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Bento - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. März 2014
Experte
bubafant
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4Speisen
3Ambiente
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Das bei der Sanierung komplett auf den Kopf gestellte UCI präsentiert sich in neuem Glanz. Gleich nach dem Eingang findet man jetzt eine durchgängige Lokalmeile. Alles was den Gusto treffen könnte: türkisch, italienisch, asiatisch und natürlich auch österreichisch. Fiel man früher gleich über den Mikro-Schanigarten des Bento, residiert momentan jedes Lokal in ausreichend großen Räumlichkeiten. Den Schanigarten gibt es noch immer, allerdings mit einer leicht hochgezogenen Barriere von den Kaufrauschwütigen getrennt.

Gleich nach dem Eintreten findet man rechterhand die Theke, im Bereich davor ausreichend Tische. Um dem Einkaufscenter-Ambiente etwas zu entfliehen, gibt es am hinteren Ende des Lokals weitere Sitzmöglichkeiten an einer Glasfront, immerhin mit Ausblick auf den Parkplatz. Hier befindet sich auch das obligatorische Raucher-Aquarium. Leider ist die Glastür permanent geöffnet, die Geruchsbelästigung hält sich aber aufgrund der geringen Frequentierung von Rauchern an diesem Freitagmittag in Grenzen. Aufgelockert wird das Ambiente mit großen Grünpflanzen, Fotostrecken an den Wänden und gefälligen Leuchten an der Decke.

Die Tische, nackter Kunststoff im Holzstyle, zum Sitzen eine umlaufende, gepolsterte Bank an der Wand entlang, ansonsten Stühle, ebenfalls Kunststoff mit integriertem Sitzpolsterl. Neben dem Raucherabteil gibt es ein paar Nischen mit einem Bankerl, Hochtisch und –stühle davor. Auf den Tischen eine neuwertige Menage, Sojasauce in der herkömmlichen Ausgießer Flasche, die dazu passenden Saucenschälchen, abgedeckt durch Serviette und Essstäbchen, ein Dekoglas mit Teelicht, sowie ein Tischsteher mit Dim-Sum-Angeboten.
Ich kann mir einen Tisch aussuchen und bekomme umgehend die Speisekarte.

Bulgogi-Bento (EUR 11,00; Suppe, Salat, Sushi, Maki, Reis und Dessert)
Gemeinsam mit dem Getränk wird die Miso-Suppe serviert. Ich werde ein ewiger Skeptiker sein und dieses Exemplar bestätigt mich wieder darin. Mäßig warm, extrem ausgeflockt und mit ganz wenigen Soja-Stückchen darin, kaum Frühlingszwiebel. Das zweite servierte Schälchen mit dem Salat weckt schon etwas mehr mein Interesse. Es ist ein Moyashi-Salat (Sojabohnen mit Zwiebel-Dressing) – herrlich erfrischend, knackige Sprossen und das für mich neue, leicht fruchtige Zwiebel-Dressing rundet perfekt ab.

Noch während ich mit dem Porzellanlöffel die Suppe bekämpfe wird von der Dame im Service die Box eingestellt: Bento Bulgogi BITTÄÄÄÄH. Was heißt eingestellt, auf die Sojaschälchen-Essstäbchen-Kombination draufgeknallt, dass es nur so durch die Gegend fliegt. Das Trinkglas und der Salat gehen haarscharf an der Kollision vorbei. Das muss doch wirklich nicht sein. Für mich gleich ein Grund die Suppenschale, noch halb gefüllt, auf die Seite zu schieben, denn mein Rind möchte ich nicht kalt genießen.

Die Bento-Box ist im typischen rot und schwarz gehalten, hier wird allerdings auf den Oberkanten ein used-Effekt mit Farben vorgetäuscht, brauche ich auch nicht unbedingt. Das Mittelabteil gehört der Wasabi-Paste und dem eingelegten Ingwer, daneben befinden sich drei Maki mit Lachs und Gurke, sowie drei Sushi mit Lachs, Butterfisch und Thunfisch. Allesamt sehr frisch und mit zartem Fisch. In Ordnung, aber so erwarte ich es mir aber auch.
Von den drei Dim-Sum sind zwei zusammengeklebt, warten wahrscheinlich in einer Wärmevorrichtung auf das Servieren. Gefüllt mit einer guten, leicht gewürzten, saftigen Fleischfülle. Schmecken besser, als sie aussehen. Das runde Schälchen mit dem Dessert passt überhaupt nicht richtig in die Box – macht schon mal keinen guten optischen Eindruck. Der Mango Pudding fährt auch bei den diversen Running-Sushis seine Runden, ist hier allerdings mit einem intensiven Fruchtaroma versehen.

Das Highlight ist – nona – Bulgogi. Wie bereits in Vorberichten angeklungen ein sehr gutes Bulgogi, das Rindfleisch ganz dünn geschnitten, kleine Stückchen, zarte Qualität, gut mariniert und gewürzt. Neben dem dunklen Safterl ausreichend Zwiebel und Lauch. Ein rundum gelungenes Gericht, mit dem Klebreis zusammen eine sehr feine Sache. Mitunter eines der besten Bulgogi, das ich bisher verkosten konnte.

Fazit: Die vermeintliche Stärke des allgegenwärtigen Personals ist gleichzeitig auch ein Negativpunkt. Die Kellner haben keine ausgewiesenen Bereiche für die Zuständigkeit. Neuankömmlinge werden im Minutentakt nach ihren Wünschen gefragt (signalisierte man das früher nicht durch das Zuklappen der Speisekarte ?). Geschirr, das man gerade etwas von sich geschoben hat, wird einem quasi unter dem Hintern weg abserviert. Allerdings sind die durchwegs männlichen Angestellten im Service immer freundlich. Das Ambiente ist einerseits der Ausblick auf ein Einkaufscenter, oder wahlweise auf einen gut gefüllten Parkplatz, im Raucherbereich doppelt verglast J. Das Lokal selbst eher nüchtern, aber gleichzeitig modern gehalten. Die Box mit einem Überblick über Suppe, Sushi, Dim-Sum und einer warmen Mahlzeit lässt mich auf alle Fälle zurückkehren – zu einem reinen Bulgogi-Gericht.

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Kommentare (1)

am 5. Dezember 2014 um 10:50

Das Bulgogi muss ja *hervorragend* sein. :-)

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