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said the butcher to the cow - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 4. Juni 2014
Update am 16. Juni 2014
Experte
Gastronaut
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1Speisen
3Ambiente
0Service

Eine so unglaubliche Kombination aus schlechtem Service und schlechtem Essen habe ich wirklich nur selten erlebt:
Angelockt durch den Hype der letzten Monate und den fast schon legendären schlechten Ruf des Service musst nun auch wir - ich und meine vegetarische bessere Hälfte - das Lokal am Opernring selbst ausprobieren.

Schon bei der Bestellung war die Kellnerin heillos überfordert. Die bessere Hälfte bestellten den Black Bean Burger als Cheeseburger und ich den Bacon Cheeseburger mit der Bitte, dass der Speck auch knusprig sein sollte. Als Beilagen wollten wir Pommes Frittes und Coleslaw. Dies war für die Servicekraft schon so schwierig, dass sie dreimal nachfragen musste, bevor sie es notiert hatte. Zu trinken bestellten wir zwei Gläser Weisswein und für mich ein kleines Wieselburger zum Burger.

Dann begann das lange Warten. Unsere Weine kamen auch nach 10 Minuten immer noch nicht. Kein Wunder, hatten die Kellnerin und ihre Kollegin gemeinsam auch die unglaubliche Menge von ganzen 8 Tischen zu betreuen...
Ich konnte aufschnappen, dass an einem anderen Tisch ein Burger well done serviert wurde und erbat dann bei der Kellnerin, dass meiner bitte bestenfalls medium sein sollte. Sie bestätigte mir dies...

Wenige Minuten später kam sie zurück, meinte, dass mein Burger schon fertig sei und dass man im Butcher-Cow die Bacon Cheeseburger - bei denen der Bacon auch im Fleisch enthalten ist - immer ganz durchgebraten serviert. Das macht man dort eben einfach so, weil man den Gästen ja kein halbdurches Faschiertes servieren könne. Aber "Keine Sorge, der Burger wird ihnen bestimmt schmecken", meinte die Dame. Sekunden bevor der eine Burger kam, erhielten wir unseren Weißwein, der ja eigentlich für die Wartezeit bestimmt war. Schon beim Betrachten des Burgers war erkennbar, dass der Bacon alles andere als knusprig war. (Fotos folgen) Ausserdem waren die Buns nicht wie in jedem besseren Burger-Lokal angetoastet.

Der zweite Burger brauchte natürlich noch einige Minuten. Und erst dann trudelten langsam auch die Beilagen ein. Die Kellnerinnen wirkten dabei so gestresst, als müssten sie gleichzeitig 30 Tische bedienen, wobei sichtlich keiner der anderen Gäste verstehen wollte, warum sich das Servicepersonal so gestresst gefühlt hat.

Als dann nun endlich fast alles Bestellte - das Bier fehlt noch - am Tisch befand, konnten wir endlich kosten. Zunächst waren die selbstgemachten Steak Fries dran. Diese mag ich ja im Gegensatz zum Rindfleisch doch eher durch, wurde aber enttäuscht. Zusätzlich fehlte auch noch das Salz. Das darf man sich hier übrigens selber holen...

Mein Burger war einfach nur ekelhaft.Das durchgebratene Fleisch wäre bei jeder Kette schmackhafter und besser gewürzt gewesen. Trockener geht es nicht mehr. Das Brot wurde mit jedem Bissen mehr und wurde immer unessbarer. Der andere Burger - also der vegetarische - hätte knusprig sein sollen, war es aber nicht. Die bessere Hälfte hat nur die Bohnen rausgenascht und gemeint, dass das Laibchen innerhalb eines Wraps wahrscheinlich ganz ok gewesen wäre, so aber einfach nur eine Beleidigung war.

Die Kellnerin sah zwar, dass ich meinen Burger nicht weiteressen wollte, und meinte zu mir, dass man in diesem Lokal die Burger eben durchbrät, weil man Gästen ja kein allzu rohes Faschiertes vorsetzen darf. Das sei verboten. Auf meine Antwort, warum es dies aber in jedem anderen guten Burgerlokal gibt, meinte sie nur patzig, dass man ihr das eben so gesagt habe. Dass eine Servicekraft versucht die Gäste für dumm zu verkaufen, war für mich der Gipfel der Frechheit...

Wir haben gezahlt - alles bis auf das Bier, das nie kam - und gingen. Wir gingen essen. Und ich kann jetzt jedem empfehlen für Burger weiter ins Flatschers, Edison, El Gaucho, zum Figls oder ins Cuadro zu gehen und um das Butcher-Cow einen wirklich großen Bogen zumachen. Zumindest so lange, wie es in der Küche und im Service so chaotisch zugeht wie jetzt...

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Kommentare (8)

am 7. Juni 2014 um 10:03
Experte
152
83
am 7. Juni 2014 um 10:02

Seit meinem Besuch in einem "gehypten" lateinamerikanischen Lokal in Wien werde ich grundsätzlich solche "Gehypten" vermeiden. Gastronauts Bewertung ist für mich die letzte Bestätigung. Sollen halt die Gehypten für die bezahlten Restaturanttester bleiben...

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Experte
152
83
am 6. Juni 2014 um 13:37

Puh - ich hab für nächste Woche einen Tisch reserviert. Hoffentlich nehmen sie sich die Kritik bis dahin zu Herzen ;)

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Experte
121
21
am 5. Juni 2014 um 10:42

Ja, das habe ich mir auch gedacht...

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Experte
428
45
am 5. Juni 2014 um 09:14

Je mehr ich darüber nachdenke, desto bedenklicher finde ich es eigentlich, dass sie sich nicht "trauen" das Faschierte roher zu servieren...

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90
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am 5. Juni 2014 um 08:46

Genau. Man sollte also all diesen Verbrechern die rohes Beef Tartare anbieten die Polizei an Hals hetzen...

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Experte
428
45
am 5. Juni 2014 um 06:30

Den Aussagen der Kellnerin zufolge muss Beef Tatara ja höchst illegale Ware sein ;-)!

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Experte
90
10
am 4. Juni 2014 um 23:48

Genau der von dir genannte "Hype" (ein für Wien vertrottelter Ausdruck) könnte mich genau NICHT in ein Lokal locken, daher hält sich mein Mitgefühl sehr in Grenzen.

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Experte
215
47
said the butcher to the cow
Opernring 11
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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