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Sajado - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. Mai 2014
Experte
bubafant
283
71
29
3Speisen
2Ambiente
2Service
16 Fotos1 Check-In

Schönwetter. Fenstertag. Monatsanfang. Eine fatale Konstellation, aber wenn frau sich etwas einbildet, dann wird das auch durchgezogen. Ursprünglich war für das Mittagessen ein Wirt im Ort vorgesehen, aber einmal außerhalb vor Ort siegt dann doch der innere Schweinehund.

Das G3-Shopping-Center gefällt von außen mit seiner großzügig geschwungenen Form und dem vielen Holz. Schon bei den ersten Bildern in der Bauphase war das so. Im Inneren des Shopping-Tempels gibt einem die Höhe der Mall das Gefühl frei durchatmen zu können, viel Freiraum, einige 'Installationen', viele davon sehr geschickt mit Wasser. Gleich an prominenter Stelle beim Haupteingang fällt der Blick auf das Sajado, beim Vorbeischlendern ein Blick auf die Speisekarte und zur Mittagszeit fällt die Entscheidung, keine Umwege zu machen und gleich vor Ort etwas zu essen.

Das Lokal teilt sich mit Vertretern anderer Geschmäcker ein rund gestaltetes Endstück einer Geschäftezeile. Obwohl alles groß und luftig ist, gibt es gegen die vorbeiströmenden Shoppingwütigen keine Abgrenzung, und das vermittelt ein bisschen das Gefühl, ohne Rückendeckung dazusitzen. Die Tische stehen relativ eng beisammen, die mit weichem, hellem Kunstleder bezogenen Stühle mit seitlich leicht vorgezogener Rückenlehne vermitteln erstmals Gemütlichkeit, nach dem Aufstehen allerding leichte 'Restfeuchte'. Ein paar Tische sind erhöht mit Barhockern, über das ganze Rund hat man Einblicke in die Theke und den Küchenbereich.

Kein Stoff auf den nüchternen Tischplatten, ein Steher mit der Speisekarte und das Wochenangebot, ein Mittagsmenü (inkl. Vorspeise, eine Position vegetarisch, Montag bis Freitag, 11:00 bis 15:00 Uhr um rund EUR 8,00, die tiefen Teller an den Nebentischen offenbaren riesige Portionen, der Laden brummt). Neben einigen Getränken auf der Rückseite des einzelnen Blattes ein Teeangebot. Daneben ein Köcher mit Essstäbchen und Servietten, Sojasaucen-Schälchen und eine Flasche Sojasauce. Der Kellner wartet erfreulicherweise, bis eine Entscheidung getroffen ist und nimmt danach Speisen- und Getränkewunsch auf.

Bulgogi Bento (EUR 9,90)
Bei der Suppe gibt es die Wahlmöglichkeit zwischen Miso und pikant. Nona wird es pikant.
Das Getränk wird vom eigens dafür abgestellten Kellner gebracht und Kehrum auch die Suppe. Extrem heiß dampfend. Aber eine der besten Suppen in letzter Zeit, ordentlich Schärfe, viel Gemüseklein, kleine Hühnerstückchen, Tofu. Einfach ein sehr gut.

Ebenfalls gut, es wird gewartet, bis man die Suppe fertig gegessen hat und danach erst die Bento-Box eingestellt. Aber was für eine Box. So klein habe ich sie noch nie gesehen.
Der Reis, mittels Förmchen gestürzt ist außen schon etwas eingetrocknet und extrem fad – man hat es vermutlich an der Theke zwischengeparkt. Der Sojasprossensalat ist gemischt mit Blattsalaten, Zwiebeldressing obenauf, sehr gut und erfrischend. Sowohl die beiden Sushi Nigiri, als auch die vier Maki sind – etwas einfallslos – mit Lachs bestückt. Dieser allerdings sehr zart und frisch schmeckend.

Das Bulgogi ist gut gelungen. Ausreichend und sehr gut mariniert, keine Fitzelchen, die an Sehnen zusammenhängen, viel knackiges Gemüse und einige Pilze daruntergemischt, mit Sesam bestreut. Ein guter Durchschnittsauftritt, für die relativ große Portion etwas wenig Reis, das riesige, wasserfeuchte Salatblatt darüber erscheint etwas unmotiviert.
Das Dessertfach mit einer Orangenspalte, einer Viertelscheibe Dosenananas, einer roten Weintraube und einem Eckerl Melone ist eigentlich keine Erwähnung wert.

Fazit: Wenn man schon vor Ort ist, ist für mich das Sajado eines der empfehlenswerteren Lokale. Es darf einen nicht stören, dass man quasi am Präsentierteller des Shoppingtempels sitzt und jeder Vorbeihastende einem in den Teller (in die Box) schaut. Der Lärmpegel ist genauso hoch wie das Gebäude, während meines Besuches schien die Sonne extrem störend durch die Dachflächenfenster. Die Kellner sind nur bei der Erstbetreuung sehr schnell unterwegs. Ist man einmal versorgt und will entweder etwas nachbestellen, oder gar die Rechnung/zahlen, dauert es um die Mittagszeit schon etwas länger. Eine einzige Person darf kassieren und knallt einem dann ein Pad mit den konsumierten Positionen ohne Text, nur in Form von Ziffern und einer Endsumme auf den Tisch. Gutes Service schaut doch etwas anders aus.

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Kommentare (2)

am 12. Mai 2014 um 05:07

Danke, Gerry

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Experte
283
71
am 12. Mai 2014 um 00:24

H-G-L vom Gerry

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Experte
215
47
Sajado
G3 Platz 1
2201 Gerasdorf bei Wien
Niederösterreich
Speisen
Ambiente
Service
32
23
28
4 Bewertungen
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