RestaurantTester.at
Home Mein Profil Lokal Guides Events Lokal eintragen

Hanil Running Sushi - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. Oktober 2014
Experte
schlitzaugeseiwachsam
152
83
21
3Speisen
2Ambiente
3Service
1 Check-In

Entgegen meiner Abneigung von hiesigen Running Sushis wollte ich doch das vom Hanil ausprobieren.

Das Ambiente zur Mittagszeit an einem Samstag: Es war vollbesetzt mit Familien und Touristen und dementsprechend hektisch und laut. Für ein stilvolles ruhiges Lunch sicher kein richtiger Ort. Das Fließband dreht sich ziemlich schnell an einem vorbei und ehe man etwas greifen kann, ist es schon weg. Auf mich wirkte es irgendwie wie in einer Legefabrik, wo die Hühner am Fließband gefüttert werden, nur das halt keine Eier unterhalb der Kundenplätze lagen.

Die Servicemitarbeiter im sichtlichen Stress, aber nicht unfreundlich. Man bekommt einen Platz zugewiesen und die Getränkebestellung wird aufgenommen und gebracht.
Alles ist sehr beengt. Man kommt sich dadurch ungewollt mit seinen Sitznachbarn sehr nahe, was manchmal zu komischen Situationen führen kann, wenn er oder sie gerade den Teller einem vor der Nase wegschnappen, den man sich schon gedanklich vom weiten ausgesucht hat. Aber so ist halt das Leben.

Beurteilung der Speisen: Das Fließband bestand aus zwei Bändern, die in 2 Etagen an den Gästen vorbei...ja...sausen.
Die obere Etage bestand hauptsächlich aus irgendwelchen asiatischen Wokgerichten und waren für mich persönlich eher uninteressant. Typische Magenfüller halt. Dabei sind einige typische TK-Waren wie Gyoza und sonstige, nicht sehr ansprechend aussehende Sachen auf bunten Plastiktellern. Negatives Highlight waren hier die TK-Garnelentempura, die noch völlig in Öl ertränkt waren. Schon mal was von abtropfen lassen gehört?

Darunter fuhr das Band mit den Sushis. Von der Auswahl überraschend vielseitig und mit den üblichen Verdächtigen (Lachs, Thunfisch, Oktopus, Ebi (Garnele), Butterfisch, verschiedene Makisorten und Reisrollen). Die Sushi selbst, immer als Pärchen auf dem Teller, waren sehr schlecht zubereitet.
Zitat langnan: "Beherrscht der Sushi-Koch sein Handwerk nicht gut, dann sagt der Fisch beim Umkippen Adieu zum Reis und beide liegen separat." So war es dann auch.
Der Fisch bei der kleinsten Berührung fiel sofort vom Reis, auch geschnitten war er teilweise wie ein Fetzen, besonders der Lachs (noch nie so schlecht geschnitten gesehen), an der Schneidekunst sollt ihr sie erkennen!
Der Butterfisch war teilweise noch eiskalt gefroren, im Mund schmolz das Eis und so weiter.... Jeder, der so etwas zubereitet würde von Meister Jiro wahrscheinlich ein feuchtes Handtuch in Gesicht bekommen. Überraschenderweise war aber der Geschmack gut. Der Sushireis, ohne Wasabibremsspur auf dem Reis, mehr süß als säuerlich gewürzt.Mir hats gepasst, aber die Menge war zuviel. Am Reis hätten sie ruhig sparen können und dafür die Sushis insgesamt fester machen. Mit Stäbchen zu essen war fast unmöglich, weil immer alles vorher auseinandergefallen ist. Normalerweise esse ich ja auch mit der Hand die Sushis, aber hier habe ich es mir irgendwie nicht getraut. Zu eng der Kontakt zu den anderen Gästen und man will sich ja nicht blamieren...

Als Dessert nahm ich mir Mochis, Tapiokaperlenkokosmilch und Trauben. Die Mochis eindeutig TK und ohne nennenswerte Textur und Geschmack. Kokosmilch und Trauben waren ok.

Bezahlt habe ich für die Völlerei mit einem langweilig schmeckenden Grüntee (ein würziges japanisches Bier, Asahi oder Kirin, wäre sicher die bessere Wahl gewesen) und Trinkgeld insgesamt 17 Euro.

Fazit: Bis dato das beste Running Sushierlebnis in Wien trotz der teilweise auffällig schlecht gemachten Sushis. Geschmack war aber in Ordnung. Im Magen kommt eh alles zusammen. Die hohe Gästefluktuation zur Mittagszeit bewirkt anscheinend, daß die Zutaten schnell verbraucht und neu aufgefüllt werden.
Mein Tipp: Die warmen Speisen der oberen Fließbandetage kann man getrost weglassen. Dann hat man nämlich mehr Platz für Sushis und Makis und man verpasst wirklich nichts außer schlechtes Essen.
Preislich OK, man wird wirklich satt, auch Vielesser ;), aber lange verweilen möchte man dort wirklich nicht. Es sei denn, man war im vorherigen Leben ein Legebatteriehuhn.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja13Gefällt mir12Lesenswert9

Kommentare (4)

am 9. Dezember 2014 um 01:29

Mehr Klasse statt Masse ... ja, aber egal wo auf der Welt ich war, diese Variante konnte ich mir meistens nicht so lange leisten, bis ich wirklich satt war. Die Qualität war/ist allerdings immer bedeutend besser.

Gefällt mir
10
2
am 5. Oktober 2014 um 19:30

Ich wünschte, es gebe hier ein Running Sushi, wo nach Sorte (kenntlich gemacht durch Tellerfarbe) abkassiert wird. Mehr Klasse statt Masse!

Gefällt mir
Experte
152
83
am 5. Oktober 2014 um 19:22

Ich wollte einfach nur das Hanil Running Sushi ausprobieren. An das Kojiro habe ich gar nicht gedacht. Ist für mich auch eher überbewertet.

Gefällt mir
Experte
152
83
am 5. Oktober 2014 um 19:16

War im Kojiro kein Platz frei?

Gefällt mir
Experte
70
6
Hanil Running Sushi
Rechte Wienzeile 7
1040 Wien
Speisen
Ambiente
Service
33
28
31
21 Bewertungen
Hanil Running Sushi - Karte
Zum Lokal »
Zum Lokal »
Home|Sitemap|Neue Lokaleinträge|Neu anmelden|Lokal eintragen|Hilfe|AGB & Datenschutz

Copyright © 2008-2016 RestaurantTester.at
Cookies helfen uns, Ihnen eine bessere Erfahrung auf dieser Website zu bieten.
Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Mehr Info
OK