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Pizzeria Grado - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. November 2014
Update am 28. August 2015
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3Speisen
3Ambiente
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Die Pizzeria Grado liegt im sogenannten Botschaftsviertel des 3. Bezirkes. Die U4 Station Stadtpark ist wenige Gehminuten entfernt. Das Lokal begleitet mich schon seit etwa 3o Jahren. Als es in Transdanubien pizzatechnisch nur den Pizzakeller gab und der oft keinen freien Tisch mehr zur Verfügung hatte sind wir oft hierher auf eine Pizza gefahren. Damals war ein Parkplatz noch kein Problem, geschweige denn das Parkpickerl. Also Zeit für einen Besuch nach vielen Jahren.

Das Lokal besteht eigentlich nur aus einem Raum und ist ein Nichtraucherlokal. Links vom Eingang befindet sich die offene Küche mit dem Holzofen für die Pizza. Tische stehen am Lokalrand vor den vielen Fenstern, einige im Raum verteilt und ein paar an der Lokalwand. Gestaltet alle in hellem freundlichen Farben. Der übliche Kitsch wie in manchen italienischen Lokalen ist zum Glück nicht vorhanden. Unmittelbar nach dem Platz nehmen wird die Speisekarte gebracht. Es wird mir kurze Zeit gegeben die nicht sehr große Auswahl an antialkoholischen Getränken zu überfliegen, und in Ermangelung eines Naturtrüben Apfelsaft oder Holundersaft wird es wieder der klassische große Apfelsaft gespritzt um € 3,60. Die Pizzen Auswahl deckt eigentlich alle Wünsche und Gusto ab. Sollte es andere Wünsche geben werden diese auch gegen Aufpreis für die gewünschte Auflage erfüllt. Meine Wahl fiel auf eine „Alla Toscana“ belegt mit Schinken, Champignons und als Extraauflage Mais und ein Spiegelei. Dies belief sich auf doch recht stolze € 10,90. Die Frage nach Knoblauch wurde nicht gestellt. Hoffentlich gibt es den nicht automatisch darauf.
Eine Ungewöhnlichkeit fiel mir beim Blick zum Pizzaofen auf. Hier bäckt eine Dame die Pizzen. Habe ich ehrlich gesagt bis jetzt noch nie gesehen, ungewohnt aber da es ja viele Köchinnen gibt, und noch dazu auch sehr gute, also warum sollte eine Frau nicht auch Pizza backen können.

Nach einer, trotz der vielen Gäste kurzen Wartezeit war meine Pizza am Tisch. Von der Größe eher enttäuschend. Noch dazu bei bei dem doch höheren Preis. Sicher kleiner als die gängigen Pizzen in den verschiedensten Lokalen. Da spreche ich aber nicht von den Riesenpizzen, welche ich sowieso nicht brauche, die im L'Osteria serviert werden.

Meine Pizza sehr heiß, der Rand wie ich es erwartet und auch erhofft habe leicht aufgegangen und schön flaumig. Das wichtigste, er war Knoblauchfrei. Der Boden dünn wie man es erwartet und der typische Holzofengeschmack. Sehr gut der auf der Pizza verteilte Mais, und dazu die, vor allem frischen und nicht eingelegten Champignons. Das Spiegelei welches in eine Form gegeben wurde damit es auf der Pizza nicht zerläuft im Kern noch flüssig wie ich es liebe. Nicht zu Tode gebraten. Oregano darüber, damit war ein Nachwürzen mit dem bereitgestellten Salz und Pfeffer nicht nötig. Für mich eine Pizza die sich geschmacklich unter den ersten fünf meiner bis jetzt bewerteten Pizzen einreiht. Nicht ganz glücklich bin ich mit dem Preis/Größe Verhältnis. Sie reichte absolut um satt zu sein, und wenn sie zwischen € 8,00 - € 9,00 gekostet hätte wäre es von mir ohne mit der Wimper zu zucken akzeptiert worden da der Geschmack ja recht gut war.

Mein Fazit. Ein nettes Lokal mit eher unauffälligen Service. Die Pizza war sehr gut jedoch für die Größe zu teuer. Geschmacklich ist das Lokal durchaus einen Besuch wert, wenn man über den Preis hinwegsieht.

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Kommentare (21)

am 19. Jänner 2015 um 09:53

Lieber Stephan S., mir ist sehr wohl bewusst, dass diese Gewürze auch in der italienischen Küche verwendet werden. Dennoch gibt es zwar die Original Margarita, auf welche kein Orgegano kommt, aber im Süden Italiens kommt sehr wohl Oregano auf die Pizza, genauso wie bei einer mir bekannten Itelienerin, die nicht in Kroatien kochen gelernt hat.

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am 19. Jänner 2015 um 08:08

Das braucht Dir nicht leid tun, liebe Kampfkatze - und dem wird auch niemand widersprechen. Übrigens zählen - neben Oregano - auch Salbei, Rosmarin und Thymian zu den typisch italienischen Kräutern - trotzdem gehört nichts davon auf eine Pizza...

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am 19. Jänner 2015 um 00:32

Also es tut mir sehr leid, aber ich kenne Oregano als italienisches Gewürz... Lieber Stephan S.

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am 7. November 2014 um 17:52

solche Diskussionen erinnern mich immer an die Pizzeria trinacria, in den 90ern meine lieblingspizzeria und damals imo wohl beste Pizza in wien.
da hatten wir einmal einen "unerfahrenen" gast mit, der nach durchsicht der karte sich traute den Chef zu fragen ob es denn keine quattro formaggi bei ihm gibt.
ein lauter schrei: "waaas, das ise keine Pizza" folgten, der capo drehte sich laut schnauffend um und man konnte nur noch ein paar Wortfetzen hören (asino, vai a cagare, etc)

ach wie ich diese Pizzeria vermisse.... :-( ;-(

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am 7. November 2014 um 11:02

StephanS: d'accordo - ma chi cavolo è Piazzola? ;-)

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am 7. November 2014 um 10:16

Weil Pizza auch wirklich jedem Fremdfoodverweigerer bekannt ist und schmeckt (Das meine ich jetzt nicht als Seitenhieb. Soll doch jeder das essen was er oder sie will!). Warum machen denn fast alle Asiaten hier Sushi? Weil eine grosse Mehrheit der Leute das kennt und verlangt!

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am 7. November 2014 um 09:12

Warum Orientalen Pizza machen (und nicht Pide und Lahmacun), verstehe ich auch nicht.

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am 7. November 2014 um 08:43

nun - es haben sich ja schon kundigere Leute als ich Gedanken über dieses Thema gemacht und für "ihre" authentische Pizza die Auszeichnung "vera pizza napoletana" geschaffen. Link
Wenn deren Logo an der Türe klebt, kann man - so meine Erfahrungen - eigentlich immer von sehr, sehr ordentlicher und authentischer Pizza ausgehen.
In Wien zählt noch die Pizza Riva zu den Top-Adressen, die hab ich unten vergessen

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am 7. November 2014 um 08:33

Stephan genau das wollte ich. Ein paar Vorschläge von Lokalen die deiner Meinung empfehlenswert sind. Nicht mehr und nicht weniger. Danke.

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am 7. November 2014 um 08:26

Eine "richtige" Pizzeria muss mitnichten unbedingt von Italienern betrieben werden (ich finde zB die Mari bzw. die Disco Volante großartig und sehr, sehr authentisch - Chefin ist eine Österreicherin - die sich allerdings die Piazzola aus Italien geholt hat) - das Pizzabacken sollte aber in Italien erlernt worden sein.
Die Pizzeria Grado wird lt. Homepage seit 1987 (in Euren "Kindheitserinnerungen" mag sie also authentisch gewesen sein) von einem Kroaten betrieben - wo der gelernt hat weiß ich nicht, aber die Verwendung von Oregano als Pizzagewürz schließt Italien wohl aus).
Neben den genannten "österreichischen" Pizzerien find ich auch die altehrwürdige Il Mare sehr authentisch und großartig - auch für Kindheitserinnerungen: Sie ist ebenfalls eine der ersten in Wien gewesen und wird aber nach wie vor vom Firmengründer betrieben.

Ein weiterer Hinweis für die "Echtheit" sind natürlich die Zutaten, die verwendet werden: Eine "echte" Pizzeria wird "echten" Mozzarella usw. verwenden (und - nur falls ichs noch nie erwähnt habe - niemals Oregano...) - eine Pizzabude nicht näher beschriebenen "Käse" (oder Analogkäse oder "Pizzakäsemischung" oder ähnliche Grauslichkeiten). Und eine "echte" Pizzaria (ich verlange ja gar nicht eine minimalistische Speisekarte die sich auf die Grund-Pizzabeläge beschränkt wie in der Pizza Mari - auch wenns schön wär...) wird keine Zutaten wie Dosenananas (wer nach sieht: die Il Mare hat die als Kuriosum drauf - die entsprechende Pizza heisst dort bezeichnender Weise ""Turistica"...), Eier, Grammelschmalz, Geselchtes, Gummibärli,....auf die Pizza legen - das sträubt sich der Stolz eines Piazzolas dagegen!

Um zur Grado zurückzukommen: Wer die Margherita mit "Tomaten, Käse(sic)" auf die Speisekarte schreibt und dann separat eine sogenannte "Mozza" mit "Tomaten, Mazzarella und frischem Basilikum" anbietet weiß ganz offensichtlich weniger als jeder durchschnittliche Italientourist: nämlich was auf einer ordentlichen Margherita draufzusein hat.

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am 7. November 2014 um 08:06

Jö, auch ich hatte dort vor etwa 30 Jahren meine erste Pizza und meine ersten Spaghetti! Meine Mutter war damals dort Kellnerin und ich durfte sie manchmal nach dem KiGa/VS besuchen! hbg338, vielleicht habt ihr euch ja mal getroffen? ;-)

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am 7. November 2014 um 07:00

Dann kläre uns auf was deiner Meinung eine „richtige" Pizzeria ist.

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am 7. November 2014 um 06:44

@Helmuth: Eine "richtige" Pizzeria verzichtet auf Abartigkeiten wie Frittieren der Pizza, Käseränder, Würstel mit Pommes als Pizzabelag, Knoblauch und Oregano als Pizzagewürz.
Jeder kann essen was er will und was ihm schmeckt - das steht außer Frage - aber Wer Sushi mit Schnittlauch, Wiener Schnitzel mit Staubzucker oder eben Pizza mit Oregano würzt darf sich dann halt nicht wundern, dass das Erstaunen hervorruft ;-)

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am 7. November 2014 um 06:05

Gott sei Dank sind Gusto und Geschmäcker unterschiedlich.

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am 7. November 2014 um 00:55

Gerry gefühlte 1000 Jahre!

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am 6. November 2014 um 23:26

@magic: kann maximal 10 Jahre her sein ;-)

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47
am 6. November 2014 um 20:23

meines Lebens

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am 6. November 2014 um 20:22

HIER hab ich die erste Pizza meines gegessen; ist ganz lange her.

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50
am 6. November 2014 um 20:17

über das Spiegelei auf der Pizza könnte man - schwer - noch hinwegsehen, aber wenn Oregano-bestreuung zu den Top 5 Pizaaerlebnissen zählt, dann kann man nur einen Tipp geben: Geh mal in eine richtige Pizzeria!

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am 6. November 2014 um 18:14

Mit der Contessa hast du recht aber die war uns zu weit vom Schuss. Von der Beatrixgasse war es ja nicht mehr weit in die Kruger- oder Johannesgasse(Jack Daniels, Extrablatt, Queen Ann usw.)

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am 6. November 2014 um 17:58

Weil du schreibst pizzatechnisch nix los in Transdanubien, wir waren in den 80igern sehr oft in der da contessa auf der Brünner Straße, hab die eigentlich recht gut in Erinnerung? War aber ewig nicht mehr dorf. Ansonst HGL what else :-)

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Pizzeria Grado
Beatrixgasse 24
1030 Wien
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