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Grünspan - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. September 2014
Experte
Alphawoelfin
88
16
20
2Speisen
3Ambiente
4Service

Nach einem Ambulanzbesuch im Westen der Stadt (leider), will am letzten Urlaubstag der Mittagshunger gestillt werden. Das Wetter ist wunderschön, weswegen sich auf dem Nachhauseweg der Gastgarten des Grünspans anbietet. Ein Parkplatz ist schnell gefunden, ebenso wie ein Tisch im halbvollen Gastgarten.

Rasch kommt ein Kellner zu uns, um die Getränkewünsche aufzunehmen (ein Hefeweizen Eur 4,10 und ein Gspritzter Eur 2,90. In der Zwischenzeit studieren wir die Speisekarte, die vielerlei Gerichte enthält (böhmische Küchenklassiker, Steaks, Spareribs, Tafelspitz) - und auch ein Tagesmenü um Eur 8,90.

Vom Kellner erfahren wir, dass es heute Zanderfilet vom Grill mit Kräuterkartoffeln und Rucola gibt, wahlweise mit Suppe oder Dessert. Das hört sich gut an und wir entscheiden uns für Suppe und Menü.

Nach einiger Zeit kommt die Fritattensuppe. Es ist eine Rindsuppe, nicht besonders würzig, auch nicht übermäßig viel mit einer großen Menge Fritatten, die hausgemacht schmecken. Nach geraumer Zeit kommen die Zanderfilets. Wie schon in der Speisekarte angekündigt, sind es kleinere Portionen. Ein mittelgroßes, sehr knusprig gebratenes Fischfilet mit einem kleinen Häufchen sehr stark frittierter Erdäpfel. Die angekündigten Kräuter dazu muss man mit der Lupe suchen. Als weitere Beilage findet sich eine kleinhandtellergroße Portion Rucola, kaum mariniert. Uns fehlt Zitrone und auch Salat. Beides bestellen wir beim Kellner nach und erhalten von ihm die Antwort, ein bisschen belehrend, dass keine Zitrone gereicht würde, da Butter auf dem Fisch sei. Wir wollen Sie trotzdem.

Rasch kommen ein grüner Blattsalat und ein Erdäpfelsalat. Die kleine Portion Blattsalat (Eur 4,30 !!!) ist fast ungewürzt, als Ausgleich dafür in saurem Essig ertränkt. Der Erdäpfelsalat sieht ein wenig blass aus ist aber hübsch mit rotem Zwiebel mariniert. Voller Vorfreude kosten wir. Dann die große Enttäuschung: der Salat schmeckt furchtbar und zwar so, als ob die Erdäpfel alt wären, eiskalt und eigentlich ungenießbar.

Das Zanderfilet ist schön knusprig gebraten, in der Konsistenz schön fest, schmeckt ganz gut.

Beim Abservieren fragt uns der Kellner, ob es uns geschmeckt hätte. Ich sage ihm, dass es ok gewesen sei, aber der Erdäpfelsalat grauslich gewesen wäre.

Wortlos zieht er eine Augenbraue hoch, nimmt die Schüssel mit dem nicht gegessenen Salat und geht weg. Bald darauf kommt er wieder und teilt uns mit, dass er den Salat von der Rechnung genommen habe, weil er wirklich nicht gut gewesen wäre und der Lehrling in der Küche einen Fehler gemacht hätte. O-Ton:"Ich hab gesagt, den muss er jetzt kosten und dann kann er ihn gleich wegschütten. Er hat nämlich ganz junge Erdäpfel genommen und die saugen die Marinade nicht auf. Ich befürchte, diesen Salat werden wir Mitarbeiter essen müssen."

Respekt, immerhin ist das ein ordentlicher Umgang mit Reklamationen (ich meine den Umstand, dass der Kellner unser Anliegen ernst genommen hat und den Salat nicht verrechnet hat). Dass ihn dafür die Mitarbeiter essen "müssen", ist eine andere Geschichte.

Das Mittagsmenü für zwei schlägt mit Trinkgeld mit 40 Euro zu Buche. Eine durchwachsene Leistung, das Service wäre an sich mit 3 zu bewerten, erhält aber durch das Entgegenkommen des Kellners ein Upgrade. Man sitzt hier im Gastgarten sehr schön, aber gleichzeitig ist der Verkehrslärm doch beträchtlich.

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Kommentare (6)

am 6. September 2014 um 23:23

Alphawölfin: Niereinsteine mit Hefeweizen weglasern - das werd ich mir merken! ;-)

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Experte
315
75
am 6. September 2014 um 14:43

Danke für die lieben Genesungswünsche !!
Bier ohne Stein wäre ihm lieber :-))

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88
16
am 6. September 2014 um 14:35

Die besten Grüße, unbekannterweise - gute Besserung!
Gerry

P.S. eine wohl "unangenehme" Bier-Kur ;-)

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215
47
am 6. September 2014 um 14:17

ucOgr: leider noch nicht, mein Liebster wird hoffentlich nächste Woche seinen Nierenstein los, wir arbeiten daran: ein Hefeweizen nach dem anderen :-))

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88
16
am 6. September 2014 um 14:05

Hoffe ("Ambulanzbesuch"), alles ist wieder gut!
Gerry

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215
47
am 6. September 2014 um 13:30

Ja, stimmt - da geht's bergab mit der Kuechenleistung und noch weiter steil bergauf mit der Preisgestaltung! Mussten wir letztes Mal auch feststellen. Eigentlich ein Update wert.

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67
17
Grünspan
Ottakringer Straße 266
1160 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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