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Da Pina - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. November 2014
Experte
bluesky73
258
31
29
2Speisen
3Ambiente
3Service
7 Fotos1 Check-In
Gelistet in: Pizza in Graz

Ein verregneter Einkaufssamstag verlangt nach einer schnellen Pause zu Mittag, wir sind in der Nähe vom Jakominiplatz und beschließen der Pizzeria Da Pina einen Besuch abzustatten.

Die Lage ist optimal um öffentlich oder zu Fuß anzureisen, Parkmöglichkeiten sind in der Nähe eher Mangelware. Das Lokal sieht von außen nicht sehr einladend aus, ich bilde mir aber ein, dass im Sommer einige Tische vor dem Lokal aufgestellt werden, die das triste Bild ein wenig aufbessern.

Der Erdgeschoßbereich der Pizzeria, in dem sich auch der Pizzaofen befindet ist den Rauchern vorbehalten. Der gut beschilderte Nichtraucherbereich im oberen Stockwerk ist eher nach unserem Geschmack, unbegrüßt und wohl auch unbemerkt nehmen wir die Treppe nach oben. Am Ende angekommen finden wir uns in einer Art Vorraum, von dem aus auch die Toiletten erreichbar sind. Wir suchen uns einen Tisch, der wohl erst gerade gewischt wurde – das zu viel an Feuchtigkeit lässt dies zumindest vermuten.

Diese Ebene erscheint wesentlich größer, als jene im Erdgeschoß, mehrere Bereiche sind mittels Glaswänden voneinander abgetrennt. In der Mitte findet sich eine kleinere Bar, an der die Getränke vorbereitet werden, die Speisen kommen vermutlich mit einem Aufzug aus dem Erdgeschoß.
Zwei junge Damen übernehmen das Service für das Stockwerk, eine davon begrüßt uns freundlich mit leichtem kärntnerischem Einschlag und bringt uns die Karte. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf den Pizzen, aber es gibt auch überraschend viele Salate, verschiedenste Pasta- und Fleischgerichte.

Die Auswahl ist schnell getroffen, genauso schnell wird ein kleiner Radler und ein kleines Peroni serviert, das Besteck kommt mittels extra Teller auf den Tisch.
Das Publikum ist bunt gemischt. Vom Busfahrer, der gerade seine Mittagspause macht über Schüler/Studenten bis hin zu Touristen ist ziemlich alles vertreten. Das Ambiente empfinden wir als angenehm, das dunkle Holz(furnier) wirkt gepflegt und unauffällig zeitlos, die Plastik-Orchideen sind Geschmackssache.
Trotz vieler Gäste kommt die Bestellung wirklich rasch - wir warten keine zehn Minuten, bis unsere Gerichte serviert werden.

Pizza Rucola (Prosciutto, Rucola, Mozzarella, Tomaten, Oregano; Euro 9,30). Der erste optische Eindruck ist relativ positiv, die Pizza hat eine angenehme Größe und der Rucola wirkt frisch. Die erste Kostprobe trübt das Bild leider ein wenig. Der Boden ist sehr weich und wird zur Mitte hin fast schon patzig. Da wäre es mir lieber gewesen, wir hätten noch ein wenig warten müssen und die Pizza hätte dafür ausreichend Zeit im Ofen verbracht. Der verwendete Prosciutto ist etwas zu dick geschnitten und irgendwie meine ich beim Teig einen leicht süßlichen Geschmack festzustellen. Alles in allem ist der Teigfladen sehr sättigend, ich gebe bereitwillig zwei Stück an Fr. bluesky ab.

Meine charmante Begleitung ordert eine kleine Pizza „Da Pina Picante“ mit Salami, Artischocken, Pfefferoni, Tabasco, Tomaten, Käse und Oregano (Euro 7,80 und damit einen Euro günstiger als die Standardgröße). Die Pizza erscheint etwas dicker als die Rucola, vermutlich wurde die übliche Teigmenge verwendet und einfach kleiner ausgezogen. Sie ist etwas krosser als die Rucola, geschmacklich besser, durch den Tabasco und die Salami leicht pikant.

Abserviert wird mit der üblichen Nachfrage. Nach einer Nachspeise ist uns zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, also bitten wir um die Rechnung, die knapp über 22 Euro zeigt.

Zum Fazit: Hervorzuheben ist die zentrale Lage am Jakominiplatz. Das Ambiente ist zeitlos unauffällig, aber angenehm gestaltet. Das Service im NR Bereich wird durch zwei junge Damen erledigt, die generell die grundlegenden Erwartungen erfüllen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Die von uns gegessenen Pizzen waren mir persönlich zu weich und strukturlos. Geschmacklich waren sie ok, der Teig irgendwie leicht süßlich. Für die schnelle Pizza zwischendurch ist das Da Pina eine Option, wir kennen aber (nicht wenige) Mitbewerber, an die wir uns künftig eher halten werden.

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Kommentare (10)

am 17. November 2014 um 12:39

Helmuth: ich glaub, ich hab alles erklärt, was Basilikum vs. Oregano betrifft. Lies nochmal meinen Kommentar.
Kasnudeln macht man auch mit Minze und Kerbel.
Wenn dann jemand sparen will und gefriergetrocknete Petersilie verwenden will, dann soll das so sein.
Ist mir aber den "Sparpreis" und den weniger typischen Geschmack nicht wert.
Gulasch geht ohne Paprika auch nicht. Mag dem einen oder anderen schmecken, aber wer ein echtes Gulasch will, dann wohl auch wegen dem Paprika, sonst it's halt ein Ragout oder was auch immer.
Ebenso müßig die Diskussion über Brunello di Montalcino.
Der Ami zahlt 200 Euro für einen Brunello, aber dann stört ihn die Charakteristik von Sangiovese - also kauft er ein Weingut und mischt unerlaubterweise Cabernet sauvignon hinzu.
Also - will ich Pizza Margherita, dann esse ich die mit den Farben der italienischen Flagge (das ist ja auch kein Zufall!)
rosso il pomodoro
bianca la mozzarella
verde il basilico
Will ich das nicht, dann bestelle ich halt Pizza mit Tomaten, Pizzakäse und Oregano. Ist aber keine Margherita. Capito?

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315
75
am 14. November 2014 um 14:59

Ribeye:
1.) in Napoli herrscht nur die Basilikum-Camorra. Die Oregano-Cosanostra dürfte eher vom Balkan stammen.... ;-)
2.) Basilikum und Oregano unterscheiden sich nicht nur durch das Aroma, sondern vor allem mal - für den Koch - durch die Haltbarkeit und Verfügbarkeit.

Will heißen: Basilikum MUSS frisch sein. Das ist immer teurer als Oregano, der auch getrocknet sein kann.
Ist also eine Frage der Bequemlichkeit und des Preises, denn das Argument "riecht und schmeckt ja auch irgendwie mediterran" genügt eben so manchem Koch und so manchem Gast.

Mag so sein, aber ich möchte zumindest wissen, ob ich eine Oregano-Cosanostra-croata-Pizza oder eine Basilico-fresco-Camorra-Pizza bekomme ;-)

Aber eines werde ich nicht so schnell vergessen - die eine Pizza, voller Trockenoregano- ich will grad abbeißen, in dem Moment inhaliere ich ein paar Oreganostäubchen und schon möchte mir ein ganzes Lokal helfend auf die Schulter klopfen *hust* *spotz* *wurgs*

Ganz klar: für mich gibt's nur Basilico oder niente!

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315
75
am 13. November 2014 um 08:26

Ribey, das stimmt so nicht ganz: Diverse "pizza bianca" Varianten sind in Neapel jedenfalls erhältlich - und einige wenige Opional-Auflagen (Salsicca, Provolone u.w.m.) absolut nicht unüblich. Diese dienen aber eben als Geschmacksbringer - nicht als "Sättigungsauflage" - und genau das ist für mich der große Unterschied zwischen "authentischer Pizza" und dem "Wiener Germfladen": Variante 1 ist ein fast schon leichtes Essen, man könnte gar sagen: ein Snack, nach dem man arbeitsfähig bleibt und der auch nicht den Kalorienbedarf eines Bierkutschers für drei Tage deckt. Variante 2 ist "viel". Punkt. Man ist danach satt, matt und überfressen. Ich mag das halt nicht - aber es stimmt schon - in DE und AT kommt das gut an, weshalb sich ja (siehe Osteria Debatte) diverse Piefke-Ketten und local heroes darum fighten, wer den größten Fladen ums wenigste Geld anbietet...

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am 13. November 2014 um 08:15

Helmuth - Dein Geschreibe ist ein bisserl wirr: Eine Pizzeria ist per definition ein Lokal, das italienische Speisen einfacherer Natur - mit Schwerpunkt auf Pizza - anbietet. Und genau das darf der Gast somit erwarten - unabhängig davon, ob die Pizza ein Italiener, ein Österreicher oder einer aus Senegal betreibt!

Pizzen mit Knoblauchrand, frittierten Gummibärli, Oregano, Obst, Langos, Knoblauchrand, Sauerkraut und was weiß ich was noch alles entsprechen nicht dem, was ich als Gast erwarte!

Natürlich spricht nichts dagegen, das alles anzubieten: Der kluge Wirt wird sich ja bei seinem Angebot nach dem richten, was Umsatz bringt. Aber es wäre nett, das entsprechend optional zu gestalten oder zumindest in der Speisekarte zu erwähnen: Dann sehen Leute wie ich schon bei der beim Eingang hängenden Speisekarte "uijeh, das ist nichts für mich" - und Leute die "nichtitalienische Pizza" mögen fühlen sich gut aufgehoben!

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54
8
am 13. November 2014 um 06:59

Helmuth 12.11.2014 22:20

Von meinem vielzitierten Knoblauchrand steht nichts.

„man schneidet eine Knoblauchzehe, von der man die äußere Haut abgezogen hat, in dünne Scheiben und legt diese auf die Tomaten“

Mit der Auflage als solches habe ich kein Problem. Ich liebe Knoblauch nur nicht auf der Pizza und da muss ich ihn mir ja nicht bestellen. Nur beim Knoblauchrand wirst du oft wenn man nicht daran denkt und ihn dezidiert abbestellt zwangsbeglückt.

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388
56
am 12. November 2014 um 16:06

Oregano/knoblauchrand, ja wenn man das so mag (kann ich zwar nicht nachvollziehen) kann man sich das ja so bestellen, aber wenn es standardisiert so auf der Pizza landet ist das ein absolutes no-go!

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6
3
am 12. November 2014 um 15:21

Das ist auch gut so Stephan, mir geht es übrigens genau so.

Ich denke mir nur, dass Geschmäcker auch unterschiedlich sein können, dass manche oder vielleicht sogar viele z.B. Oregano auf ihrer Pizza möchten.

Ich persönlich mag z.B. gerne Knoblauch am Pizzarand. Und ob das jetzt so gehört und ob der Herr Pizzaiolo in Neapel oder sonst wo, das nun gut findet oder auch nicht, ist mir sowas von wurscht...

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107
33
am 12. November 2014 um 14:57

Ertappt, hautschi: Ich gehöre tatsächlich zu jenen Zeitgenossen, die für ihr sauer verdientes Geld eine adäquate Leistung erwarten... ;-)

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54
8
am 12. November 2014 um 14:28

Ist es nicht das TK-Gemüse, dann ist es der Oregano auf der Pizza, im schlimmsten Fall könnte man sich dann noch über die bösen Qualmer im Raucherbereich beschweren.......

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107
33
am 12. November 2014 um 08:16

Oregano auf der Pizza....sagt eh schon alles ;-)

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54
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Da Pina
Jakominiplatz 19
8010 Graz
Steiermark
Speisen
Ambiente
Service
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30
30
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Da Pina - Karte
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