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Grill Asia - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 19. Mai 2014
Experte
uc0gr
215
47
28
2Speisen
4Ambiente
3Service
87 Fotos1 Check-In

Das „Grill Asia“ stand schon sehr lange auf dem Programm, daher schnappte ich mir meine beste Tochter von allen, und wir besuchten endlich dieses Lokal. Zu übersehen ist es wahrlich nicht, hat man hier praktisch direkt an der Autobahnabfahrt „Hirschstetten / Kagraner Platz“ ins Nichts dieses mehr als nur große Lokal errichtet.

Es ist noch nicht lange her, da waren hier lediglich bewirtschaftete und dann auch teilweise unbewirtschaftete Felder – sonst nichts. Nun thront hier der riesige Neubau des „Grill Asia“ und wirbt weithin gut sichtbar mit seiner beleuchteten Außenwerbung. Das „Grill Asia“ in Vösendorf und das „Grill Asia“ im 22. Bezirk gehören übrigens zusammen.

Neben dem Lokal befindet sich ein offensichtlich mehr als ausreichend groß dimensionierter Parkplatz, sodass man diese Sorgen schon einmal nicht hat. Entlang des Gebäudes ein schmaler Streifen, wo man einige Tische als Gastgarten installierte. Durch eine Doppel-Glasschiebetüre, da die Lage des Lokals doch recht windexponiert ist, traten wir in das Lokal ein. Direkt an einer mächtigen Schank, die eigentlich mehr ein Empfang ist, wurden wir freundlich begrüßt, und wir durften uns einen nicht reservierten Tisch aussuchen.

Das Lokal ist natürlich irrsinnig modern und neu gestaltet, mit mächtiger Beleuchtung, da und dort Lichtspiele in grün oder blau und wird aufgelockert durch einen „Bambuswald“, der sich durch das gesamte Restaurant zieht. Das gesamte Lokal ist lichtdurchflutet, teils durch die Beleuchtung und teils durch die großzügige, großflächige Verglasung. Sehr attraktiv und freundlich – uns gefiel das Gesamtbild sehr gut. Und dann kam aber noch der imposante Ausblick auf die Buffetreihen, der schon fast atemberaubend war. Es glitzert, es funkelt und wir stehen einer schier unendlichen Buffetauswahl an fertigen Speisen und Zutaten für Teppanyaki gegenüber.

Da im Endeffekt der Besuch von sehr gut bis mäßig war, werde ich die Bewertung separat für Buffet und Teppanyaki durchführen. Natürlich stets unter der Berücksichtigung, dass es sich um kein Hauben- oder Sternelokal handelt.

*** DAS BUFFET ***
Angeboten werden typische Klassiker der asiatischen Küche wie „Acht Schätze“ „Knusprige Ente“ oder „Gebackenes Gemüse / Huhn“, „Süß-saures Huhn“ oder „Hummerchips“ und „Minifrühlingsrollen“ sowie „Dim Sum“ und Ähnliches – völlig unauffällig und nicht überraschend, brav gefertigt. Bemerkenswerterweise jedoch wurden sowohl „Gan Bian-Hühnerfleisch“ als auch eine „Hühnerleber mit Zwiebeln“ angeboten. Das „Gan Bian-Huhn“ war weder knusprig gebraten, oder gar in knusprigem Teig frittiert und schwamm in der Sauce, was natürlich mit der Zubereitungsart „Gan Bian“ (= trocken knusprig gebraten) nichts zu tun hat. Allgemein bekannt dürfte doch auch sein, dass Leber (egal welcher Herkunft) ein Warmhalten über längere Zeit, nicht verzeiht. Ergo, die Hühnerleber war völlig trocken und hart, dabei hatte sie aber eine so gute Sauce - schade. Die „Gebratenen Nudeln mit Curry“ hingegen waren wiederum wunderbar, die Ente sehr knusprig und frisch, der Rest, wie halt überall erhältlich. Pommes & Braterdäpfel brauche ich jedoch beim Asiaten wirklich nicht. Viele der fertigen Speisen waren auf knusprig frittierten Reisnudeln gebettet, was allerdings doch eine Verschwendung von Lebensmitteln darstellt, wiewohl es attraktiv aussah. Erwähnenswert sicher auch noch die angebotene Knoblauchsauce, die einen äußerst kräftigen und intensiven Geschmack hatte.

Das Suppenbuffet bestand nur aus der „Pikant-Sauren Suppe“, die tatsächlich sehr pikant war, sowie der „Miso-Suppe“. O.K., aber eben auch nicht mehr. Punkten konnte man jedoch mit dem Salatbuffet, das eine große Auswahl an diversen Salaten (auch unpassende, wie Erdäpfelsalat) und vor allem auch eine gute Auswahl an diversen Dressings bot.

Das Nachspeisenbuffet teilte sich in zwei Bereiche auf, in einen unnötigen „Gummi-Zeugs-Bereich“ und in einen deutlich größeren Kuchen- & Obstbereich. Das Obst bestand jedoch einzig aus frischen Wassermelonen und sonst ausschließlich nur aus Dosenware bzw. eingelegten Fruchtsalaten – sehr schwach. Das Kuchenangebot jedoch wieder eine Wucht. Sowohl das Zitronenbiskuit, die Schwarzwälder Kirschbiskuitrolle als auch der Mohnkuchen waren wie hausgemacht. Tatsächlich waren sie das auch, jedoch gefertigt und geliefert von einem Konditor, was ich aber absolut nicht negativ sehe. Hauptsache gute und frische Qualität beim Kunden. Noch zu erwähnen: es gibt auch eine kleine Eis-Ecke - drei Sorten Eis mit drei Sorten Flaschen-Sauce.

Das Sushi- & Maki-Buffet bot im Prinzip die Klassiker bzw. eigentlich die Basics an Nigiri-Sushi, Maki und California-Rolls. Hausgemacht, brav gewürzt, der Reis dazu wurde gut gekocht, und somit waren die Sushi/Maki wirklich gut.

Gesamtnote für den gesamten Buffetbereich = GUT, aber mit deutlichen handwerklichen Schwächen und da und dort einer Tendenz zum Mäßigen.


*** DAS TEPPANYAKI-BUFFET ***
Auch hier eine gigantisch große Auswahl und betrachtet man die Teigwaren- und Gemüseabteilung alleine, so gab es aus meiner Sicht wirklich keinerlei Anlass zur Beanstandung. Jegliches Gemüse wirkte TOP-frisch, und es gab davon ein mehr als ausreichend großes und abwechslungsreiches Potpourri zur Auswahl.

Die Auswahl an Fisch & Meeresfrüchten war ebenfalls sehr umfangreich, und diese besonders heiklen Rohzutaten waren ausgesprochen gut mit Unmengen an Eis
gekühlt – tadellos bis auf das sehr entbehrlich Angebot von Pangasius.

Die Auswahl an diversen Fleischsorten waren für meine Begriffe ausreichend (Rind, Lamm, Schwein, Huhn, Pute) boten aber auch unnötigerweise das „besonders asiatische“ Känguru. Ungut war, dass manches Fleisch teilweise wirklich noch tiefgefroren ans Buffet geliefert wurde, was sich dann bei der Zubereitung besonders negativ auswirkte. Auch war in dem einen oder anderen Fleischbehälter relativ viel Auftau-Flüssigkeit zu sehen – ein idealer Nährboden für Keime.

Die Auswahl an Teppanyaki-Saucen ist unerwartet hoch, steht einem doch eine Anzahl von etwa 10-12 verschiedenen Saucen zur Verfügung, die auch relativ gut erklärt sind. Zwei davon habe ich probiert, „Schwarze Bohnensauce“ war super gut, die „Erdnuss-Sauce“ enttäuschend. Das Fleisch war beide Male recht trocken, was aber zu erwarten war, wenn man Fleisch noch fast tiefgekühlt auf den Teppan-Grill gibt. Der Saft tritt rasch aus, und das war es dann mit dem Genuss. Außerdem wird das Fleisch hier teilweise zu feinblättrig geschnitten, da passt dann der Garpunkt mit dem vom Gemüse nicht zusammen. Alle von mir gewählten Gemüse waren sehr gut gebraten – knackig und g’schmackig.

Gesamtnote für den gesamten Teppanyaki-Bereich = bedingt durch das Fleisch, das man weder kochtechnisch noch hygienisch im Griff hat, kann ich in Summe leider nur ein MÄSSIG, geben, da es sich doch um erhebliche Probleme handelt.

Somit gebe ich in Summe für alle Speisen leider ebenfalls ein MÄSSIG, das aber völlig hausgemacht ist. Bei Hygienethemen, die gesundheitliche Auswirkungen beim Gast haben können, gibt es halt leider keine Nachsicht.

Dem Ambiente gebe ich gerne ein SEHR GUT, da uns das Lokal tatsächlich so gut gefallen hat. Die Sanitäranlagen sind wunderbar sauber und sehr modern. Besonders möchte ich hervorheben, dass man bis hin zum eigenen Behinderten-WC sehr großen Wert auf Behinderten-Integration legt – BRAVO, ein wirklich behindertengerechtes Lokal.

Dem Service gebe ich ein glattes GUT, man war stets freundlich und bemüht. Benutztes Geschirr wurde zügig und permanent abgeräumt. Auch die eine oder andere Frage wurde lächelnd und ehrlich beantwortet, so zum Beispiel die Frage nach der Kuchen-Herkunft. Ununterbrochen wurden während unseres Besuches die Buffets kontrolliert und aufgefüllt – mindestens zwei Personen liefen dauernd durch die Buffetgänge und Richtung Küche, um neue Zutaten bzw. Speisen zu holen.

Fazit: ich empfehle das „Grill Asia“ nur bedingt, weil man es einmal erlebt haben sollte. Gleichzeitig aber würde ich mich beim nächsten Besuch vermehrt für die vegetarischen Zutaten entscheiden und diese dann mit Reis, Nudeln oder sonstigen Teigwaren ergänzen. Man hat ein umfangreiches „Artner“-Weinprogramm in der Karte, das man aber meiner Meinung nach zu asiatischen Speisen gar nicht benötigt. Am Ende unseres Besuches, übrigens EUR 15,50 pro Person, gab es keinen Pflaumenwein, am Ausgang jedoch Glückskekse in Selbstbedienung.

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Kommentare (18)

am 20. Mai 2014 um 19:33

Dann werde ich sagen: oh herr, die darfst du behalten!

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am 20. Mai 2014 um 19:13

Vielleicht kommt einmal der große Tag und Admin spricht zu uns: Nun meine treuen Untergebenen ist es soweit: Ihr könnt ab sofort eure Rechtschreibfehler in den Kommentaren korrigieren!

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am 20. Mai 2014 um 19:11
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17
am 20. Mai 2014 um 19:11

Na dann, weiter so Ihr Jäger der virtuellen Punkte - was uns betrifft: ohne den Jagdstress lebt es sich entspannter!

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am 20. Mai 2014 um 18:56

Ja, und für die virtuellen Gummipunkte kannst Du dir dann beim Wiener Salzamt einen Essensgutschein abholen.

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am 20. Mai 2014 um 18:39
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17
am 20. Mai 2014 um 18:38

Alter Schwede, bis vor ein paar Stunden wusste ich nicht einmal das es für Fotos virtuelle Punkte gibt - jetzt seh ich grad das Gerry knapp 5000 Fotos hier eingestellt hat, nicht schlecht mein lieber!

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am 20. Mai 2014 um 17:43

Ja pöser pöser Helmuth, scheint irgendwie ansteckend zu sein...

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am 20. Mai 2014 um 15:17

Gerry, weiter so mit den Fotos...mir vollkommen wurscht, ob du damit Punkte haschen willst oder net. Ich krieg davon einen Eindruck vom Lokal und danke für deine Mühe!
Und wer diesbezüglich an Reizüberflutung leidet, für den habe ich einen Tipp: Einfach die Bilder net anschauen!

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83
am 20. Mai 2014 um 15:03

"Weniger ist mehr sagte mir hier schon ein kluger Kopf!"

Komisch, das Dir das der kluge Kopf nicht beim Tommys Burger Imbiss gesagt hat, HelmuthS.

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am 20. Mai 2014 um 14:58

kann seinergottheit nur voll zustimmen!

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am 20. Mai 2014 um 13:06

hbg338: Aha, so wichtig ist den Usern also hier die Rangliste, an die Spitze zu kommen bzw. dort zu bleiben, ist irgendwie an mir vorbeigegangen - ich geh lieber Golf spielen!

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am 20. Mai 2014 um 12:46

Uns ist Rangliste egal, wir fotografieren nicht beim Essen sondern genießen und tauschen uns aus - somit 0 Fotos von uns. Wenn aber jemand Fotos hier reinstellen will, dann soll er das in dem Ausmaß machen, wie es ihm gefällt bzw. wie der Admin es zulässt! (Vielleicht ist die HelmuthSeritis in Zukunft heilbar, verzeih Helmuth, ich konnt einfach nicht anders)

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67
17
am 20. Mai 2014 um 12:37

Es hat für mich Rete schon als passiver Beobachter gegeben lange vor meiner Anmeldung und da habe ich schon bemerkt wie man mit Fotos im Ranking hinaufpushen kann. Die für mich beste Relation im Verhältnis Fotos/Bewertung hat amarone1977 von 1790Fotos / 276Bewertungen, abgesehen von seinen Weltklasse Bewertungen. Im Schnitt finde ich 10-15 Fotos pro Lokal genügend und aussagekräftig.
Uc0gr hat 5001 Fotos bei 136 wobei ich ihm aber eine genauso gute Qualität seiner Bewertungen nicht absprechen will. Wer einmal an der Spitze war will wieder dorthin, und am schnellsten geht es bei dieser Punkteverteilung(Fotos/Bewertung) halt noch immer mit Fotos.

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389
56
am 20. Mai 2014 um 12:14

ist doch lächerlich......wenn euch das ranking egal ist, braucht ihr doch jetzt hier nicht nach "weniger punkte für fotos" schreien!
zuviel fotos kann es gar nicht geben, den einen interessiert vielleicht dieses foto, den anderen was ganz anderes, so kann mit sicherheit jeder einen eindruck bekommen
nachdem uc0gr top-bewertungen schreibt und einer der wenigen ist, nach dem man sich nach einer bewertung auch mal ein neues lokal ansehen kann, ist diese kritik nur mehr als lächerlich!

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6
3
am 20. Mai 2014 um 12:05

Ich glaube nicht, dass er noch Punkte sammeln muss, er hat das höchste Level (Platin) bereits erreicht.

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63
50
am 20. Mai 2014 um 11:30

Für mich stimmt das Verhältnis der Punktevergabe Bewertung zu Foto absolut nicht Pro Foto gibt es 10 Punkte. Für eine Bewertung gibt es maximal 35 Punkte(Erstbewertung mit min 200 Wörtern). Für eine gute Bewertung die H-G-L Format hat braucht man schon einige Zeit, im Schnitt würde ich sagen min. 30min. Ich etwas länger da ich keine 10 Fingersystem beherrsche und sowieso nicht so gut und flüssig wie z. B. bubafant oder andere schreiben.

Auch finde ich die Flut an Fotos ist eine Reizüberflutung. Ich für meinen Teil finde ein paar Fotos von der Optik des Lokales, eventuell Speisekarte wenn sie nicht Online ist, Essenfotos, eventuell Rechnung(Preisinfo und Bestätigung für meinen Besuch) das genügt, und bei weiteren Besuchen die neu noch nicht geladenen Speisenbilder.
Alles andere ist für mich Punktehascherei.

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389
56
am 20. Mai 2014 um 09:27

HelmuthS: Da gerade Du so einen Kommentar geben mußt, halte ich für eine große Ironie! ;)

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Grill Asia
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