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TGI Friday's - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. Dezember 2014
Experte
StephanS
54
8
18
3Speisen
4Ambiente
5Service

Der Guster auf Burger war da - das Clocktower in Brunn voll --> also ab auf die Tangente in Richtung Schwarzenbergplatz. Kein Stau - Garage daneben - keine 30min später sitzen wir auch schon....

Der Empfang: Ich mag das "wait to be seated" sehr gerne, liegt mir mehr als das "sich irgendwo hinsetzen". Die überaus freundliche (wie auch das restliche Personal: Die Freundlichkeit hier ist bestechend. Klar wird es "gespielt" sein - na und? Lieber gespielt freundlich als wahrhaftig grantig denk ich) Empfangsdame meint (wie auch schon am Telefon - wir hatten kurz vorher angerufen ob Reservierung möglich sei): Alles ausreserviert - bitte warten Sie hier 10min - ich schau was ich machen kann. Es dauert kürzer als angekündigt - und wir sitzen am Platz.

Getränke werden abgefragt (hier das einzige Manko: Als Bier wird - ungefragt - das teurere Heineken gebracht, obwohl wie ich später auf der Karte sehe auch ein mir besser schmeckendes Gösser verfügbar wäre). Leider: Kein amerikanisches Fassbier. (Natürlich kann man - berechtigt - argumentieren, dass österreichisches Bier besser wäre als amerikanisches - zumindest als amerikanisches Massenmarkt-Bier. Aber: Es ist ja auch ein Tafelspitz hochwertiger als ein Burger und ein Rösti hochwertiger als Pommes. Darum gehts nicht. In einem thematisierten Lokal sollten die Dinge konsequent stimmig sein. Find ich halt).
Die alkfreien Getränke von Coca Cola und aus der Glasflasche. Auch nicht ganz authentisch (da gäbe es Schankgetränke mit Eiswürfel), aber sehr OK.

Das Essen: Es gibt 2x Burger und die Vegetarierin nimmt Fish&Chips. (ob Fisch nun vegetarisch ist.....wurscht). Beide Burger - Traditional (selbsterklärend) und "Spicy Beer" (Jalapenos, Bierkäse, Guacamole + klassisches - eine hinreißende Kombination!) werden ungefragt "medium to well" gegrillt (steht so auch in der Karte - andere WÜnsche wären wohl möglich) und haben auch einen leicht rosa kern - also ich würde das als "durch, aber noch nicht ganz totgebraten" bezeichnen.

Geschmack der Burger ist exzellent, da gibts in meinen Augen nix zu meckern. Die Portion ist groß, obwohl wir nicht die "giant" Version gewählt haben. Die Beilage - dünne TK Pommes mit Pfefferkörnern - hat noch Luft nach oben; so dicke Steak-Fries mit Schale würden mir hier besser gefallen.

Fish& Chips - mit 9,90 sehr moderat bepreist (Burger kosten 9,90 der Traditional - 14,90 der Spicy Beer und viele andere Kreationen - bis 18,90 gehts rauf bei Spezialitäten wie "Angus Burger") - sind mehrere dicke Kabeljau-Stücke in Bierteig - genau so gehört das; sehr, sehr gut (wenn ich dieses Gericht auch eher den Briten als den Amis zugeordnet hätte...). Auch hier: Die Pommes aus dem TK. Und keine Spur von Essig. Uns schmeckt das eh besser so - aber korrekt ist es nicht....

Als Nachspeisen werden hier - neben den ami-typischen, mächtigen Kalorienbomben natürlich - "Mini" Desserts angeboten, das sind Mousse-artige Kreationen in ca. 0,1l Gläsern mit diversen Schoko- oder Kekssorten als Topping. Wie bei den Hauptspeisen: Keine raffinierten Kreationen (wer die im TGIF erwartet ist falsch), aber durchaus gefällig: Die Kinder lieben es und der Preis von 2,30 dafür sehr in Ordnung.

Ja, das TGI Fridays ist ganz ohne wenn und aber "Systemgastronomie": Man weiß was einen erwartet - rund um die Welt. Man wird professionell-freundlich bedient. Man darf aber - und das ist quasi die Kehrseite - keine raffinierten Gerichte erwarten, nichts wo der Koch sein Herzblut reinlegt.

Ich mag das - manchmal. Und genau deshalb finde ich Systemgastronomie etwas psoitives: Lokale Anbieter kriegen diese gleichbleibende Qualität, diese "Erwartbarkeit", diese Professionalität einfach nicht hin (--> siehe aktuell Clocktower).

Ich würde es aber _nicht_ als einziges, ohne Alternativen wollen. Da gingen mir die vielen, vielen bemühten Köche - die ihr Handwerk großteils besser verstehen als die austauschbaren Angestellten der Systemgastronomie, doch zu sehr ab. Und genau das macht Wien - nebst vielen anderen Dingen - zu so einer lebenswerten Stadt: Heute TGI Fridays - morgen vielleicht Grünauer. Das ist kein "entweder - oder" - das eine schließt das andere nicht aus. Es ergänzt sich - hoffentlich können diese "Welten" hier noch lange nebeneinander existieren!

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Kommentare (6)

am 11. Dezember 2014 um 20:21

doch, Helmuth, das passt: Dass da eine eigene Angestellte nur für den Empfang ist; dass die Burger frisch auf Bestellung zubereitet werden, dass alles gleichzeitig zu Tisch kommt, dass die Burger aus hochwertigem Muskel-Rindfleisch bestehen, dass das Lokal ansprechend thematisiert ist und und und.....
....das sind alles Kleinigkeiten, jedes Ding für sich eine Nichtigkeit. Aber im Gesamten machen diese Details erst ein Lokal stimmig. Und jedes Detail kostet.
Ich zahl das gerne, wenns unterm Strich für mich passt!

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Experte
54
8
am 11. Dezember 2014 um 20:21

HelmuthS, ich bin beileibe nicht leicht zufrieden zu stellen, - ab und zu hat ein BK - Burger schon was, speziell, wenn's schnell gehen soll. Der Punkt ist, dass ich beim Betreten eines TGI eine andere Erwartungshaltung habe, als in einem "echten" Restaurant.

@EinfachIch: verdienen wir nicht alle zu wenig? Liegt aber möglicherweise auch daran, dass es nicht lustig ist, jeden € zu 50% mit dem p.T. Herrn Finanzminister teilen zu müssen.

Ein Burger, however, kann so viel mehr sein, als nur ein Fleischlaberl.

Wenn gutes Rindfleisch verwendet und nicht totgebraten wird, guter, echter Käse drauf schmilzt, die Sauce selbst gemacht ist und sich nicht nur ein liebloses Zwieberl, eine Tomatenscheibe und ein welkes Blattl im Bun finden, letzteres auch noch knusprig angebraten wird, kann ein Burger ein echtes Geschmackserlebnis sein.

Für mich ist Andreas Flatschers Cheeseburger bisher in Wien die Messlatte, unerreicht sind allerdings veritable Burgasmen in den Südstaaten der US of A.

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Experte
80
48
am 11. Dezember 2014 um 19:54

Ich finde die Bewertung gut - und auf den Punkt. Man weiß, was man dort zu erwarten hat, und in diesem Wissen ist die gelieferte Qualität beileibe nicht schlecht. Auch ich mag TGI und Co. - manchmal, sogar ins "Wendy's" und zum Burger King verschlägt's mich manchmal, wenn ich in den USA bin.

Besser eine konstante, der Erwartung gerecht werdende Qualität, als ein Steak/Burger, der durch zu viel "Ich will, aber ich kann nicht" glänzt. Durch- und vorberatene Patties inklusive.

Gefällt mir2
Experte
80
48
am 11. Dezember 2014 um 13:12

Ich hoffe, EinfachIch, dass auch Dein Gehalt in den vergangenen 13 Jahren seit Euroeinführung nicht unverändert blieb...

Gefällt mir4
Experte
54
8
am 11. Dezember 2014 um 12:05

Jap, das trifft's, wies getroffen werden kann :-)

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90
10
am 11. Dezember 2014 um 09:37

Den Nagel auf den Kopf getroffen :-) HGL

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234
28
TGI Friday's
Schubertring 13
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
30
30
28
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