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Gasthaus Kopp - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. September 2014
Experte
schlitzaugeseiwachsam
152
83
21
3Speisen
2Ambiente
3Service
Gelistet in: Urwienerisch!

Meine Wenigkeit und die Brotvernichter verabredeten sich zum Spareribsvernichten im allseits gelobten und bekannten Gasthaus Kopp, welches wohl in vielerlei Munde ist wegen seiner preiswerten Hausmannkost und grosse Portionen. Ich war schon sehr neugierig auf das Gasthaus, was eigentlich zu den Lokalitäten gehört, welche ich nur sehr selten besuche im Gegensatz zu den vielen asiatischen und sonstigen internationalen Lokalen, wie viele bereits von mir wissen. In der heimischen Hinsicht bin ich eher unerfahren.

Das schon vielfach beschriebene Ambiente...nun ja...für mich war es etwas grindig (ich mag grindige Lokale, wenn das Essen gut ist!), für andere ist es eben urig, anscheinend keine Raucherabgrenzung, was für mich persönlich einfach ein No-Go ist. Glücklichweise war das Wetter warm genung für den Aufenthalt im Gastgarten.

Schon bald kamen auch die bewährten Testerkollegen Brotvernichter. Wir bestellten nach kurzer Durchsicht der Karte folgende Speisen und kamen zu folgenden Eindrücken:

1) Die Krautsuppe: Ein grosse Portion, würzig, nicht zu sauer, mit ein paar geselchten Fleischstückchen, nicht zu heiss serviert, das Kraut noch knackig. Für mich persönlich die beste Krautsuppe bis dato. Sehr gut!

2) Die Hauptspeisen bestanden aus Ripperl mit jeweils Honig und Chilimarinade. Nach Information des Herrn Ober frisch zubereitet.
Auffällig für mich war der zu salzige Geschmack und stellenweise etwas zu trocken. Mein Lieblingsripperln werdens nicht, da habe ich schon im Strandcafe besser gegessen. Auch hier war die Portionen riesig. Insgesamt mäßiges Erlebnis. Die kleine Alibiportion Krautsalat war dagegen köstlich, nicht zu sauer oder zu kümmelig, dafür sehr ölig, trotzdem ein Sehr gut, auch die gebratenen Erdäpfel waren passabel zubereitet.
Des weiteren wurden noch gebackene Champignons mit der klassischen Sauce Tartare und auch mit Ketchup probiert, was durchaus genießbar ist. Steinpilze waren leider nicht im Angebot. Die gebackenen Champignons bekommen ein "Gut" von mir.

3) Dessert: Ich liebe einfach diese rassistische Nachspeise aka "Mohr im Hemd" (was ist daran rassistisch?) oder auch warmer Schokokuchen mit Schlagobers, um sie politisch korrekt zu benennen. Warm, süß und saftig und ja...es ist eine Qual...Schlagobers, die ich liebe, aber die Konsequenzen hinterher bereue! Was solls...sehr gut!
Die Palatschinken der geschätzten Mittester bestanden aus Topfen und Mohnpalatschinken. Die Palatschinke waren soweit okay, nur mit der Füllung...merkten wir doch beim verkosten, das der Topfen nicht in Ordnung war, ranzig. Selbstverständlich wurde dieser nach Beschwerde nicht verrrechnet. Auch beim Mohnpalatschinken wirkte der Mohn ein wenig muffig und anscheinend wurde auch keine Butter für die Mohnsauce verwendet. Geschmolzene Butter habe ich nämlich auch anders in Erinnerung...Für die Palatschinken meinerseits nur ein "Mäßig".

Fazit: Meine persönliche Erfahrung im Kopp war insgesamt gemischt. Einige Gerichte sehr gut, andere wiederum schlecht. Vielleicht muß man noch ein paar weitere Male das Gasthaus besuchen, um eine faire Meinung bezüglich dieser Lokalität abgeben zu können. Das gestrige Ergebnis war für mich persönlich jedenfalls kein Grund dem Kopp einen "Kultstatus" zuzusprechen, auch wenn es sicher sehr geschichtsträchtig ist. Große Portionen und günstige Preise sind einfach nicht alles und vom Geschmack her gibt es sicher noch Potential nach oben.

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Kommentare (5)

am 21. Oktober 2014 um 08:21

Mitterlehner ist ja wirklich keiner. ;-)

Der Mohr, von Venedig wie auch der von Meinl, war übrigens ursprünglich ein Maure.

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Experte
92
38
am 9. September 2014 um 19:47

Ich nenne einen Mohren im Hemd Mohr im Hemd.
Ich würde nie einen Schwarzen als Mohren bezeichnen.

Ich bin freilich kein Politiker, also ist mir "political correctness" komplett egal.
Ich muß mit mir zurechtkommen, nicht mit Wählern.

Gefällt mir6
Experte
48
22
am 9. September 2014 um 18:23

Also, in Zukunft nur noch einen warmen Schokokuchen mit Schlagobers und Schnitzel mit Paprikasauce bestellen...dann klappts auch mit der politschen Korrektheit.

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Experte
152
83
am 9. September 2014 um 18:02

reicht es nicht, dass sich die derart Bezeichneten durch solche Bezeichnungen beleidigt fühlen, um sie zu unterlassen!? Einfach aus Gründen des Respekts und der Höflichkeit...

Gefällt mir1
Experte
54
8
am 9. September 2014 um 17:17

Ein Mohr im Hemd ist ebenso wenig rassistisch wie ein Zigeunerschnitzel... paßt nur nicht zum Neusprech

Gefällt mir2
Experte
70
6
Gasthaus Kopp
Engerthstraße 104
1200 Wien
Speisen
Ambiente
Service
38
29
36
43 Bewertungen
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