann auch mal schwach ;)

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am 13. Dezember 2014 um 23:20

Du hättest zurückstarren sollen ;)

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am 13. Dezember 2014 um 23:18

"Stammtischbesetzer, die auf Gäste starren"

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Reinthaler's Beisl
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