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Eckstein - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 8. Juni 2014
Experte
bluesky73
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4Ambiente
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Nach einer längeren Pause klappte es an einem Freitag Ende Mai mit einem gemeinsamen freien Termin, kurzfristig wurde eine Reservierung für den "Steak-affinen Kollegen" und mich im Eckstein vorgenommen. Das Reservierungstool auf der Homepage funktioniert (zumindest bei meinem Versuch) leider nicht, der Versuch per Mail klappte, man freut sich auf uns.

Pünktlich am Lokal angekommen zeigt sich der Gastgarten noch etwas spärlich besetzt – die meisten Gäste ziehen es noch vor, drinnen zu sitzen. Wir werden am Eingang freundlich empfangen und die Reservierung ist sofort gefunden. Auch uns wird die Wahl zwischen einem Tisch im Gastgarten oder im Inneren gelassen – wir folgen dem Mainstream und werden in den hinteren Bereich des Lokales zu einem elegant eingedeckten Tisch begleitet.

Wir kommen offenbar genau zum "Schichtwechsel" zwischen späten Nachmittagsgästen, erkennbar an den mitgeführten Sackerln diverser Boutiquen und den Abendgästen. Das Lokal ist gut besucht – ich Nachhinein hatten wir wohl Glück, noch einen Tisch zu bekommen.

Auf den ersten Blick kann ich keine baulichen Veränderungen erkennen, die seit meinem letzten schon etwas zurückliegenden Besuch passiert sein sollen – die Umbaumaßnahmen dürften wohl vorwiegend unter der Oberfläche stattgefunden haben.
Die junge Dame aus dem Service, die von nun an für uns vorwiegend zuständig ist begrüßt uns höflich und macht einen sehr aufmerksamen Eindruck. Wir werden über die Tagesspezialitäten informiert, ordern einen Aperitif und widmen uns der Karte. Die Getränke kommen überraschend schnell, zu schnell um inzwischen eine Auswahl getroffen zu haben, finden sich doch einige sehr interessant klingende Gerichte auf der Karte. Auch die Weinkarte bietet eine umfangreiche Auswahl, wenn auch fast durchgängig auf einem leicht gehobenen Preisniveau.

Fast unverzüglich nach der Bestellaufnahme wird das Gedeck serviert – aufgeschlagene Butter, der unvermeidliche Liptauer, und ein grobes Salz sowie zweierlei Sorten gutes, aber nicht außergewöhnliches Brot. Langsam wird es ein wenig eng am recht kleinen Tisch und wir fragen uns, wo denn die weiteren Gerichte Platz finden werden.

Das Ambiente empfinden wir als sehr angenehm, die eingesetzten Materialien sind hochwertig, lediglich die Tische stehen für meinen Geschmack ein wenig zu knapp beisammen. Unterstützt durch die optisch sehr schöne Gewölbedecke wird es mit Fortdauer des Abends zunehmend lauter.

Wir haben nur wenig Zeit, uns dem Gedeck zu widmen, bis die Vorspeisen serviert werden und fühlen uns langsam ein wenig gedrängt.

"Tuna und Kalb" – rohmarinierter Pfefferthunfisch, rosa gebratener Kalbsrücken, Kapernsauce (Euro 12). Das Gericht ist optisch sehr schön am länglichen Teller angerichtet. Der Thunfisch ist von sehr guter Qualität, vom Pfeffer ist allerdings nicht sehr viel zu schmecken. Das Kalb ist ganz dünn aufgeschnitten, mehr als zart und wirklich gut, die Kapernsauce entpuppt sich als Tomatensalsa mit einigen Kapernbeeren, darunter quer über den Teller findet sich eine geschmacklich gute Thunfischsauce.

"Eckstein Klassik" - Beef Tartare, geräuchertes Sous Vide Ei, Pfefferpecorino, Kartoffelbrot (Euro 14,50). Auf den ersten Blick erschrickt man fast ein wenig – mittig am Teller sind drei riesige Scheiben Kartoffelbrot nebeneinander aufgestellt, daneben fast ein wenig unscheinbar das in Form gebrachte Tartare und das Ei im Glaserl. Vielleicht innovativ, aber im Vergleich zur anderen Vorspeise nicht ganz so ansehnlich dargebracht. Die Kostprobe lässt über den mittelmäßigen visuellen Eindruck schnell hinwegkommen – das Brot ist außen sehr fein geröstet und knusprig, innen weich. Das Tartate sehr gut gewürzt und laut Aussage eines der Besten, das vom Kollegen je gegessen wurde - trotzdem bleibt eines der Brote zurück.

Unsere bestellte Flasche Wein (Cuvée Vulcano 2005 – Weingut Igler) wird auf einem extra Tisch gelagert und es wird mehr oder weniger regelmäßig nachgeschenkt – die Karaffe Wasser kommt ohne Verrechnung.

Man ahnt es bereits – auch der Hauptgang lässt nicht sehr lange auf sich warten. Die Wahl fällt jeweils auf das Filetstück vom steirischen Ochsen (280g – 28 Euro), ein mal mit Grillgemüse mit Olivenöl und Kräutern sowie ein mal mit den Steak Frites „Eckstein Style“ (jeweils Euro 3).
Unser Wunsch ist es die Beilagen zu teilen, dementsprechend werden sie separat geordert. Das funktionierte bei den Frites gut, beim Gemüse leider nicht - auf ihm thront ein ansehnliches Stück Fleisch. Das Filet ist von hervorragender Qualität, sehr gut gebraten und medium wie bestellt. Das Grillgemüse bestehend aus Zucchini, Aubergine, Paprika ist ein wenig lasch, geschmacklich lind – das sehr gute Safterl, rundum drapiert hilft ein wenig aus. Die Fries sind zweifelsohne hausgemacht, den besonderen Eckstein Style können wir jedoch nicht ausmachen, geschmacklich waren sie gut.

Eine Nachspeise wird uns zwar angeboten, geht aber an diesem Abend beim besten Willen nicht mehr – das dreierlei Eckstein Schokomousse muss bis zum nächsten Besuch warten. Wir genießen lediglich den restlichen Wein – nach exakt einer Stunde und fünf Minuten endet unser Besuch. Auf der Rechnung finden sich inklusive Gedeck und dem Aperitif knappe 130 Euro – nicht günstig, aber gefühlt für das Gebotene ok.

Zum Fazit: Das Ambiente empfanden wir bis auf die eher kleinen, eng stehenden Tische als sehr angenehm und gehoben. Der Service war über weite Strecken hinweg sehr aufmerksam, lediglich beim Ordern der Rechnung bedurfte es mehrere Versuche der Kontaktaufnahme – trotzdem eine tadellose Leistung. Die von uns gegessenen Speisen waren von hoher Qualität, speziell das Fleisch und dessen professionelle Zubereitung übertrifft teilweise den auf Steak spezialisierten Mitbewerber. Einziges Manko: das hohe Tempo trug nicht wirklich zum Genuss und zur Gemütlichkeit bei.

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Kommentare (1)

am 9. Juni 2014 um 11:11

Gebe dir absolut Recht, was die Größe der Tische betrifft - war auch für mich/uns grenzwertig. Der Gästezustrom gibt natürlich auch keinen Anlass, das zu ändern. Das Eckstein hat übrigens keine Haube - vielleicht ja gerade wegen der kleinen Tische :-)

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