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Zum Renner - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. Oktober 2014
Experte
Stammersdorfer
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4Speisen
3Ambiente
3Service
28 Fotos13 Check-Ins

Am Nußdorfer Platz 4 im 19enten Hieb, ist der Gasthof ZUM RENNER und das schon seit einer Ewigkeit, nämlich 1899. (das ist im übrigen auch das Jahr wo RAPID das Licht der Welt erblickte)

Um 10h heute Vormittag reserviert und das war gut so, denn im Nichtraucher sind gerade noch zwei Plätze frei, wie mir die sehr nette, männliche Stimme am Telefon mitteilte.

"Anreisen" kann man mit dem D Wagen (Bim) der hält fast vor der Tür, oder der Schnellbahn bis Nußdorf, auch mit dem Auto, aber die Parkplatzsituation ist eher schwierig.

Hinein mit Schwung, einige wenige verwegene sitzen im Gastgarten, wir gehen instinktiv ins Winzerstüberl und da steht auch schon des Stammersdorfers Reservierungsschild.

Ein große Raum mit viel Holz, Sessel, Bänke, Tische, Garderobe, selbst die Pendeluhr, es hängen Töpfe an den Wänden, mehr oder weniger geschmackvoll Geweihe von verschiedenen Wildtieren, eine sehr markanter grüner Kachelofen mitten drin, Bilder ja auch und es hängen sonst noch so einige mehr oder weniger geschmackvolle Dinge herum. Die Zeit scheint so in den früher 80igern stehen geblieben. Die Menagen auf den Tischen, natürlich auch aus Holz.

Das Personal allesamt trächtig ä trachtig gekleidet, wie viele, keine Ahnung, einige freundlich, manche weniger, recht aufmerksam, es wird nachgefragt. Alles geht hier sehr flott, wie auch die sehr regen Besucherströme, ein ständiges kommen und gehen. Der für uns zuständige, machte servicetechnisch den besten Eindruck von allen.

(M)eine liebe Freundin bestellt ein Pago Marille auf einen Halben mit Leitung, ich einen großen naturtrüben Apfelsaft, weil wir trinken ja in der Mittagspause keinen Alkohol :-)) auf 0,50 aufgspritzt, hat intensiv nach Apfel geschmeckt, sehr gut.

Wir nehmen gemeinsam EINE Leberknödelsuppe und wir taten gut daran, es kommt eine recht großes Schale/Schüssel mit einem überdimensionalen Knödel, das mit ziemlicher Sicherheit selbst gemachtem war, daher. Die Suppe schmeckt recht intensiv nach Rind, der Knödel, eher härter, so wie ich ihn mag, deutlicher Leber Geschmack und es finden sich noch einige Karottenstücke, herrlich!

Die beiden Hauptspeisen, mein visavis nimmt die gebratenen Hirschkalbmedaillons (2) mit Steinpilzen und Thymiannudeln und nachdem sie etwas über der Hälfte w.o. gab, durfte ich die Reste verwerten. Das Fleisch sehr weich und zart, medium würde ich sagen, gefragt wurde sie nicht wie sie es haben will, es kam so, glaube ich. Die Nudeln fad und für meine Begriffe fast zu hart, der Saft guter Durchschnitt, aber eher wenig und die Schwammerln waren schon zusammengegessen. Sie war übrigens auch zufrieden mit dem gebotenen.

Ich entschied mich für was eher Seltenes und zwar den gebackenen Karpfenmilchner mit Mayonnaisesalat, den habe ich zuvor nur im Uferhaus in Orth an der Donau auf der Karte gesehen, bzw. gegessen.
Wikipedia sagt, als Milchner bezeichnet man einen männlichen, geschlechtsreifen Fisch. Der Name bezieht sich auf das Sperma des Fisches, das in der Fischersprache aufgrund seines Aussehens als Milch bezeichnet wird. Gebackener Karpfenmilchner ist eine klassische Speise der Österreichischen, speziell der Wiener Küche.
Wie soll ich es beschreiben, am besten wahrscheinlich als Vergleich mit einem Kalbsbries, was die Konsistenz betrifft. Die Panier gelungen, schön knusprig, innen sehr weich und zart. Ein Fischgeschmack war kaum existent. Mir hat es jedenfalls, mit ein wenig nachsalzen, ganz ausgezeichnet geschmeckt. Der Milchner wurde mit Zitrone serviert. Ein Highlight der Salat, leicht süsslich, sehr gelungen.

Klein schwarz und stark, beim Renner guter Durschnitt würde ich sagen.

Conclusio, ein recht nettes, sauberes Lokal, mit sehr gutem Essen, bei ganz ordentlichen Portionen und mehr oder weniger gutem Personal. Das Lokal eignet sich ideal für die halbe Stunde Mittagspause, es geht alles sehr flott, aber nicht hektisch. Gecasht hat SIE, ich glaube 57,-- mit Maut.

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Kommentare (4)

am 12. Dezember 2015 um 05:18

Das nennt man wohl "schwarzen Humor"?

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152
83
am 14. Oktober 2014 um 16:31

Ich glaube, die werden im Gefängnis gefertigt, kommt billiger ;-)

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215
47
am 14. Oktober 2014 um 15:46

Bertl - genau diese Frage hab ich mir auch schon öfters gestellt, wie wohl der Koch aussehen muss, der solche Fußbälle formen kann: Link

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Experte
315
75
am 10. Oktober 2014 um 22:10

Ja, das ist eines der ungelösten Altwiener Rätsel, wo sich der Riese versteckt, der beim Renner die Leberknödel formt. :-)

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Zum Renner
Nußdorfer Platz 4
1190 Wien
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