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Enoteca Amici Miei - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 21. Mai 2014
Experte
Stammersdorfer
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4Speisen
4Ambiente
3Service
1 Foto1 Check-In

Wir sind durch Italien begeisterte Freunde auf die Enoteca (= Weinhandel, Feinkost und Gastronomiebetrieb) aufmerksam geworden, die wir dann auch gleich mitgenommen haben.

Das Lokal in der Alserbachstraße 5, gleich hinter, neben, vor der Markthalle Nußdorfer Straße. (steht unter Denkmalschutz und ist die letzte ihrer Art in Wien)

Einige Tage zuvor reserviert, weil wir wussten es ist klein und JA es ist sehr klein. Je nach Bedarf dürften die wenigen Tische entweder im, oder so wie gestern vor dem Lokal, auf dem sehr breiten Gehsteig stehen. Sitzplätze gibt‘s gezählte 16 und noch zwei Stehtische, später drei, der Wirt dürfte noch irgendwo einen „gefunden“ haben.
Es herrscht sehr reges treiben, manche kommen, trinken schnell was und sind wieder dahin und solche wie wir, die dann auch mal länger sitzen und fast alles ausprobieren.

Im Lokal gleich links, ein großes Regal mit allerlei Köstlichkeiten, vor einem eine Vitrine mit Wurst, Prosciutto etc, dahinter eine kleine Küche, sonst nicht viel, weil die Tische stehen ja alle vor der Türe. Alles macht einen gepflegten Eindruck, resp. ist noch neu.

Die handelnden Personen, zwei an der Zahl, der Chef er kellneriert, wir haben ihn aber auch an der tollen Speckschneidemaschine „erwischt“ sowie eine Art Koch, der auch das Essen zum Tisch bringt. Beide sehr freundlich, flott auch, aufmerksam nicht immer, wir haben den Prosecco „sicherheitshalber“ eh gleich in der Flasche bestellt :-) Dass sie Ahnung von dem haben was sie machen, hat man gesehen.

Der Perlwein war von BORTOLOMIOL, allerfeinst wie wir einhellig fest stellten, leicht und angenehm zu trinken, oder soll ich süffig sagen, am Ende waren es dann drei an der Zahl und nein wir sind nicht mit dem Auto nach Hause gefahren.

A ja da waren noch drei kleine 0,33l PERONI NASTRO AZZURRO, ich liebe dieses Bier, leicht zu trinken weil‘s nicht so bitter ist. (Die haben seinerzeit den Valentino Rossi gesponsert wie er für Honda gefahren ist, hat zwar nix mit der Bewertung zu tun, ist mir als „Moped“ begeisterten aber gerade dazu eingefallen)

Nun zum höchst erfreulichen, kulinarischen Querschnitt.
Wir hatten eine herrliche Burrata mit kleinen Paradeisern, da hat man die Sonne Italiens geschmeckt und verschiedenem „Grünzeug“ also Salatblattln, drüber etwas Olivenöl, da rinnt mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen.
Der gemischte Vorspeisenteller für zwei bestand aus San Daniele, hauch dünn, sensationell, einer sehr feinen Mortadella, dann eine Wurst ähnlich einer Salami, auch die war geschmacklich sehr gut, sowie einem saftigen Schinken, bist du deppat :-) Weiter fanden sich drei verschiedene Käse, keine Ahnung welche, einer besser als der andere, kleine schwarze und große grüne Oliven, sehr bekömmlich, Kapern von einer Größe und Geschmack wie ich sie noch nicht kannte.
Das einzige was uns auf dem Teller nicht so geschmeckt hat, waren so kleine rote Dinger, ähnlich einem Paprika, gefüllt mit irgendwas, das war nur scharf und sonst nix, aber der „Rest“ war allerfeinste Ware, da waren sich vier Leut einig.

Weiter ging’s mit einer Portion Tagliolini (sehr dünne Bandnudeln) mit Pesto alla Genovese, die Nudeln auf den Punkt, ein Geschmackserlebnis vom allerfeinsten.
Im Anschluss einen „Berg“ San Daniele, 24 Monate gereift, wir stehen auf den „jungen“ die haben auch 36 und 48 Monate zur Auswahl.
Da war dann noch ein Teller mit Fossa di Cormons, das ist ein kräftiger, recht würziger Käse, eher etwas härter, den kannte ich nicht, auch der ganz ausgezeichnet.

Wir haben zwei Brotkörberln verdrückt, also nicht die Körberln, sondern das Brot, Oliven- und „normales“ Weißes, das kommt als einziges nicht aus Italien, sondern angeblich aus dem nördlichen NÖ, da kennen wir Besseres, etwas frischer hätte es sein können.

UND ja, wir haben ALLES zusammen gegessen :-)

Zusammenfassend ein sehr erfreulicher neuer Italiener, der „Koch“ kommt mit Sicherheit auch von dort, es wird ganz ausgezeichnete Kulinarik geboten, die Location passt auch sehr gut, weil nicht direkt an der doch stark befahrenen Alserbachstraße gelegen. Das Personal sehr freundlich, etwas aufmerksamer könnten’s sein.
Wir haben mit Trinkgeld € 165,-- gezahlt, das war es auf jeden Fall Wert.

UPS jetzt hätte ich doch fast die vier Abschlussprosecco vergessen :-)

In Perchtoldsdorf gibt es einen Ableger der Enoteca Amici Miei
und
ein (viele) Blick(e) auf Facebook lohn(en)t sehr PROST und MAHLZEIT

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Kommentare (3)

am 22. Mai 2014 um 10:29

.....und die kleinen Paradeiser dazu..... :-)

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Experte
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28
am 22. Mai 2014 um 10:09

Danke :-)
und Si wie der Italiener sagen würde, er war da dieser eher dickflüssige cremige Kern, mein Gaumen denkt noch jetzt daran, so gut war die dort.

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Experte
234
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am 21. Mai 2014 um 21:45

Ein sehr schöner H-G-L-Bericht!

Gestatte mir nur eine kurze Frage, weil für mich essentiell: "Hatte die Burrata den flüssigen Kern, der ein Merkmal derselben ist?"

Danke für eine Info und DANKE für den schönen Bericht vom
Gerry

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Experte
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47
Enoteca Amici Miei
Alserbachstraße 5
1090 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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1 Bewertung
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