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PALATSCHINKENPFANDL - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. November 2014
Experte
hbg338
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3Speisen
3Ambiente
2Service
7 Fotos1 Check-In

Da ich in einer Illustrierten einen recht klischeehaften Bericht über die typische Wiener Küche gelesen hatte und hier auch unteranderem der Wiener Kaiserschmarren ausführlich beschrieben wurde fiel mir auf das ich noch nie einen gegessen hatte. Auf unzähligen Speisenkarten als Nachspeise schon gelesen, jedoch für eine erwartungsmäßig größere Nachspeise immer zu satt gewesen. Von meiner Mutter kannte ich nur den Semmelschmarren mit Kompott. Aber Kaiserschmarren ist an mir vorbeigegangen. Genauso wie die Salzburger Nockerl, die ich auch erst vor ein paar Monaten gekostet habe. Dank Wikipedia über den Kaiserschmarren schlau gemacht, und zu dem Entschluss gekommen das könnte mir schmecken.

Das erste Lokal welches mir in den Sinn kam wo ich den Kaiserschmarren ohne extra Anreise bekomme ist am Heimweg von der Arbeit im Lokal der Heindl Brüder. Dieser gibt es drei in Wien und ich entschied mich für das „Paltschinkenpfandl“ in der Grashofgasse. Gelegen zwischen der U-Bahnstation Stephansplatz und Schwedenplatz. Der Gastgarten vor dem Lokal hat ist zwar geöffnet aber bei den doch schon kühleren Temperaturen verwaist. Auch für mich keine Option also hinein in das Lokal. Auf der Eingangstüre weist ein Schild daraufhin das hier ein Nichtraucherlokal ist. Also braucht man nicht lange überlegen wo man Platz nimmt. Der vordere Lokalbereich in welchen sich die Schank befindet ist sowie das ganze Lokal eher Rustikal gestaltet. Rundbögen, Ziegelboden, Holzmobiliar. Es gibt noch ein zwei zusätzliche Extrazimmer. Diese sind ähnlich gestaltet wobei eines mit einem Kamin ausgestattet ist, und dieser auch gleich der Namensgeber des Raumes ist.

Ich nahm an einem Tisch im Schankraum Platz. Eine Speisekarte mit den verschiedensten Schmarren Varianten und eine Saisonkarte mit diversen Gansl und Wildpalatschinken lag am Tisch. Für mich keine Verlockung den für mich müssen Palatschinken süß sein, und außerdem hatte ich meine Speisenwahl schon vor dem Lokalbesuch getätigt. Einzig die Getränkeauswahl war noch offen, doch dafür brauchte ich die Hauptspeisekarte. Diese an meinen Tisch zu bringen dauerte schon ungewöhnlich lange. Kurz bevor ich meine Kaiserschmarrenmision abbrechen wollte kam doch eine Servicedame und übergab mir diese. Das Getränkeangebot reicht von Kaffee, Tee, Cola, Almdudler, Fruchtsäfte, Bier, Wein und Milchshakes. Meine Getränkewahl fiel auf einen Erdbeershake (€ 3,00). Sehr intensiv im Geschmack und in der Konsistenz eher dickflüssig. Dadurch war der Strohhalm rasch beiseitegelegt. Den Kaiserschmarren bestellte ich in der kleinen Ausführung ohne Rosinen und klassisch mit Zwetschkenröster (€ 9,00). Die Beilagen Auswahl ist variabel wählbar.

Beim Essen war die Wartezeit im normalen Zeitrahmen. Serviert wurde der Schmarren in einer langstieligen Gusspfanne die wegen der Hitze auf einen Teller stand. Bestreut mit reichlich Staubzucker. Mengenmäßig für einen Erstversuch in der idealen Portionsgröße. Der Zwetschenröster in einer Extraschale. Besteck wurde aus dem am Tisch stehenden Behältnis entnommen. Der erste Eindruck war sehr flaumige Konsistenz. Außen leicht gebräunt von der Hitze der Bratpfanne. Auf jeden Fall nicht so fest wie der Semmelschmarren. Die Ähnlichkeit des Teiges mit dem der Palatschinken war für mich auch nicht unbedingt gegeben. Wahrscheinlich liegt es doch am Eischnee. Zu meiner Freude war es trotz des Zuckers nicht zu süß. Der Zwetschkenröster, auch hier eine Premiere für mich, war wie erwartet sehr eingedickt, was aber den Unterschied zum Powidl oder auch Marmelade ausmacht. Geschmacklich aber sehr gut, und sehr natürlich im Geschmack. Auch dieser nicht zu süß. Vom Hocker hat mich das Gericht jedoch nicht gehaut und einen weiteren Kaiserschmarren werde ich nicht so schnell essen. Ist aber nicht als Kritik an dem Lokal oder am Koch zu sehen sondern der Kaiserschmarren ist geschmackstechnisch nicht unbedingt meins.

Zusammenfassend ist das Lokal schön gestaltet mit sehr großer Speisenvielfalt. Es werden auch Suppen oder diverse Salatvarianten abseits von Palatschinken- oder Schmarren angeboten. Preislich nicht ganz günstig was aber wahrscheinlich mit der Lage des Lokals zusammenhängt. Das Service eher schwach. Wiederholungsfaktor ist für mich eher nicht vorhanden.

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Kommentare (9)

am 9. November 2014 um 08:30

Zum Schilling - Umrechnen bzw. zur Preisentwicklung insgesamt: Es ist mir aufgefallen, dass die Preise für Essen in Lokalen schon um einiges stärker gestiegen sind als die für die meisten anderen Dinge. Und, schließlich isst man öfter, als dass man sich Gewand, ein Handy, eine Kamera oder gar einen Laptop kauft. :-)

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92
38
am 8. November 2014 um 18:04

Stephan: Sorry habe erst jetzt auf der Homepage gelesen dass sie das Lokal am Naschmarkt verkauft haben, und dass das Lokal in der Köllnerhofgasse und in der Grashofgasse eine gemeinsame Küche haben. Also ist es bis auf das unterschiedliche Ambiente egal wo man hin geht. Ich sowieso nicht mehr, weder in das eine noch in das andere. (näher Info: Link) Betreffend Stasta, den will ich sowieso einmal besuchen.

Helmuth: Pikante Palatschinken habe ich ja geschrieben(diversen Gansl und Wildpalatschinken). Die gibt es in beiden Lokalen

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388
56
am 8. November 2014 um 13:14

an die Schilling - Umrechner: Was habt ihr denn zur Schilling Zeit verdient? Wurde _das_ damals eingefroren? Nicht, oder - warum solltens dann die Preise sein???

hbg: Welches sind denn die anderen beiden Lokale der selben Betreiber? Wusste gar nicht, dass die mehrere haben

Zum Preis: Die 9,-- können schon gerechtfertigt sein für einen guten Kaiserschmarren - und die "kleine" Portion relativiert sich durch die Fotos. Auf der Adler Lounge am Berg in Kals zahl ich regelmäßig mehr für eine sicher nicht größere Portion - und sie ist jeden cent wert. Hier scheint es sich aber um lieblos aufgewärmte, dich eingezuckerte Convenience-Ware zu handeln (was sehr verwundert bei einem Lokal, das doch auf Palatschinken spezialisiert zu sein vorgibt) --> und da ist eigentlich eh wurscht was sie kostet, sie ist keinen wie immer gestalteten Preis wert!

Bei Betrachtung der Homepage (ich kenn das Lokal zwar - aber es ist 100 Jahre her dass ich dort war; da wars mehr eine Art "Milchbar" und fr uns Jugendliche eine der wenigen Adressen, wo wir uns "essen gehen" leisten konnten. Es war damals deutlich billiger als ein Wirtshaus - das scheint sich ja deutlich geändert zu haben) entsteht in mir der Eindruck, dass es sich hier um eine mittelprächtige Touri-Abzock-Bude handelt - und offenbar bestätigt die gebotene Qualität diesen Eindruck.

hbg muss man daher Empfehlen, das Thema Kaiserschmarren nicht abzuhaken (er tät was versäumen...), sondern an besserer Adresse nachzuholen. Allerdings nicht in Landtmann/Mozart/wie die Lokale dieser Ketten alle heissen - das wäre von einer Touri-Falle in die nächste tappen. Sondern auf höchstem Niveau beim Meixner am Reumannplatz, beim Stasta in Liesing oder in einem der vielen anderen altehrwürdigen Wiener Restaurants. Oder in einem gstandenen "Wirtshaus" wie dem Kopp (und vielen, vielen anderen), wo die (dieses Klischee sei erlaubt) die Böhmische Köchin den nebenbei aus dem Ärmel schüttelt!

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54
8
am 8. November 2014 um 11:56

9 Euro für eine "Nachspeise" in einem (für mich) durchschnittlichen Lokal ist zu teuer!

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152
83
am 8. November 2014 um 11:18

Ich gehe immer vom Materialaufwand aus, und der ist bei diesem Gericht wirklich minimal.

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63
50
am 8. November 2014 um 11:05

hbg: Ich bin auch noch immer ein Umrechner und ATS 123,80 ist schlichtweg für eine kleine Portion nicht gerechtfertigt.

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107
33
am 8. November 2014 um 10:15

Ist ja auch wirklich teuer!!!

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63
50
am 8. November 2014 um 06:29

hautschi:Das kannst du laut sagen. Wollte es nicht erwähnen sonst heißt es ich bin knausrig. In Schilling, was ich leider manchmal noch tue, darfst das schon gar nicht umrechnen. Taugt mir das du es auch teuer findest.

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388
56
am 7. November 2014 um 22:57

9,-- für einen kleinen Kaiserschmarrn ist auch nicht gerade schüchtern

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107
33
PALATSCHINKENPFANDL
Grashofgasse 4
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
34
28
29
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