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Restaurant Kent - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. November 2014
Experte
hbg338
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4Speisen
2Ambiente
4Service
6 Fotos1 Check-In

Das Türkische Lokal Kent im 10te Bezirk liegt nur einige Schritte entfernt von der U1 Station Keplerplatz. Vom Parkpickerl ist dieser Bezirk noch verschont aber die Parkplatzknappheit ist auch hier trotz vieler Kurzparkzonen massiv vorhanden. Vom Kent gibt es noch zwei weitere Lokale im 15ten und 16ten Bezirk.

Unmittelbar nach dem Eingang befindet man sich im Schankraum welcher auch der Nichtraucherbereich ist. Rechter Hand befindet sich der offene Bereich der Küche. Hier sind auch die meisten Produkte in der Kühlung hinter einer Glasscheibe frei einsehbar. Links ist der Schankbereich. Das Ambiente ist in diesem Bereich eher dunkel fast schon düster. Der Raum hat für mich etwas Hallenartiges und es fehlt mir die gemütliche Atmosphäre. Nicht ganz mein Geschmack, aber die Geschmäcker sind ja wie man in diesem Forum immer wieder merkt sehr unterschiedlich. Am Ende dieses Raumes sollte eigentlich eine geschlossene Türe den vorderen Nichtraucherbereich vom hinteren Raucherbereich trennen. Türe ist vorhanden aber diese stand die ganze Zeit offen. Ist für die Kellner halt einfacher. Im Raucherbereich ist auch der Zugang zum Gastgarten. Ich nahm am Ende des Nichtraucherbereichs, nach Rückfrage beim Kellner, Platz.

Unter der Woche am frühen Nachmittag sind nicht sehr viele Gäste hier. Kinder fast keine und der Geräuschpegel war eher angenehm gedämpft. Die Fernseher die an der Wand montiert sind befinden sich im Lautlosbetrieb und da sich keiner in meinem Blickfeld befand kann ich auch nicht sagen was am Programm stand. Der Kellner kam sofort zu meinem Tisch und übergab die schön gebundene Speisekarte und verschwand wieder. Vielleicht ist das eine Österreichische Unsitte gleich nach dem Getränkewunsch zu fragen. Der Kellner kam nach kurzer Zeit mit dem Besteck und einem Korb gefüllt mit Weißbrot. Kein Fladenbrot sondern das klassisches Weißbrot vom Brotlaib geschnitten. Meine Bestellung den großen Apfelsaft gespritzt( € 3,50) in Ermangelung anderer mir schmeckender alkoholfreier Getränke, und zum Essen ein klassisches Döner Kebab( € 9,90) welches entweder mit Reis oder Pommes angeboten wird nahm er gleich auf. Beim Döner Kebab nahm ich die Reis Variante.

Nach extrem kurzer Wartezeit brachte der Kellner zeitgleich mein Getränk und das Essen. Ein mittelgroßer Teller gefüllt mit Fleisch. Etwas unmarinierte Salatblätter und eine Paradeiserscheibe befinden sich am Tellerrand. Die Zitronenspalte musste beim Salat für etwas Säure sorgen. Der Reis befand sich unter Fleisch versteckt. Auf der rechten Tellerhälfte der typische klassische Reis nicht matschig und schön körnig, und auf der linken Seite Bulgur. Was ich erst durch Nachfrage beim sehr aufmerksamen und perfekt deutschsprechenden Kellner erfuhr. Für mich Neuland, optisch und auch geschmacklich aber ein recht geschmackvolles. Im Vergleich zum Reis eher matschig aber trotzdem noch mit etwas Biss. Das wichtigste für mich der immer die Befürchtung bei orientalischen Gerichten hat, alles nicht sonderlich scharf. Das Kalbfleisch perfekt gegrillt und auch genauso gut gewürzt. Nachwürzen für mich nicht nötig.

Da mein Hunger oder eher Gusto noch nicht restlos gestillt war bestellte ich mir noch eine Pide (€ 6,90) mit Käse und Ei. Pide ist eine Art Fladenbrot in der Art einer länglichen Pizza. In den früheren Türkeiurlauben gab es dieses unter der Bezeichnung „Türkische Pizza“ und die war eines meiner bevorzugten Speisen. Der Teig genau nach meinen Geschmack, flaumig, luftig mit der richtigen Salzmenge. Der Rand schön aufgegangen darauf der Käse und ein Ei. Gewürzt nur mit Salz und ohne Oregano. Ein weiteres sehr gutes Geschmackserlebnis.

Mein Fazit: Sehr gutes Essen bei aufmerksamer, kompetenter und freundliche Bedienung. Das Ambiente ist nicht ganz mein Geschmack jedoch für einen flotten kulinarischen Genuss durchaus zu empfehlen. Gute Erreichbarkeit dank U-Bahnnähe.

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Kommentare (4)

am 14. November 2014 um 13:42

Je näher man zu Anatolien kommt, desto deftiger und schärfer wird es. Gerne wird in dieser Gegend, insbesondere am Land, auch mit scharfen Gewürzen der extreme Hammelgeschmack "neutralisiert".

Ich kenne von Izmir über Alanya, Antalya, Mamaris, Side bis Nordzypern die türkische Küche und habe überall festgestellt, dass "abgeschwächt" für Touristen gekocht wurde. Wer einmal aber in einer türkischen Familie deftig mitessen darf, dem wird "Pul Biber" auf immer und ewig in Erinnerung bleiben ;-)

Auch die eigentlich sehr harmlos aussehenden Paprikaschoten (grün) habe ich sehr gut und scharf in Erinnerung - also die können schon auch recht scharf kochen aus meiner Sicht, Bertl.
Gerry

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am 13. November 2014 um 09:05

Mein Glück Bertl.

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am 13. November 2014 um 08:39

Türkische und persische Küche sind nicht scharf, darauf kann man sich ziemlich verlassen.

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am 12. November 2014 um 17:53

HBG = HGL!
Gerry

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Restaurant Kent
Gudrunstraße 120
1100 Wien
Speisen
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Service
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