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Lindenwirt - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 15. September 2014
Experte
bluesky73
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3Speisen
4Ambiente
3Service
17 Fotos1 Check-In

Nach Graz-Wetzelsdorf zieht es mich eigentlich sehr selten und wenn doch, dann handelt es sich meistens nur um eine zügige Durchreise. Diesmal führt mich allerdings eine Einladung zu einem kleinen „Testessen“, sozusagen als Vorbereitung für eine geplante Veranstaltung im Hotel-Restaurant Lindenwirt in diese Gegend. Für die verkehrsbedingt etwas zähe Anreise werden wir mit einem Parkplatz direkt am Hotel entschädigt, die vorhandenen Stellplätze sind um Punkt 12 allerdings schon gut ausgelastet.

Über ein paar Stufen nach oben geht’s in den Eingangsbereich, nach links befindet sich beginnend mit dem Barbereich das Restaurant. Als Erstes sticht natürlich das eher ungewöhnliche Farbkonzept in Kombination mit dem übergroßen floralen Muster ins Auge. Grau, grün, braune Ledermöbel, herrscht im vorderen Bereich vor, im Raum weiter hinten ist das Thema eher rot und dunkles Holz. Ungewöhnlich aber irgendwie gelungen – zumindest was den Raum betrifft, in dem uns ein Zweiertisch auf unsere Nachfrage hin angeboten wird.
Der Tisch ist nett eingedeckt, die hellgraue Mitteldecke nimmt das Muster von den Wänden wieder auf.

Wir bekommen vom Kellner, der sich die Arbeit mit zwei weiblichen Servicekräften teilt die Karte im sehr schönen, geprägten Ledereinband gereicht, die Getränkewünsche werden sofort aufgenommen.

Die Karte ist sehr umfangreich, aber klar strukturiert mehr oder weniger mit Schwerpunkt auf die klassisch österreichische Küche mit einzelnen Ausreißern.

Das Restaurant ist gut besucht, auffallend ist der hohe Anteil an Silberlöckchen (wiedermal © bubafant :-) ) – ob sich ein Seniorenwohnheim in der unmittelbaren Umgebung befindet entzieht sich meiner Kenntnis, könnte aber eine plausible Erklärung dafür sein.
Das Service arbeitet flott und wirkt eingespielt, bei Bedarf helfen die Chefleute ebenfalls mit. Der Stammkundenanteil scheint recht hoch zu sein – so mancher Gast wird bei der Bestellaufnahme mit Vornamen angesprochen. Der Kellner sorgt generell mit seiner originellen und unkonventionellen Art für Heiterkeit – bei den Oldies kommt´s gut an.

Die Stille im Lokal fällt uns etwas negativ auf und mindert das generell recht gefällige Ambiente. Nahezu jedes Tischgespräch kann problemlos verfolgt werden – dezente Hintergrundmusik könnte nicht schaden.

Die Getränke werden von der jungen Servicekraft gebracht – ein großer Apfelsaft gespritzt (Euro 3,30), das kleine Cola (Euro 2,60) kommt in der Flasche. Die Vorspeisen werden sehr rasch serviert, man ist auf das Mittagsgeschäft gut eingestellt.

Leberknödelsuppe (Euro 3,20). Die Suppe kommt sehr dunkel daher, der Leberknödel ist riesig und ragt ein Stück aus der Suppe heraus. Die Konsistenz ist ok, nicht zu fest, aber auch nicht zu teigig. Geschmacklich können sowohl die Einlage, wie auch die Suppe überzeugen.

Fleischstrudelsuppe (Euro 3,20). Die Suppe selbst ist ident zu meiner Leberknödelsuppe, die Schnitten Fleischstrudel wirken anfangs etwas ungewöhnlich, weil ich die typische Füllung des Strudels eigentlich anders in Erinnerung hatte. Diese ist sehr kompakt, geschmacklich dem Vernehmen nach aber sehr gut.

Schweinsfilet mit Eierschwammerln, dazu Kroketten (Euro 15,80). Das Gericht macht auf den ersten Blick einen etwas unordentlichen Eindruck. Der Bratensaft und die Rahmsauce fristen nebeneinander am Teller ihr Dasein – irgendwie hätte ich vermutlich versucht, EINE homogene Sauce zu fabrizieren. Geschmacklich gibt’s allerdings keine Kritikpunkte, das Fleisch ist sehr gut gebraten, die Kroketten sind knusprig, innen weich, auch die beiden Safterln sind gut.

Meine Wahl fiel auf ein Wienerschnitzel mit Pommes (Euro 10,80). Das Gericht kommt ganz nett angerichtet, die Zitrone ist leider wie so oft nicht von den Kernen befreit. Pommes finden sich reichlich am Teller, geschmacklich habe ich schon bessere gegessen. Das Schnitzel ist nicht schlecht zubereitet, das Fleisch weist allerdings ein, zwei etwas durchzogene Stellen auf.

Beim Abservieren erkundigt sich der amüsante Herr vom Service, ob alles gepasst hat und versucht uns noch eine Nachspeise näherzubringen. Wir bleiben standhaft und wünschen uns lediglich die Rechnung – die knappen 39 Euro empfinden wir für das Gebotene eher im oberen Bereich.

Zum Fazit: Das Ambiente ist großteils nett, teilweise aufgrund der Farbgestaltung und dem Design eher ungewöhnlich. Die fehlende Hintergrundmusik haben wir als ein wenig ungemütlich empfunden. Das Service agiert professionell und eingespielt, die spezielle Art des Kellners kann man mögen, muss man aber nicht. Die von uns gegessenen Speisen waren ok bis gut – die geplante Veranstaltung kann aber ohne Bedenken im Lindenwirt abgehalten werden.

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Kommentare (1)

am 15. September 2014 um 19:00

HGL für den so schönen blauen Himmel vom Gerry

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Lindenwirt
Peter Rosegger Straße 125
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