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Stolichniy - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 8. August 2014
kug
20
1
6
2Speisen
3Ambiente
4Service

Ich möchte nur kurz meine Eindrücke von dem Lokal schildern.

Ambiente:
Das Lokal befindet sich direkt neben der Ankeruhr. Im Sommer gibt es auch eine nette Sitzgelegenheit im Freien, die aufgrund der Seitengasse auch recht ruhig ist und wenig befahren. Im Lokal gibt es einen einzigen großen Raum in dem die Tische stehen. Ich weiß es zwar nicht, aber hier dürfte mal etwas anderes gewesen sein, als ein Lokal. Irgendwie sah es für mich nicht typisch wie ein Lokal aus sondern eher als irgendeine angemietete Fläche, die dann zu einem Lokal umfunktioniert wurde. Aber naja, zumindest war alles sauber und in Ordnung.

Service:
Der war mit Abstand das beste in diesem Lokal. Ein sehr freundlicher junger Mann, der sehr aufmerksam war, mit dem wir auch ein wenig ins Gespräch gekommen sind und der auch ein bisschen von Russland erzählt hat. Obwohl er vermutlich nicht vom Fach ist, hat der Service jedenfalls gepasst.

Speisen:
Bei einer Sache stimme ich meinen Vorrednern zu. Der Preis ist für die Wiener Innenstadt wirklich in Ordnung. Nicht einmal das russische Importbier war übermässig teuer. Allerdings und ich muß wirklich sagen "leider", war das Essen gar nix. Ich verstehe vom Kochen wenig bis nichts, aber ich würde mir zutrauen, Teile davon auch zubereiten zu können.
Also wir hatten zuallererst einen Blick in die Speisekarte geworfen. Nachdem das Lokal eigentlich explizit als "russisch" gekennzeichnet war, hat es mich doch etwas verwundert, dass auch georgische Speisen und noch mehr Wiener Schnitzel auf der Karte zu finden waren. Die Karte war recht überschaubar, neben Lammspiessen, hat es noch diverse Teigtaschen- und Hühnerbrustvariationen gegeben. Zudem noch den einen oder anderen Fisch.
Zu unseren Speisen. Wir hatten uns zu zweit ein Vorspeisenteller genommen, das lt. Kellner von allem etwas beinhaltet hat. Für einen ersten Eindruck der russischen Küche eigentlich optimal. Sodala, was haben wir bekommen: Auf einem großen Teller waren 5 Salatblätter und auf jedem dieser waren unterschiedliche Speisen.

Salatblatt 1: Dosenchampions (ohne irgendwas, wirklich direkt aus der Dose)
Salatblatt 2: gekaufter Mayonnaisesalat (ich unterstelle hier einmal, dass er gekauft war, weil ich dies in ähnlicher Ausführung auch schon mal zu kaufen bekommen hatte)
Salatblatt 3: Tomatenscheibe, Paprikastück + Melanzani (gekocht) mit Öl
Salatblatt 4: Fischstücke aus der Dose (müsste Hering gewesen sein)
Salatblatt 5: warmes Gemüse-Mix-Max mit einer tomatenähnlichen Sauce (war ganz OK)

Und dazu noch ein paar Scheiben Schwarzbrot. Fazit: sowas jausne ich zuhause und muß dafür nicht in ein Lokal gehen. Zumal ich hier nichts erkannt hätte, was klassich russisch wäre.

Dann zu den Hauptspeisen.
Ich hatte Pelmeni ds mit Fleisch gefüllte Teigtaschen. Ich hatte davon ca. 15 Stück am Teller und dazu eine weiße Sauce in einem eigenen Gefäß. Keine Deko oder sonstiges nur die Teigtaschen waren am Teller. Diese waren geschmacklich nicht schlecht, aber sowas nennt man bei uns Schlutzkrapfen und ist eine Suppeneinlage. Naja wenn man irgendwann beim achten Stück angelangt ist, wirds geschmacklich ziemlich fad.
Mein Gegenüber hatte Chinkali ds Fleischlaibchen mit Koriander im Teig. Davon waren ca. 5 Stück am Teller. Diese waren aber zugegebenermaßen recht groß (Marillenknödelgröße), wohingegen die Pelmeni so eher Walnussgröße hatten. Ansonsten hätten wir beide gesagt, dass es die vollkommen selben Speisen waren. Sie haben etwas anders ausgesehen, aber waren geschmacklich ident. Vom Koriander hat man nichts geschmeckt. Und diese 5 Dinger runterzubekommen war dann schon eine Herausforderung. Geschmacklich waren auch diese nicht schlecht, aber nach einem so einen Teil wirds wirklich fad. Es hat nichts dazugegeben.

Abschließend wurden wir noch auf 2 Wodka eingeladen. War ein echt russischer Wodka und wirklich sehr gut.

Fazit:
Um ein Bier zu trinken und mit dem Kellner etwas zu plaudern jederzeit wieder, aber wenn das alles ist was die russische Küche zu bieten hat, dann bleib ich lieber bei meinem Schnitzerl.

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Kommentare (20)

am 10. Juni 2015 um 14:24

bei uns heißen die zb kärtner kasnudeln. gibt's auch in polen, da sind das piroggen - piroggen sind in russland wieder ganz was anders sind :) und ich halt das übrigens nicht nur mit der italienischen grammatik so ...

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15
3
am 10. Juni 2015 um 14:09

"Ist übrigens eine typische russische Spezialität, die es jedoch auch quer über Europa in diversen Ausführungen auf den Teller kommen."

In Italien heisst sie "Tortellini" ;)

Und wer jetzt über meine nicht vorhandene italienische Grammatik motzt, kann sie sich sonst wohin schieben!!!!!

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am 10. Juni 2015 um 13:55
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83
am 10. Juni 2015 um 13:54

Ich habe jetzt keine russischen Vergleiche aber die Pelmeni bei der Zarewna am Naschmarkt waren sehr gut und günstig!

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am 10. Juni 2015 um 11:54
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22
am 10. Juni 2015 um 11:15

Als ich vor drei Jahren in St. Peterburg war, habe ich auch Pelmeni mit weißer Sauce gegessen. Auch ohne Deko. Dafür recht teuer. Und auch ich dachte bald, dass mich das jetzt nicht unbedingt vom Hocker haut.

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48
22
am 10. Juni 2015 um 10:41

und dann wundert man sich, wenn hier gar niemand mehr was schreibt ... es geht hier ja scheinbar nicht um restaurants oder diverse essen, sondern man bricht hier diskussionen vom zaun, die man - wenn man die zeit tatsächlich hat und aufbringen möchte - einem quasi-analphabeten wie mir gerne als pm schicken kann, aber man sollte das nicht hier groß und breit ausstreiten. und cmling, du darfst das "e" gerne haben, ich schenks dir, hast sicher schon eine große sammlung davon ...

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15
3
am 10. Juni 2015 um 10:07

"Sour" ist ein englisches Wort; "Creme", "Krem(e)" und wohl auch "Crem" [sic] sind deutsche Wörter. Es geht höchstens in zweiter Linie um das "e". Warum zwei Sprachen verwenden?
Das Wort "Quasi-Analphabetismus" hielt ich für verständlich. Bei solchen Neologismen verzichte ich auf die Absegnung durch Wörterbücher. Mes Entschuldigungen.
Jetzt wird die Sache sogar mir langweilig.

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22
am 9. Juni 2015 um 23:33

What problem?

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am 9. Juni 2015 um 22:39

"Saure Sahne" oder "Sauerobers"...nee...doch lieber "Sauerrahm".

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am 9. Juni 2015 um 22:37

First-world-problem?

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am 9. Juni 2015 um 21:44

Fad war mir nicht. Ich habe leider eine Berufskrankheit, die an Tagen durchbricht, wenn ich grantig bin: Intoleranz gegenüber sprachlichem Quatsch, weil er mich oft ärgerlich viel Zeit und Nerven kostet. Ich vergesse (oder ignoriere) dann, daß in den weitaus meisten Fällen dieser Quasi-Analphabetismus keinerlei Konsequenzen hat, ja nicht einmal wahrgenommen wird. Das ist dumm von mir, ich weiß. Da ich mich aber kenne, wäre es unehrlich, Besserung zu geloben. Es wird immer solche Tage geben.
Nur eines: Wie würdet Ihr diese Fehlgeburt *aussprechen*?

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22
am 9. Juni 2015 um 17:53
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67
17
am 9. Juni 2015 um 17:53

Dir muss echt fand sein, cmling!

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67
17
am 9. Juni 2015 um 15:33

Mit Sicherheit war sour cream (lt. Speisekarte) gemeint, also Sauerrahm.
Wurde das Wort "kleinlich" bereits erfunden?

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63
50
am 9. Juni 2015 um 15:06

Sour Creme? Das Wort "Sour" gibt es im Französischen nicht; "Creme" wird im Französischen "Crème" geschrieben und gibt es Englischen überhaupt nicht.
Wenn's Russen schreiben, paßt das ganz gut dazu.

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48
22
am 9. Juni 2015 um 14:58

Da ich gerade aus St. Petersburg komme :) habe dort in einem der - laut Einheimischen - besten Restaurant für russischer Küche unter anderem auch Pelmeni gegessen, die kamen dort auch nur mit Sour Creme (das ist die weiße Soße, zumindestens war es dort so) auf den Teller. Das scheint also durchaus authentisch zu sein ;) Ist übrigens eine typische russische Spezialität, die es jedoch auch quer über Europa in diversen Ausführungen auf den Teller kommen.

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15
3
am 8. August 2014 um 11:33

cmling: Danke. Aber weisst eh, meistens wurde "Russland" gesagt. Du hast aber natürlich recht.

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88
16
am 8. August 2014 um 11:29

Gehörte nicht zu Rußland, sondern zur Sowjetunion.
(Rußland gehörte auch zur Sowjetunion.)

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48
22
am 8. August 2014 um 11:24

Naja, das mit den "georgischen" Speisen wird wohl daran liegen, dass Georgien bis 1991 zu Russland gehörte.

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88
16
Stolichniy
Fischhof 3
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
38
33
46
3 Bewertungen
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