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Heiner - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 20. November 2014
Experte
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4Speisen
4Ambiente
3Service
10 Fotos1 Check-In

Die K & K Hofzuckerbäckerei L. Heiner betreibt in Wien vier Filialen. Des Weiteren sind in Stockerau, Perchtoldsdorf noch zwei zusätzliche Standorte. Für mich als Wiener war natürlich die bekannteste in der Kärntner Straße von Interesse. In Anbetracht der Lage zwischen Wiener Staatsoper und Stephansplatz bietet sich natürlich die U-Bahn als Verkehrsmittel zur Anfahrt an. Zwischen Karlsplatz und Stephansplatz gelegen ist es eigentlich egal von welcher Station man einen kleineren Spaziergang zum Lokal macht.

Das Lokal erstreckt sich über zwei Etagen. Im Erdgeschoß ist der große Verkaufsbereich mit den in Vitrinen ausgestellten Torten, Kuchen, Bonbonieren etc. Man kann jedoch auch hier an einen der kleineren Tische einen Kaffee trinken und etwas Süßes dazu speisen. Vom Ambiente nicht unbedingt ein Highlight, jedoch für eine schnell süße Sünde durchaus in Ordnung. Allerdings kann es schon etwas eng werden wenn die Leute beim Gassenverkauf angestellt sind und die Gäste zu oder von der oberen Etage vorbeigehen.

Über eine stilvolle geschwungene Treppe geht es in den oberen Bereich. Die Toilettenanlagen befinden sich auch in diesem Bereich. Dieser ist ganz im Stile eines alten Kaffeehauses gestaltet. Wuchtige Polstermöbel gemischt mit klassischen alten Kaffeehaussesseln um die kleinen Tische mit Marmorplatten. Auch hier gibt es eine Schauvitrine um sich die verschiedensten Kuchen und Torten in natura anzusehen. Hier wirkt alles edel und vornehm. Dementsprechend ist der obere Bereich auch sehr stark frequentiert und ich bekam hier keinen Sitzplatz. Also wieder die Stufen hinab und an einen der Tisch im unteren Bereich Platz genommen. Hier fiel mir auf das es sich hier nicht nur um ein spezifisches Touristenlokal handelt. Es gingen auch sehr viele Inländer an meinem Tisch vorbei. Schön das die Wiener ihre Kaffehauskultur noch schätzen und nicht nur Starbucks bevölkern trotzdem das komplette Kaffeehaus ein Nichtraucherlokal ist. Des Weiteren werden hier täglich wechselnde Mittagsmenü ab 11:00 Uhr angeboten.

Zwei Servicedamen sind hier tätig. Eine ist für die Mehlspeisen zuständig, sowohl für den Gassenverkauf als auch für die Gäste im unteren Bereich, und die zweite für die Kaffeezubereitung. Meine Wahl fiel auf einen großen Braunen( € 3,90) und ein Eclair( € 3,60). Bei einem Eclair handelt es sich um ein längliches, glasiertes und gefülltes Gebäck aus Brandteigmasse. Die Füllung variiert meistens zwischen Kaffee, Schokolade oder Oberscreme. Dies sind die gängigsten mir bekannten Varianten. Überzogen mit einer Glasur die auch in verschiedensten Geschmackrichtungen ausgeführt werden kann. Hier war er mit einer Kaffeeglasur überzogen.

Der Kaffee war wie erwartet. Tadelloser starker, kräftiger Kaffee wie er in Wien eigentlich die Regel sein sollte. Serviert in einer optisch sehr schönen Tasse mit dem üblichen Glas Wasser auf einem kleinen Tablett. Zwei Zuckersackerln waren beigelegt. Das Eclair großzügig mit einer sehr guten Oberscreme gefüllt. Diese wenn mich nicht alles täuscht mit einem Schuss Alkohol verfeinert. Der Brandteig schön luftig und auch der Boden nicht hart und daher problemlos mit der Gabel zu zerteilen. Als ich mit dem Eclair fertig war wollte ich die Gunst der Stunde nutzen und begab mich noch einmal vor die Vitrine und hatte die Qual der Wahl was ich noch zu mir nehmen sollte. Eine Torte so viel war klar. Bei dieser Vielzahl (www.heiner.co.at/index.php?id=45) fiel die Auswahl nicht leicht. Der Gusto auf eine Schokoladetorte wurde mit einer Heiner Torte gestillt. Eine Biskuittorte die mit einer Schokoladencreme gefüllt ist. Allerding nicht mit einer der gängigen dunklen Schokoladecremen sondern einer Milchschokoladecreme. Auch hier eine sehr gute, und vor allem frische und daher auch weiche Torte. Der Teig schon luftig. Die Schokocrem nicht zu süß und auch keine Spur von fett. Sehr intensiver Schokogeschmack.


Mein Fazit. Vor allem im oberen Bereich ein schönes Wiener Kaffeehaus welches, auch dank der Lange, im oberen Preisniveau angesiedelt ist. Für die Lage und die Qualität ist der Preis jedoch meines Erachtens noch akzeptierbar. Tadellose Mehlspeisen welche meinen Geschmacksnerv trafen und ich daher durchaus zu einem neuerlichen Besuch bereit bin.

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Kommentare (7)

am 20. November 2014 um 13:50

@Kuchen, Torte: Gibts beim Starbucks. Ganz klassisch....nicht so gut wie Oberlaa oder Landtmann, das geb ich zu - aber besser als so manches was man an "klassischer" Adresse bekommt

@Ambiente: Nein, das Ferstl kann ich nicht ersetzen. Und natürlich ist mein Kaffee zuhause besser als beim Starbucks (und bei den meisten anderen Adressen - es gibt vielleicht 5 Gastrobetriebe im Lande, die Kaffee machen, der mir besser schmeckt als mein eigener: Das Alt Wien, der Eissalon am Lugeck (Zanoni - durchschnittliches Eis, aber exzellenter Kaffee)...).

Nur manchmal bin ich weder zu Hause noch will ich das Ferstl besichtigen: Sondern einfach auf die schnelle einen brauchbaren Cafe und rauchfreier Umgebung konsumieren. Und dafür ist Starbucks super.

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am 20. November 2014 um 13:28

Wiel ich Kaffeehausbesuche mit Kuchen und Torten verbinde und da meine ich aber sicher kein Muffin oder Donut.

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388
56
am 20. November 2014 um 13:27

Ich stehe auch dazu, dass ich den Starbucks Cafe LIEBE!
mein Problem bei Starbucks ist nur, dass ich zu meinem Cafe gerne die ein oder andere Zigarette rauche ;-)

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10
am 20. November 2014 um 13:11

Das ist die typische "ich kenns zwar nicht - aber ich bin mal dagegen" Mentalität...
Ich mag keinen Kaffee in Pappbechern, ich mag keine Selbstbedienung, ich mag keine absurden Begriffe für normale Dinge
Dennoch probierte ich Starbucks aus und lernte ihn zu schätzen: Die Kaffeequalität dort ist - allen Unkenrufen zum Trotz - zwar nicht wie in Italien oder wie in wirklich guten Wiener Lokalen (Alt Wien, Mari....)

ABER

sie ist ungefähr 1000mal besser als das was man in sogenannten "Traditionscafes" zugemutet bekommt. Es gibt _keine_ Verpflichtung süße Schaumvariationen mit Karamelsiruo zu bestellen - vielmehr gibt es normalen Espresso, Espresso macchiato usw. Und diese "normalen" Cafes haben auch völlig normale Preise - ich glaub 2,50 für den Espresso doppio - da sind "Traditionscafes" weit teurer. Und selbstverständlich kann man den Cafe in sauberer Umgebung aus Porzellan konsumieren.
Was spricht nun - abgesehen von Vorurteilen - wirklich gegen Starbucks - und was für die "Traditionscafes"? Die rauchfreie Umgebung ist für mich jedenfalls ein Riesenvorteil - ich verstehe aber, dass Raucher das anders sehen werden. Aber sonst?

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8
am 20. November 2014 um 12:39

Weise Entscheidung! (Ich war auch noch nie bei Starbucks.)

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22
am 20. November 2014 um 12:29

War noch nie und werde nicht zu Starbucks gehen also ist es mir wurscht

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56
am 20. November 2014 um 11:32

"Schön, dass die Wiener ihre Kaffeehauskultur noch schätzen und nicht nur Starbucks bevölkern, obwohl das komplette Kaffeehaus ein Nichtraucherlokal ist."
Meines Wissens verbietet Starbucks das Rauchen.

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Heiner
Kärntner Straße 21
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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6 Bewertungen
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