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Pizzeria Mama Mia II - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 4. August 2014
Experte
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2Speisen
2Ambiente
2Service
21 Fotos1 Check-In

Die Pizzeria „Mama Mia II“ ist bereits das zweite Lokal des Besitzers, das Stammlokal ist im 6. Wiener Gemeindebezirk gelegen, das „Mama Mia I“. Das Lokal befindet sich am Mittersteig, direkt neben dem Caritas-Zentrum. Vor dem Lokal befindet sich ein kleines Podest, der Schanigarten. Da aber sowohl der Mittersteig sehr stark befahren ist, und daneben im Caritas-Zentrum ebenfalls reger Verkehr, auch per LKW, herrscht, ist der Gastgarten natürlich sehr ungemütlich und laut.

Vor dem Lokal befinden sich zwei Tafeln mit diversen Empfehlungen und natürlich finden sich auf diesen sehr „interessante“ Gerichte: „GEFÜLTE Melanzani“ und „Gnocchi in ARTICHOCKENSAUCE“ – ich werde es nie verstehen, aber wenn man schon beim Lokalnamen einen Grammatikfehler einbaut...

Das Lokal war völlig leer, und ich konnte mir daher den Platz im Nichtraucherraum, in dem man sich automatisch nach dem Eintreten in das Lokal befindet, aussuchen. Eine große, schwere und dunkle Holzschank befindet sich im Zentrum des Lokals und wirkt sehr rustikal. Einmal Platz genommen, studierte ich das Interieur, das einem mehr an ein einfaches, bodenständiges Wirtshaus erinnert, denn an eine Pizzeria. Die Einrichtung sichtbar etwas zusammengewürfelt und insgesamt völlig „unitalienisch“ – es kommt also auch absolut kein italienisches Flair auf. Eigentlich könnte man die Einrichtung durchaus auch als „überwutzelt“ ansehen. Vis à vis von mir ein Stapel Kochbücher auf einem Sessel und noch besser, an der Wand ein Reliefbild, das einen „Nasenbohrer“ darstellt – „sehr adrett und passend“.

Ich wurde eher nicht freundlich begrüßt sondern eigentlich mehr zur Kenntnis genommen. Beim Studium der recht einfachen und optisch nicht besonders ansprechenden Speisekarte findet man die überall angebotenen „Allerweltsspeisen“ der Italienischen Küche – keine Raffinesse, keine Besonderheiten. Was aber sofort auffällt, Standardkäse für die Pizze ist „Fior di latte“, also Kuhmilch-Mozzarella. Negativ jedoch, es gibt keinen Büffelmozzarella und den Hinweis: „Alle Pizzen mit Knoblauchrand und Oregano“ – völliger Schwachsinn, das wird in Italien nicht gemacht. Die gesamte Speisekarte findet man im Internet unter: Link.

Die Bestellung verlief nicht ganz so einfach, der Service war sehr unsicher und auch nicht so toll der deutschen Sprache mächtig. Bemüht oder gar engagiert zeigte man sich ebenfalls nicht wirklich.

Zu trinken hatte ich ein „Schlossgold Alkoholfrei“ (EUR 3,30) und einen durchaus interessanten „Espresso Doppio“ (EUR 3,50) der Marke „Foschi“ (Link). Der Espresso hatte eine schöne Crèma und war recht gut.

Einmal die „Tomatensuppe mit Croûtons“ (EUR 3,30) – der Farbe nach, eher kräftiges orange denn rot, wurden durchaus frische Paradeiser verwendet, aber gerade zur jetzigen Zeit derart geschmacklose, nicht fruchtig-süße Tomaten zu präsentieren, ist schade. Generell war die Suppe recht sauer abgeschmeckt, statt diese Paradeiser noch durch etwas Zucker und Tomatenmark zu „retten“. Frische Kräuter fehlten außerdem, man verwendete lieber getrocknete. Ich persönlich brauche keine Croûtons in der Tomatensuppe, aber sie stören mich auch nicht. Was mich allerdings schon stört, wenn ich als Gast das alte, zähe Pizzabrot mit der Suppe essen soll und ungefragt zum „Restlverwerter“ degradiert werde. Außen teilweise zu dunkel und innen trocken und zäh – das waren hier die Croûtons. Den gehobelten Grana, dessen Hauptbestandteil wohl die geschmacklose Rinde war, will ich definitiv auch nicht. Bei dieser Suppe ist man daher mit einem MÄSSIG noch sehr milde bewertet.

Einmal die „Pizza Rucola“ (EUR 8,60) – bestehend aus Tomatensauce, Mozzarella, frische Tomaten, Rucola und von mir ohne Oregano sowie ohne Knoblauchrand bestellt. Abermals leichte Kommunikationsprobleme, und natürlich wurde die Pizza mit Oregano und den hier üblichen Knoblauchrand serviert. Der Pizzateig war völlig blass und so schmeckte er auch. Durchgehend vom Rand bis zur Mitte war die Pizza weich und sehr „letschert“. Es hätte auch nichts geholfen, die Pizza länger zu backen, weil offensichtlich der Pizzaofen hier nichts kann. Die Pizza wäre dann höchstens zäh geworden und gerade eine Pizza sollte schnell und rasch bei hoher Temperatur gebacken werden. Die Tomatensauce ging geschmacklich völlig unter, der Mozzarella war O.K. und die Cherry-Tomaten schmeckten reif und süß, so wie es sein soll. Der Rucola war frisch und völlig in Ordnung. In Summe kann ich aber für die Pizza auch leider nur ein MÄSSIG geben, weil sie einfach nicht gut war und mit dem Original lediglich den Namen und die Kreisform gemein hatte.

In Summe gebe ich daher für die Speisen ein glattes MÄSSIG. Der Besuch war sehr enttäuschend und absolut kein kulinarischer Genuss. Wenn das die „Bella Cucina“ sein soll, dann ist „Carpaccio“ der Bruder von „Pinocchio“

Für das Ambiente kann ich leider auch nur ein MÄSSIG geben. Das Lokal gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Da ist nichts Heimeliges, Liebevolles zu spüren. Der Gastgarten ist für mich viel zu laut und rettet daher auch nichts mehr an der Bewertung. Die Sanitäranlagen sind sehr klein, aber recht sauber. Warum es im Gastgarten auf jedem Tisch frisches Basilikum zum Abpflücken gibt, nicht aber im Lokal drinnen, kann ich auch nicht nachvollziehen.

Für einen völlig gleichgültigen Service, der so gut wie nie am Gast war, wegen leichter Sprachprobleme Sonderwünsche offensichtlich nicht an die Küche weitergeben konnte, kann ich leider auch nur ein MÄSSIG geben.

Fazit: von mir gibt es natürlich keine Empfehlung für das Lokal, bei dem der Name leider Programm ist: „Mama Mia!“ Das Preis-/Leistungsverhältnis ist daher ebenfalls mäßig bis schlecht.

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Kommentare (4)

am 4. August 2014 um 17:23

Türkei: Ketşap = Ketschap

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am 4. August 2014 um 17:06

Heute Grüntee Sencha, zweiter Aufguss! :-P
Ich glaube halt, die oftmals kroatischen oder serbischen Betreiber von "italienischen" Lokalen tappen in die lingustische Falle, weil in ihrer eigenen Sprache Doppelbuchstaben unbekannt sind.
Vielleicht war ja auch deshalb die Pizza Rucola richtig geschrieben, hier wiederum übertrumpfen sich wiederum unsere österreichischen Eingeboren mit "Ruccola" :D
Tatsächlich schon gesehen übrigens - unsere Rechtschreibreformen mit "Filosofie" oder "Delfin" sind harmlos gegen das, was z.B. in Slowenien ganz normal ist:
"Picerija" Link
oder auch "Špageti":
Link
Letztere Form ist lautsprachlich übrigens auch nicht zufällig hier in Kärnten sehr typisch. Homma wieda amol Schpageti 'geesn!
Na, nit Yeti.... Schpageti! :D

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am 4. August 2014 um 16:51

Du hast recht - ich hatte vergessen, es zu erwähnen, "Aromatee" ("SCUSI, RAGAZZO!"). Bin hoid a nimmer der Jüngste, hatte es mir aber extra noch notiert...Depp, bleda...

Mama gibt's in Wien, in Italien gibt's nur die MAMMA.
Gerry

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am 4. August 2014 um 16:41

Ich werd's auch nie verstehen, wie man ein italienisches Lokal macht und schon beim Namen einen Rechtschreibfehler einbauen kann.

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Pizzeria Mama Mia II
Mittersteig 8
1050 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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