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Amon's Gastwirtschaft - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. Dezember 2014
Experte
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4Speisen
4Ambiente
4Service
7 Fotos1 Check-In

Weihnachtsfeier 2014 beim Amon.
Der Amon liegt in unmittelbarer Nähe der U3 Station Schlachthausgasse. Auch die Straßenbahnlinie 18 und die Autobuslinie 77A und 80A halten in Lokalnähe. Also die öffentliche Anbindung ist recht gut gegeben. Was man von der Parkplatzverfügbarkeit trotz Parkpickerl nicht unbedingt behaupten kann. Das Lokal selbst fällt für mich nicht unbedingt mehr in die Rubrik Wiener Gasthaus sondern schon Restaurant auf gepflegten Niveau. Da die für mich der erste Besuch hier war konnte ich mich nur an Berichte hier im Forum oder von Kollegen die schon dort waren orientieren.

Unmittelbar nach dem Eingang wird man von einem Mitarbeiter empfangen und dieser zeigte mir nach einem Blick in das Reservierungsbesuch den für uns reservierten Tisch. Das Lokal selbst Dank der verschiedensten Betriebsweihnachtsfeiern sehr gut besucht. Es wurde von einigen Gästen ohne Reservierung infolge Platzmangels sogar an der Bar gespeist. Spricht eindeutig für das Lokal. Unser reservierter Tisch befand sich im vorderen Lokalbereich welcher auch der Raucherbereich ist. Doch hier muss ich das erste Lob aussprechen. Die Lüftung funktioniert hier perfekt. Keinerlei Beeinträchtigung durch den Nikotingeruch. Der Tisch selbst war natürlich weihnachtlich gedeckt, so wie das gesamte Lokal mit Weihnachtsdekoration versehen ist. Von der Fassade bis zu den Stühlen, wo die Lehnen mit einem Weihnachtlichen Überzug versehen waren. Nicht kitschig sondern mit Stil so wie das ganze Lokal. Die indirekte Beleuchtung vermittelt eine sehr angenehme Atmosphäre. Auch der Mix von moderner Deckenverkleidung in unseren Bereich, und der bemalten älter wirkenden Holzverkleidung im Barbereich finde ich gelungen. Dazu das einheitlich gekleidete Servicepersonal das alles unterscheidet von einem klassischen Vorstadtwirtshaus. Das Ambiente passend für Familien-, Firmenfeiern oder einem gepflegten Lokalbesuch in entsprechenden Rahmen.

Die Speisekarte welche in ausreichender Anzahl verfügbar auf unseren Tisch aufgelegt war bietet alles was man von einem Guten Wiener Restaurant erwartet. Klassiker, aber auch saisonale Speisen wie jetzt diverse Wildgerichte stehen zu Auswahl (welche online in der Adventkarte zu finden sind). Die Getränkeauswahl ist ebenfalls weitgefächert. Für Liebhaber des Gerstensaftes wird sogar ein Haus Bier angeboten. Ich entschied mich für den naturtrüben Apfelsaft gespritzt. Dieser war sehr schmackhaft und vor allem nicht zu süß. Bei der Speisenbewertung werde ich natürlich nur meine bestellten oder jene die wir gemeinsam(Vorspeisen, Dessert) speisten.
Die Bestellung wurde komplett aufgenommen. Vorspeisen, Suppen und Hauptspeisen. Meine Befürchtung dass ein eventuelles Chaos bei der Auslieferung passieren wird, bestätigte sich in keiner Weise. Niemand musste lange warte, oder musste sein Essen herunterschlingen weil schon der nächste Gang serviert wurde.

Meine Wahl fiel auf Empfehlung eines Kollegen auf ein Carpaccio vom Rindsfilet gefüllt mit Basilikum Pesto und mit Parmesan bestreut als Vorspeise. Als Suppe wählte ich die Fleischstrudelsuppe und als Hauptspeise den Alt-Wiener Zwiebelrostbraten aus der mageren Angushüfte, mit knusprigen Röstzwiebeln, Fächergurkerl und Braterdäpfel. Trotz sehr gutem Lokalbesuch waren die Wartezeiten alles andere als ungewöhnlich lang. Wie das ganze Service wurde auch in der Küche mit Hochdruck gearbeitet.

Das Carpaccio, welche für mich ein Erstversuch war, perfekt hauchdünn geschnitten. So wie es sein soll, wenn man diversen Berichten glaubt. Wir mussten es vom Teller eigentlich mit der Gabel abschaben anders war es nicht möglich es auf die Gabel zu bekommen. Perfekt abgeschmeckt. Hier etwas mit Salz oder nachzuwürzen wäre ein Frevel gewesen. Ein neues Gericht welches auf meine persönliche „schmeckt mir“ Liste kommt.

Die Fleischstrudelsuppe wurde in einem klassischen Suppenteller serviert, und entpuppte sich als ein Geschmack Sensation. Wobei nicht unbedingt der Fleischstrudel, welcher jedoch auch sehr gut und ohne jeder Kritik war, sondern ganz einfach die klare Rindsuppe. Seit ich hier schreibe habe ich mir angewöhnt mehr Suppe zu essen, und die ist sicher unter meinen konsumierten Top 5 wenn nicht unter den Top 3. Eine Rindsuppe wie man sie sich nur wünschen kann. Hier schmeckt man die Markknochen mit jedem Löffel heraus. (Zum Suppenfoto: Am bekleckerten Tellerrand ist nicht der Ober schuld sondern mein Kollege neben mir der sich zu breit machte noch bevor das Foto entstand).

Der Zwiebelrostbraten war wirklich so wie in der Karte beschrieben. Zwei Stück mageres Fleisch welches eher untypisch für einen Zwiebelrostbraten ist. Dieses tat dem Geschmack jedoch keinen Abbruch, da das Fleisch von sehr guter Qualität und keine Spur von trocken oder zäh war. Für alle die Gusto auf Zwiebelrostbraten haben jedoch in Anbetracht der Fetteinlagerung davon absehen, auf zum Amon. Der Saft auch perfekt abgeschmeckt. Die Röstzwiebel hausgemacht und in sehr großer Menge sodass kein Saft am Ende überbleib, denn dieser wurde von dem Zwiebeln aufgenommen. Die Braterdäpfel waren meiner Meinung nach nur dezent in der Fritteuse. Sie waren äußerlich ganz leicht knusprig, jedoch geschmacklich einwandfrei. Dazu die klassische Salzgurke fächerförmig aufgeschnitten. Ein tadelloser, etwas ungewohnter, da fettfreier Zwiebelrostbraten.

Für die Nachspeisenauswahl wurden die Speisekarten noch einmal ausgeteilt. Ich entschied mich da mein Hunger gestillt war, und ich nur mehr eine Kleinigkeit für den süßen Gusto hatte für Schokolade Palatschinke mit Schokosauce und Schlagobers. Hier wurde kein Nutella verwendet. Dürfte eine Hausgemachte Schokocreme gewesen sein denn für ein Fertigprodukt war mir der Süßgrad zu gering. Gott sein dank nicht so picksüß, sodass man den unterschied vom Palatschinke und Creme noch unterscheiden konnte. Die Schokosauce war aus Bitterschokolade. Als Draufgabe konnte ich noch am Eisbecher meiner Kollegin teilhaben. Einen Wiener Sacher Becher mit Schokoladeneis nach Sacher-Art, Marillen Sorbet, Schokoladesauce und ein Tupf Schlagobers. Auch hier gibt es nichts zu bemängeln. Die Gesckmaksmischung zwischen Eis und den Marillen war sehr gelungen und das Eis selbst auch von sehr guter Qualität.

Mein Fazit. Ein Lokal in welchem man einen schönen Abend in einem entsprechenden Ambiente und Atmosphäre verbringen kann. Die Küche ohne jeden Makel. Auch das Service sehr gut eingespielt und jederzeit zu Stelle mit den richtigen Grad an Freundlichkeit und Aufmerksamkeit. Ich für meinen Teil werde das Lokal auch mit meiner Frau bei einem gemeinsamen Mittagessen erneut besuchen.

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Kommentare (1)

am 12. Dezember 2014 um 21:38

Und "I sog NIX!" - weil eine gute, hier sogar sehr gute Bewertung keines Kommentars bedarf. HGL-Gerry

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Amon's Gastwirtschaft
Schlachthausgasse 13
1030 Wien
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