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Lemon Leaf - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 23. August 2014
Experte
bluesky73
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29
3Speisen
3Ambiente
3Service
18 Fotos1 Check-In

Wochenende in Wien. Da gehört natürlich eine kleine Shoppingtour auf der Mariahilfer-Baustelle ...äh Mariahilferstraße mit dazu. Danach geht’s zum Naschmarkt, Fr. bluesky und ich freuen uns, endlich bei der Gräfin einzukehren. Zu unserem großen Bedauern ist aufgrund der vielen Touristen leider kein Platzerl für uns frei :-) Eine Alternative muss her. Ich meine mich an eine kürzlich gelesene Empfehlung von SSW in der Kettenbrückengasse zu erinnern – das lemon leaf ist nach unserem Geschmack und wird als spontanes Ziel auserkoren.

Schon aus einer gewissen Entfernung sieht man das Zipfer-Schild, Fenster- und Türrahmen sind in kräftigem Rot gestrichen, „Neueröffnung“ klebt am Fenster. Wir treten ein und werden sehr freundlich begrüßt. Uns bleibt die freie Auswahl, denn wir sind zu diesem Zeitpunkt die einzigen Gäste. Das Rot wiederholt sich in den Lederbezügen der Stühle und Bänke – im ersten Gastraum sind rund 30 Plätze, vorwiegend an Vierertischen verfügbar. Rechts vom Eingang findet sich abgetrennt durch eine etwas höhere Theke in grün die Schauküche, darüber hinterleuchtete Bilder von Gerichten im Imbiss-style.
Auf den Tischen finden sich sehr schöne Tischdecken mit Thai Motiven, auf jedem Platz ein farblich passendes Tischset und ein Teller sowie Besteck. Die Deko besteht aus passenden Orchideen auf jedem Tisch.

Eine der beiden Damen aus dem Service – beide einheitlich adrett gekleidet – bringt uns die Speisekarten. Die Karte ist umfangreich, aber übersichtlich aufgebaut – trotzdem fällt es uns nicht leicht, uns zu entscheiden. Zumindest die Getränke sind schnell gefunden – als Anlehnung an den letzen Thailandurlaub sollten es zwei Singha Bier sein (je 4 Euro).

Etwas später treffen dann doch noch einige Gäste ein, aber man merkt, dass das Lokal relativ neu ist und die Stammgäste einfach noch fehlen. Am Weg zum WC geht man durch einen weiteren Gastraum – an Sitzgelegenheiten mangelt es jedenfalls nicht.

Unsere Vorspeise Garnelen in Eierteig gebacken (Euro 6) kommen relativ schnell. Die Garnelen wurden zerteilt, bevor sie herausgebacken worden sind und liegen nun fast wie Kügelchen am segmentierten Teller. Der Teig ist knusprig, die dazu gereichten Saucen (sweet chili und Knoblauchsauce, die allerdings wenn nur sehr wenig Knoblauch beinhaltete) sind ok. Gut ist das saure Gemüse in Streifen – von dem hätte Fr. bluesky wohl auch eine Portion in Hauptspeisengröße gegessen.

Auch die von uns gewählten Hauptspeisen kommen zügig, wenn auch zeitversetzt zueinander. Den Beginn macht mein gebratener Reis mit Hühnerfleisch (Euro 8). Eine stattliche Portion ist angerichtet am länglichen Teller und kommt mit extra Vorlegebesteck. Reis und Fleisch sind in einem guten Mengenverhältnis zueinander, die weiteren Zutaten (Erbsen, Lauch, Karottenstreifen, Ei) überraschen nicht weiter.

Fr. bluesky möchte in Urlaubserinnerungen schwelgen und sucht sich deshalb das in der Karte mit zwei Chilischoten gekennzeichnete Hühnerfleisch in pikantem roten Curry (Euro 9) aus. Serviert wird in einer roten Schale, der Reis (Euro 1,50) kommt natürlich extra. Auf den ersten Blick erscheint das Curry etwas dünnflüssig, das ändert sich auch nicht, als die Speise etwas abkühlt. Der Schärfegrad 2 ist durchaus gelungen, natürlich auf den europäischen Gaumen abgestimmt. Neben dem Fleisch findet sich vorwiegend Bambus und Thaibasilikum im Curry. Der Reis schmeckt wie er sollte, ist weder zu klebrig, noch zu trocken und leicht gesalzen.

Abserviert wird professionell, die Frage nach weiteren Wünschen bleibt aus – wahrscheinlich auch besser so, alles ab diesem Zeitpunkt wäre zu viel gewesen.

Lags am Wetter, am fehlenden Meeresrauschen oder doch an den Gerichten – richtig zurückversetzt gefühlt an die Andamanische See haben wir uns nicht. Dafür war der Ausflug relativ günstig – für die drei Gerichte und die zwei Bier stehen knappe 33 Euro auf der Rechnung. Am Ende bekommen wir noch jeder ein Stamperl mit Pflaumenwein und ein Fläschchen von dem Wein für daheim – sehr nett.

Zum Fazit: Das Ambiente wirkt recht gefällig, die Ausstattung ist natürlich noch neuwertig. Auf Details wird viel Wert gelegt – ich hab selten so viele frische Blumen in einem Lokal gesehen. Das Service war flott, vielleicht ein wenig zu zurückhaltend. Die von uns gegessenen Speisen waren frisch zubereitet und gut, wenn auch nicht 100% so, wie wir sie in Erinnerung haben. Das Lokal ist trotzdem einen Besuch wert.

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Kommentare (3)

am 23. August 2014 um 18:46

Gaaanz früher gab es das Siam Ertlgasse/Rotenturmstraße. Später erwarben die Besitzer (Puppe + Hansi :-)) zusätzlich noch ein Lokal, ebenfalls mit dem Namen Siam in der Bösendorferstraße. Ersteres Lokalwurde dann an einen Italiener verkauft; später dann auch das 2. Lokal (Pensionsalter war erreicht) verkauft.
Da sieht man mal wieder wie groß die Welt ist.

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Experte
63
50
am 23. August 2014 um 18:28

Der Koch im Lemon Leaf war ehemals im SIAM tätig, deshalb kamen mir die Speisen dort irgendwie sehr bekannt vor...

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152
83
am 23. August 2014 um 17:28

Das Lokal war bis vor einigen Wochen noch ein "Schnitzelhaus", das neue Lokal muss sich erst
herumsprechen.

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Experte
63
50
Lemon Leaf
Kettenbrückengasse 19
1050 Wien
Speisen
Ambiente
Service
35
27
32
4 Bewertungen
Lemon Leaf - Karte
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