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El Gaucho - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. Februar 2014
Update am 15. Februar 2014
Experte
VickerlAdler
30
13
19
4Speisen
3Ambiente
5Service

"Das frühere Neni im Zweiten...heißt jetzt El Gaucho, ein Steaklokal." In etwa so hörten sich die "Empfehlungen" an. Kein großartiger Grund es sich anzusehen, allerdings hatte ich seit ewigen Zeiten keine echte Fleischeslust mehr, also wozu zieren?

Hat man, vom Schwedenplatz kommend, das Sofitel umgangen, stößt man auf die Auslage des Restaurants. Komplett vergläsert mit ein paar schraffiert wirkenden Aufdrucken. Ein großes L mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten. In der Halle dann noch ein paar größere Tische, außerhalb des eigentlichen Lokals. Was mir als erstes ins Auge sticht: grausame Kuhhautbespannung auf den Sitzbänken. Wirkt jetzt eher nach Hüttengaudi, als gehobener Steakdestination. Ansonsten alles sehr sauber und durchstilisiert, leider nicht nach meinem Gusto. Mir gefällt es einfach nicht und die Hotel-Atmosphäre wirkt hier mehr nach Einkaufszentrum, nicht umwerfend.

Die Jacken/Mäntel werden einem unaufdringlich abgenommen, der Erstkontakt bei Tisch erfolgt zur rechten Zeit. Grundsätzlich wirkt der recht extrovertierte Kellner sehr professionell. Auch genauerem Nachfragen bezüglich Fleischherkunft und empfohlener Garstufe hält er ohne Probleme stand. Zeitnah abgeräumt, Gläser im Blick behalten, versteht seine Arbeit!

Beef Tartare zum Anfang eines der Besseren, die ich bisher hatte. Vielleicht sogar unter den Top 3. Um dem "Surf & Turf" Beinamen gerecht zu werden, thront ein "crab cake" darauf. Für sich sehr gut, nicht mörderisch homogen im Gespann, aber was soll's.

Filet- und Ribeyesteak vom argentinischen Rind (beide Medium) sind ausgezeichnet! Optional gibt es dreierlei Pfeffer, darunter den spannendsten aus den tasmanischen Bergen (probieren!). Die Beilagen fallen unterschiedlich gut aus. Wie bereits in Ambessvice Bewertung erwähnt, sind die grünen Bohnen recht roh und fad, der Speck kommt geschmacklich kaum bis gar nicht zur Geltung. Der Ofenerdapfel ist okay, wobei die "sour cream" der Bohnenwürze in puncto Langeweile in nichts nachsteht. Den zwei Aussetzern stehen zwei Lichtblicke gegenüber: getrüffelte Rahmgnocchi und Pommes Frites inklusive der tollen Barbecue Sauce! Dazu gönnen wir uns ein Fläschchen Rotgipfler von Alphart - der bessere Chardonnay! ;)

Zitronensorbet mit Wodka und eine Art "Bananentiramisu" nebst Mangoeis runden den Abend wunderbar ab. Sehr gut!

Insgesamt keine Ausnahmeleistung, aber ein wirklich gutes Steaklokal!

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Kommentare (4)

am 15. Februar 2014 um 16:58

Habe mir erlaubt das Ambiente auf drei zu erhöhen! Wenn das ein Interspar kann, dann muss ich einfach Nachsehen mit der Kuh haben!

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Experte
30
13
am 13. Februar 2014 um 15:14

Ja, sehr unterschiedlich! Ich tu mir aber beim "Ambiente" so und so immer am Schwersten. Geht es jetzt um rein optische Merkmale, oder z.B. auch Möblage. Man kommt dann schnell vom Hundersten ins Tausendste und auf einmal fallen auch Gedeck, Geschirr, Gläser, Raumtemperatur und vieles mehr ins Gewicht. In diesem Fall war es diese "tote" Halle (was sich natürlich am Abend schwer vermeiden lässt und das "Fell". Bequem ist es ja und auch sehr sauber und zeitgemäß, aber mein Blick hat sich derart daran gestoßen...

Weiters stellt sich die Frage ob man hier - angesichts der Fülle an Mitgliedern nicht abwegig - einfach brutal subjektiv schildern soll, oder sich auch ein wenig zurücknehmen. Ich würde nach momentanem Stand die Objektivität eher beiseite lassen, immerhin gehe ich davon aus, dass meine Bewertung niemanden abschreckt, was wirklich nicht meine Intention ist!
Aber die Kuhhaut "geht auf ka Kuahhaut"!

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Experte
30
13
am 13. Februar 2014 um 00:11

"Die Stars von denen wir reden, sind natürlich unsere Steaks, die einerseits als El Gaucho Beef von argentinischen Rindern aus ausgwählter Zucht stammen und andererseits das österreichische Dry-Aged-Beef, das 32 Tage trocken reift und somit sein volles Aroma entfalten kann." Mehr oder weniger dieses Sprücherl plus Zusatzinformationen zum genauen Schnittteil und so weiter.

An sich nichts Besonderes, ist mir nur positiv aufgefallen, vermutlich aufgrund der gesteigerten Aufmerksamkeit durch einige eher unzufriedenstellende Bedienungserfahrungen in letzter Zeit!

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Experte
30
13
am 12. Februar 2014 um 23:36

Und was hat der Kellner über die Herkunft vom Fleisch verraten?

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Experte
67
17
El Gaucho
Praterstraße 1
1020 Wien
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Speisen
Ambiente
Service
41
33
37
21 Bewertungen
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