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Liebhart - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 11. September 2014
Experte
laurent
300
58
27
4Speisen
3Ambiente
2Service
11 Check-Ins

Seit fast einem Jahr gibt’s nun das von Stararchitekt (Eigendefination) Giorgio Gullotta umgestaltete Liebhart, ein junges, dynamisches, aber trotzdem bodenständiges Wirtshaus will man sein. Schwarze Lampen des britischen Designers Tom Dixon hängte er über Bar und Tische, die Wände verkleidete er mit Eichenholz, den Boden zieren neben Beton nun auch stellenweise bunte Fliesen. Cool und stylisch-spartanisch. Sogar die kaum zu findende Toilette ( kein Hinweisschild im Lokal ) im Gewölbekeller ist sehenswert wenn auch nicht funktionell. So ist der Seifenspender ca. 1 Meter von den Waschgelegenheiten entfernt…..

Kulinarisch bietet man jeden Sonntag >>>Sonntagsbratl wie bei Oma mit Sauerkraut und Knödl>herrliche Biervielfalt, es werden 8 Biere offen ausgeschenkt (ausschließlich Erzeugnisse der naheliegenden Ottakringer Brauerei), >>> erlesene Weine (je drei Weiß- und Rotweine glasweise) von prominenten Winzern und Winzerinnen; das Wissen über diese bescheiden bis nicht vorhanden. Strehns Cuvée Cult sehr fein, allerdings zu warm in einem undefinierbaren Glas serviert; dazu wusste man weder Jahrgang, was drin ist und auch nicht wo das Weingut zu finden ist. Flaschenweise eine Auswahl von 15 Weiß- und 10 Rotweinen, leider ohne 2013er.
In der Getränkekarten ansonsten die Klassiker zu finden; ebenso auch Seltsames: so wird etwa der Rote Port von Sandemann in 2 cl ausgeschenkt und als süßer Likör gesehen…..

>>>…. abgerundet wird dies durch das junge und lässige Personal. Und da liegt auch das Problem. Jung ja, lässig sowohl Bekleidung als auch Arbeitseinstellung betreffend auch ja. Zu lässig, viel zu lässig.
Im spärlichst besuchten Lokal, verteilt auf 4 Räume (inkl. Innenhofgarten) wurde von zwei Servicepersonen bespielt, im wahrsten Sinn des Wortes. Die Speisenkarte und das kleine Rote Zwickl wurden noch rasch gebraucht doch dann begann das Warten und die Unaufmerksamkeiten häuften sich. Aschenbecher wechseln; Fehlanzeige. Das Abservieren der Suppe dauerte geraume Zeit, das längst geleerte Glas bleibt unbemerkt; wie auch wenn keiner vorbeikommt. Das leere Glas wird auch beim Servieren der Hauptspeise nicht entdeckt, auch nicht beim abservieren…. . Das Dessert wurde ohne Besteck serviert oder sollte man es mit am Tisch eingestellten Tonkrug mit Messer und Gabel essen? Vor dem leeren Dessertteller saß man dann gestoppte 15 Minuten ohne Servicekontakt. Kaum Gäste im Lokal und dann solch ein Service – unverständlich. Oder muss das in einem bodenständigen Wirtshaus mit lässigem Personal so sein?
Bei einem weiteren Besuch wurde das Erstgetränk erst beim Abservieren der Vorspeise serviert, ein anderes Mal kam statt des Rotem Zwickl ein „normales, statt 0,3 lt. waren es 0,5 lt.

Ein weiterer Besuch bedarf der Handynutzung: Nach mehr als 10 minütiger Wartezeit im Garten (bei wieder nicht Überbelegung der Lokalität) dann mal im Lokal angerufen und die Bestellung per Telefon abgegeben.
A pro pos Garten: Diesen kann man durch die Lokalität betreten, von der Thaliastraße aus gibt es sowas wie einen Geheimeingang: Nicht zu empfehlen: Fast unbeleuchtet, Style a la Rumpelkammer & Baustelle. Der Innenhofgarten mit spartanischem Charme. Unter 4 großen Laubbäumen stehen ungedeckte, einfache Tische, Stühle ohne Sitzauflage, bei abendlichen 22 Grad nicht aufgedeckt, die Beleuchtung besteht aus vier verschiedenfarbige Glühlampenreihen; eine pothässliche Vintage-Sichtschutz-Holzplanke im Baustellenstyle, Ambiente ist was anderes….

Und das Essen? Gut, zumeist Sehr gut.
Eine große, dampfend heiße Tasse Alt Wiener Suppentopf mit vielen guten Einlagen € 3,80 (flaumige Grießnockerl eher mild ohne „Kern“, hausgemachte fein geschnittene Frittaten, kleinwürfelig geschnittenes, feinfasriges Rindfleisch) mit frischem Schnittlauch.
Penne in cremiger Eierschwammerlsauce € 13,80: Teigwaren mit perfektem Biss, die Schwammerl hervorragend gewürzt

Nennt sich ganz unverdächtig Rosmarin-Pfirsich € 7,60, ist aber eine wirklich perfekt gelungene Vorspeise. Zart geschmorte, frische Pfirsichhälften werden da in Butter und Rosmarin gebraten, gefüllt mit Frischkäse und kurz überbacken; sehr, sehr fein und stimmig, uch der dazu servierte Rucolasalat in feiner Marinade.
Eierschwammerlbrot € 8,20 Getoastetes Schwarzbrot mit gerösteten Eierschwammerln mit Ei. Gut, wenn auch ohne Salz. Könnte man ja selbst nachwürzen; aber auf den Gartentischen sind keine Menagen zu finden.

Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln und Röstzwiebeln 14,80 Eine sehr dünne Tranche, nein eigentlich ein plattiertes komplett durchgebratenes Schnitzerl in beachtlicher Dimension in einem dunklem Jus par jeglichen Zwiebelgeschmackes. Zwiebel gab es kalt in vorfrittierter Form darübergestreut; nix da mit Röstzwiebeln, die Bratkartoffeln aus der Friteuse

Altwiener Fiakergulasch mit hausgemachten Senfgurken, Frankfurter, Spiegelei und zwei Kaisersemmeln € 10,20 Ein perfektes Gulasch mit herrlich intensiv-zwiebeligem Saft, mit nicht schon beim Hinschauen vor lauter Zerkochtheit zerfallenem Fleisch
Als Mittagsmenü um 6,90: Gefüllte Champignons (zwei große, gebratene Köpfe mit einer Käse- Walnussfüllung- sehr gschmackig) und danach eine Krautroulade mit Tomatensauce und Buttererdäpfeln. Das Innenleben der Roulade sehr kompakt, reislastig und wenig gewürzt, die dazu gereichte Paradeissaucce GRANDIOS gewürzt; allerbestens

Liebhart Souflé mit Mousse au Chocolat € 6,40 Ein anständiges Dessert welchem zu einem souffle- Hauch- oder auch Soufflé die filigrane Leichtig- und Luftigkeit fehlte. Ziemlich kompakt mächtig bedurfte es der Hilfe vom Mus und gut zu „rutschen“

Bei vier Ver- / Besuchen jedesmal wirklich sehr gut der Espresso von der Rösterei Alt Wien

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Kommentare (3)

am 12. September 2014 um 16:42

Gefüllte Champignons habe ich mal bei einem Italiener bekommen, mit Nüssen, Parmigiano, Gewürzen. Gratiniert.
Deshalb das "Déjà Vu" ;-)

Gefällt mir2
Experte
315
75
am 12. September 2014 um 16:24

amarone1977, den Kommentar verstehe ich nicht...

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Experte
300
58
am 12. September 2014 um 11:14

Das wäre ein interessantes Wiedersehen mit den gefüllten Champignons....

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Experte
315
75
Liebhart
Thaliastraße 63
1160 Wien
Speisen
Ambiente
Service
32
32
26
3 Bewertungen
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