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El Gaucho - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. Juli 2014
NinaT3
4
4
2
4Speisen
5Ambiente
4Service

Anhand meiner ReTe könnte man meinen, der Liebste & ich ernähren uns nur von Burgern und Steaks *hüstel* dem ist allerdings nicht so, nur wenn ich schon essen gehe, will ich etwas Besonderes essen, dass ich nicht hunderte male bereits selbst zuhause gekocht habe – darum waren wir vor ein paar Wochen im Designtower bei El Gaucho (mit Reservierung, ich bin ja durchaus lernfähig).

Das Styling des Lokals finde ich wieder sehr schön, da eher auf der nüchtern-kühlen Seite, im Designtower im 2. Bezirk, der überhaupt ein sehr schickes Gebäude mit Designläden im Erdgeschoß ist (erinnert mich innen an die Hackeschen Höfe in Berlin, wenngleich diese wohl etwa 100 Jahre älter sind!).
Es gibt sowohl einen „Innengastgarten“, also im Inneren des Designtower als auch draußen vor dem Tower – dort wäre meine Präferenz gelegen, da es damals aber sehr stürmisch und kurz vorm Gewitter war, bekamen wir einen Tisch hinten, mit schrägem Blick zum Gastgarten.

Zur Vorspeise:
* Beef Tartare mit Eierschwammerl & Wachtelei
Schön plattierte Kuh, so wie sich das gehört, dezent-unauffälligem Dressing und Pilzen (die hat der Mann bekommen, bin kein Pilzfreund, der Mann umso mehr, er fand sie sehr gut) und das süße Wachtelei, wachsweich, auch einwandfrei zubereitet.

Der Liebste hatte das Huftsteak 300g Churrasco – das ist ein dünnerer Schnitt (ich schätze so 1 1/2cm) und mariniert mit Salsa verde (? Ich hatte nur wenig probiert, Kräutermarinade würde ich sie nennen, nicht zu scharf aber schön würzig) – englisch bestellt, auch englisch bekommen, was den Mann verwunderte, weil das Fleisch recht
dünn war (s.o.) aber ok, der Koch kann das im Zweifelsfall schon ;-))

Für mich gab es Rumpsteak 400g – ebenfalls englisch geordert & natürlich bekommen.
Ein butterzartes Stück Fleisch, das fast auf der Zunge zergeht, wirklich köstlich, wohl eines der besten Steaks, die ich je hatte (besser z.B. als im Frank’s, dort war ich fast enttäuscht)!
Als Beilagen hatten wir:
* Eierschwammerlrisotto (der Mann): war laut ihm wunderbar, ich verweigere mich der Pilze ja, siehe oben.
* Trüffelgnocchi mit Rahm: selbstgemachte Gnocchi (ok, das hatte ich erwartet) in einer guten, sahnigen, aber etwas undefinierbaren Lauch-Rahmsauce, die Trüffel gingen geschmacklich leider etwas unter, war mir ein wenig zu öde und un-trüffelig.
* Wokgemüse: schön au point gebraten, mit leichter Sojasauce und Ingwer
scharfes Chimichurri: sehr gut scharf, harmoniert toll mit dem Steak

Und dann selbstverständlich gab es für mich noch ein Dessert (weil in Wahrheit esse ich nur salzig, also Vor- & Hauptspeise, um dann Nachspeise(n) zu essen *g*):
* Mandel Crème Brulée mit Cassissorbet
Hier wurde mir Frau Monk völlig problemlos der Wunsch erfüllt, dass Sorbet doch bitte in einem Extraschüsselchen zu servieren (normalerweise kommt da eine Kugel einfach so lose auf die Crème Brulée :o aber das verwehrt mir die innere Psycho. Ich mag das nicht so sehr, wenn 2 flüssig/cremige Komponenten zusammenlaufen und außerdem wird doch bestimmt die schöne Zuckerkruste gatschig) und das war eine sehr gute Idee, da das Sorbet doch sehr intensiv war (das ist jetzt nicht negativ gemeint) und richtig stark nach Johannisbeere und zart säuerlich, die CB aber wirklich sanft-mandelig und im Zusammenspiel mit dem Sorbet (also am selben Löffel, gleichzeitig) wohl untergegangen wäre. So konnte ich beide Komponenten separat genießen.

Der Service war über den Abend einwandfrei, Extrawünsche (ähm –schüsselchen) wurden erfüllt, für mich ideal, da weder überengagiert oder desinteressiert.

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Kommentare (19)

am 26. Juli 2014 um 10:56

Helmut: Wo genau schreiben denn "Brotvernichter": "Des brauch i afoch net"?

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88
16
am 25. Juli 2014 um 17:12

Brotvernichter: Danke für den Link.

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88
16
am 25. Juli 2014 um 17:08

Zu deinem "angeworfenen" heißen Thema und die damit von dir "angeworfene" heiße Diskussion, erfordert ein biss'l Hintergrundwissen. Dann lässt sich's besser argumentieren, lieber HelmuthS. Dazu hier eine kleine Hilfestellung von uns an dich (für alle, die's auch noch interessiert):
Link

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67
17
am 25. Juli 2014 um 16:36

Ahja, wichtig auch der Victoria-Barsch

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88
16
am 25. Juli 2014 um 16:36

Moralisch/ethische Grenze ziehe ich z.B. bei Stopfleber, Stopfgänsen, Antibiotika-Garnelen aus Südostasien, Pangasius, nicht artgerecht gehaltenen Tieren, etc.p.p.

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88
16
am 25. Juli 2014 um 16:06

Es führt erst zu Grundsatzdiskussionen, wenn sie jemand anstrebt. Und wenn es Potential für Komplikationen gibt, können wir uns darauf verlassen: HelmuthS ist oft der unbeholfen-unabsichtliche Stichwortgeber. Gott, ist das mühsam.
Und die Leute, die "ob" richtig verwenden, sind so häufig nicht. Auch mühsam. Ich gehe jetzt in den Park.

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48
22
am 25. Juli 2014 um 16:01

Helmut: Glaub ich gar nicht, dass das Thema so heiss ist. Es geht ja um Dinge, die man nicht Essen mag/will. Als Genussmensch muss man sich ohnehin öfter einmal die Frage stellen, wo die Grenze ist, was noch gegessen wird und was nicht (mehr).

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88
16
am 25. Juli 2014 um 16:01

Gewiß nicht immer, Alphawoelfin! Ich habe gegarte Austern schon öfters gegessen.

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48
22
am 25. Juli 2014 um 15:56

cmling: Oft schon, aber nicht immer, so weit ich weiss. Und die wenigen Male, wo ich sie probierte, glaubte ich fest daran, dass sie tot seien ;-))

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88
16
am 25. Juli 2014 um 15:52

Austern werden doch auch oft lebend gegessen?

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22
am 25. Juli 2014 um 15:49

Vor einigen Wochen haben wir in Griechenland lebende Muscheln und Seeigel gegessen. Die Muscheln waren besonders lustig: Zitrone drauf - und wenn sie sich bewegt, ist sie gesund und darf gegessen werden. Ich hätte vorher auch nicht gedacht, dass ich das über mich bringe. Aber sie schmeckten nicht viel anders als Austern.

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88
16
am 25. Juli 2014 um 14:08

Ja, ich finde persönliche Abneigungen auch spannend :) mit jedweden Innereien habe ich null Probleme, die mag ich sogar sehr gerne - und auch jede bis jetzt gegessene Meeresfrucht finde ich toll, obwohl die ja auch zeitweise eher gatschert sind ;-)

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4
4
am 25. Juli 2014 um 14:05

Bei mir is es die Leber, ich hasse die Konsistenz nicht aber eine Leber. Pastete, Hase und Nieren hatte ich auch verabscheut, habe beides dann im Chinarestaurant 27 gegessen und war hingerissen!

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67
22
am 25. Juli 2014 um 13:20

Eigentlich wäre die Frage, warum manche Menschen bestimmte Speisen nicht ausstehen können, ein Thema für eine Dissertation. Ich wäre auf ihre Erkenntnisse gespannt.
Bei mir sind's Nieren und Leber (mit Ausnahme von Ente und Gans).

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48
22
am 25. Juli 2014 um 11:06

Oh ja Amarone, köstlich :D Ironie Ende :D

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4
4
am 25. Juli 2014 um 10:09

NinaT: du solltest mal ein Ragout mit Goldröhrlingen probieren. ;-))))

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315
75
am 25. Juli 2014 um 10:07
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152
83
am 25. Juli 2014 um 09:43

Aber kein schleimiger ;-)

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4
4
am 25. Juli 2014 um 09:06

Information: Trueffel ist auch ein Pilz. ;)

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67
17
El Gaucho
Praterstraße 1
1020 Wien
Design Tower
Speisen
Ambiente
Service
41
33
37
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