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LAVANDERIA - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. August 2014
Update am 9. August 2014
Experte
uc0gr
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4Speisen
4Ambiente
3Service
41 Fotos1 Check-In

Die Pizzeria-Trattoria „Lavanderia“ stand schon lange für einen Besuch auf unserer Liste. „Lavanderia“, zu Deutsch die „Wäscherei“ – war da nicht etwas? Ja klar, gleich daneben bis ums Eck in die Loudongasse befindet sich ja das fast schon legendäre, von Andreas Flatscher 1998 als Jungunternehmer gegründete Lokal „Die Wäscherei“. Man gehört also zusammen, das verraten auch die beiden Logi – die Symbole für „nicht waschen“, „nicht bügeln“, „essen“ und „trinken“. Bei der „Wäscherei“ als Trinksymbol der Bierkrug, bei der „Lavanderia“ das Weinglas, sonst ident.

Andreas Flatscher verkaufte übrigens 2009 die „Wäscherei“, um sich die Welt insbesondere die kulinarische Welt anzusehen. In dem Altbaugebäude, das Anfang des 20. Jahrhunderts hier errichtet wurde, siedelte sich damals der „Albert-Wirt“ an, der jedoch in den 50-er Jahren dann einer Münzwäscherei weichen musste – daher der Name „Wäscherei“ bzw. jetzt auch noch „Lavanderia“.

Was hat man in der „Lavanderia“ kulinarisch zu erwarten? Typische, klassisch italienische Spezialitäten wie Antipasti, tatsächlich hausgemachte Pasta, Pizza, Fisch, Meeresfrüchte, ein paar Fleischspezialitäten und einige, wenige Dolci. Über die doch zahlreichen angebotenen Weine kann ich nicht berichten, da ich keinen Wein trinke.

Vor dem Lokal befindet sich ein straßenseitiger Schanigarten. Direkt an der Albertgasse, die aber nicht sehr stark befahren wird. Im Lokal stößt man unmittelbar auf die recht große, moderne, holzverkleidete, mit LEDs indirekt beleuchtete Schank, rechts der Hauptgastraum, links ein paar Hochtische und Hocker sowie eine adrette, schön beleuchtete Flaschenvitrine. Recht hell gestaltete Wände, das Lokal jetzt nicht unbedingt italienisch eingerichtet, aber sehr freundlich und harmonisch auf den Gast wirkend. Die hintere Wand wurde mit handelsüblichen Steinverkleidungen aus dem Baumarkt und einem großen Spiegel mit schöner Beleuchtung sowie sehr geschmackvoll als Kontrast gestaltet. Ein Extra-Stüberl gibt es übrigens für Feiern, Feste, etc. ebenso.

Wir wurden freundlich begrüßt und konnten uns einen Tisch frei wählen – sicherheitshalber aber hatte ich reserviert. Zu trinken hatten wir ein „Clausthaler Alkoholfrei“ (EUR 3,50/0,5l), zwei „Apfelsaft Naturtrüb mit Leitungswasser“ (EUR 2,90/0,5l – Wasser ohne Verrechnung) sowie einen sehr guten, kräftigen und intensiven „Espresso Doppio“ (EUR 3,40), der Marke „Testa Rossa“ (Link).

Schon das Studium der Speisekarten, die beste Tochter von allen und ich wollten die Pizze probieren, zauberte einem ein Lächeln ins Gesicht. Die Frage nach dem Pizzakäse stellt sich hier gar nicht, Standard ist „Fior di latte“, also Mozzarella von der Kuhmilch und auch der unsinnige „Knoblauchrand“ entfällt hier – bravo, so soll es sein. Knoblauch, in Olivenöl mariniert, oder Peperoncini-Öl werden in der „Lavanderia“ á part serviert.

Einmal die „Pizza Margherita mit Mais“ (EUR 6,90 + EUR 0,70) – echtes Italo-Feeling kam plötzlich auf – arbeitet hier jetzt „unser Pizzaiolo“ aus Bibione? Fruchtige Tomatensauce, keinerlei durchweichter Teig in der Mitte, milchiger Mozzarella und auf den Punkt gebacken – SEHR GUT, ohne Wenn und Aber.

Anmerkung: meiner Meinung nach sind die Pizze in der „Lavanderia“ klassisch römischer Art. Ein eher dünner Teig, der Rand nicht so dick wulstig und dafür bis zur Mitte hin knusprig, bedingt durch die Beigabe von Olivenöl zum Teig und dem kürzeren Gehenlassen desselben. Außerdem werden die Pizze hier auch in einem Elektroofen gebacken, was bei der römischen Pizza ebenfalls nicht moniert würde. Aber für Neapel wäre schon alleine der Elektroofen oder das Öl im Teig ein grober Frevel. Besonders lobenswert auch, dass die Pizze in der „Lavanderia“ keine „21-Zoll Räder“ sind, die sowieso auf keinen Teller passen und dann natürlich unhygienisch über den Tellerrand hinaus am Tisch aufliegen. Vernünftig große Pizze auf passendem Porzellan – so soll es sein, und so ist es auch in der „Lavanderia“.

Einmal die „Pizza Lavanderia“ (EUR 11,90) – bestehend aus Tomatensauce, Rucola, Büffelmozzarella, Prosciutto San Danielle und frischen Cherry Tomaten. Alle Auflagen waren TOP-frisch, die Cherry Tomaten süß und reif, der Schinken wunderbar dünn geschnitten und mit herrlichem Aroma, der Pizzateig g’schmackig und knusprig – hierfür gebe ich sogar in diesem Rahmen, ist die „Lavanderia“ doch ein Lokal ohne Hauben oder Auszeichnungen, ein glattes AUSGEZEICHNET.

Einmal das „Tiramisu“ (EUR 4,50) – das Tiramisu hat nicht ganz überzeugen können. Die Mascarponecrème war zwar gut, es wurden auch keine Biskotten sondern Savoiardi verwendet, jedoch wurde es gewollt falsch gefertigt. Es hat schon seinen Sinn, dass die einzelnen Lagen der Savoiardi immer mit der Crème bedeckt werden – so werden und bleiben sie saftig, was man bei der Schichtweise hier, unten drei Lagen Savoiardi und darauf dann die ganze Mascarponecrème, vermisste. Geschmacklich war es aber noch im GUTEN Bereich.

Einmal die „Crème Caramel“ (EUR 4,50) – die Crème war ein wenig grieselig, aber geschmacklich sehr gut, mit herrlichem Vanillearoma. Der Karamell-Guss war ausgezeichnet, mit leichtem Orangenaroma und ohne Bitterstoffe, was bei Karamell schnell passieren kann, gefertigt – ein glattes SEHR GUT.

In Summe gebe ich daher, für einen wunderbaren lukullischen Genuss, in diesem Rahmen und auf diesem Lokalniveau, ein glattes, wohlverdientes SEHR GUT.

Für das Ambiente, wir haben uns sofort sehr wohl gefühlt und das Lokal ist wirklich adrett und ohne Kitsch oder sonstigen Schnick-Schnack eingerichtet, gebe ich ebenfalls ein SEHR GUT. Man sitzt bequem beim Essen und verweilt gerne etwas länger. Die Sanitäranlagen sind sehr sauber und gepflegt.

Der Service war sehr herzlich und nett, aber manchmal einfach im Gastgarten „verschollen“. Die doch spürbare Unsicherheit, es war ihr erster Arbeitstag in diesem Lokal, beeinflusst die GUTE Bewertung nicht negativ – Jede/r fängt einmal an.

Fazit: von mir gibt es für die „Lavanderia“ eine glatte Empfehlung mit gutem Gewissen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist sehr gut, die Pizze sind wirklich empfehlenswert. Am Samstag & Sonntag wird ein Brunch angeboten, von 10:00h – 15:00h um EUR 14,00 pro Person (inkl. Fruchtsäfte). Außerdem rundet ein saisonales Angebot (derzeit Sommerangebote) das Gesamtbild positiv ab. „Gnochi“ statt „Gnocchi“, „Ruccola“ statt „Rucola“ in der Speisekarte stehend, das sollte einem nicht passieren und wundert mich immer wieder. Wir kommen aber trotzdem sicher wieder.

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Kommentare (11)

am 4. August 2014 um 14:37

Eh.
Trotzdem habe ich jetzt 'Bilder in meinem Kopf'
(...)

LG

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283
71
am 4. August 2014 um 13:51

War ja nur Spaß, du weißt ja, dass ich ein Katzennarr bin und ein paar dieser "hochwohlgeborenen Durchlauchten" zu Hause habe.
Gerry

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215
47
am 4. August 2014 um 12:56

Pfffahhh.
Und aus !

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283
71
am 4. August 2014 um 12:50

Na "einspannen" musst das Katzi schon vorher... ;-)

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215
47
am 4. August 2014 um 12:22

... ergibt dann jede Menge rote 'Notenzeilen' auf den Unterarmen ...

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283
71
am 3. August 2014 um 21:12

"Da nehm' ich dann etwas Vanish-Oxi, reib das in Katzis' Fell ein und saug' sie gründlich ab...alles wieder schneeweiß!" ;-)

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215
47
am 3. August 2014 um 20:21

... ja, wer mich bei der Gartenarbeit stört - wird schwuppdiwupp zum Avatar !

(amarone - Stichwort FETZENdeppert ... )

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283
71
am 3. August 2014 um 19:45

Ui jo... wer hat die Bubakatz' gebleicht??

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315
75
am 3. August 2014 um 19:36

Wenn dir generell diese Art von Pizza auch zusagt, dann ja, amarone1977.

Apropos "waschen": da würde ich sofort einmal "bubafant" zu rate ziehen, immerhin hat sie bereits eine schwarze Katze lupenrein weißgewaschen...(siehe ihr neues Avatar-Bild) :-D :-D

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215
47
am 3. August 2014 um 18:57

Das Geldtrocknen kannst du gleich bei mir dann um die Ecke machen.
Habe daheim einen Geldtrockner. ;)

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152
83
am 3. August 2014 um 18:48

Das heißt, ich sollte dort mal mein Geld für eine Margherita waschen? ;-)
PS: Tiramisu schmeckt eigentlich nur in den privaten vier Wänden wirklich original. Da gibt's in der Gastro einfach zu viele "Bequemlichkeiten" und Nachlässigkeiten, die ein richtig gutes Tiramisu verunmöglichen.

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315
75
LAVANDERIA
Albertgasse 51
1080 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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