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Wirtshaus zum Nepomuk - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. Oktober 2013
Experte
Gourmeuse
59
12
19
3Speisen
3Ambiente
4Service

Gestern auf einer Hochzeitsfeier beim Nepomuk eingeladen gewesen, daher kann ich über die Preisgestaltung logischerweise nichts sagen.

Nun, das Lokal ist schwerlich zu übersehen mit seiner knallgelben Fassade. Innen alles voller hellem Holz, freundlich eingerichtet. Wir hatten einen der Extraräume rechts hinten, die Tische waren in T-Form aufgestellt worden, sodass Brautpaar und Treuzeugen an der Stirnseite sitzen konnten. Die Tische waren sehr hübsch eingedeckt in weiß mit ein wenig orange, ausreichend Servietten waren da, Menagen standen auf den Tischen, alles wirkte sehr freundlich und tadellos sauber. Auch der Extratisch für die Geschenke fehlte nicht, und Blumenvasen standen bereit.

Zu Beginn wurde das Gedeck gereicht, das aus warmem Jourgebäck und drei Aufstrichen pro Teller bestand. Liptauer, Ei mit Knoblauch(sehr gut), der dritte ist mir entfallen. Die Aufstriche wurden auf die Teller aufdressiert, sah also auch ansprechend aus, allerdings das hineingesteckte Petersilienstämmchen zur Deko hätte es nicht gebraucht, ebenso wenig wie die paar dünnen Käsescheibchen, die auf den Aufstrichen drauf lagen.

Die Kellner waren für mich übrigens das Highlight. Zwei Herren waren für uns zuständig, einer mit einer höheren Stirn seeehr freundlich, sehr gewählte Ausdrucksweise, immer lächelnd, zuvorkommend, kompetent, auf Wünsche eingehend (überhaupt waren sämtliche Sonderwünsche kein Problem, auch nicht die Wasserschüssel für einen 4beinigen Gast), der andere mit dem so gern zitierten Wiener Schmäh und auch der entsprechenden Schnauze gesegnet; eine Wuchtel folgte der andern. Kleines Beispiel: Die Beilagensalate wurden gebracht, einer der Gäste mokierte sich – trotz entsprechender Ankündigung, dass jetzt die kleinen Salate kämen - über dessen Größe, darauf der Kellner: „Naujo, a klans Salaterl hoit“  Was ich nicht so toll fand war, als ich Bier bestellte, wurde ich nicht gefragt, welches ich denn gerne hätte, ich als Gast ohne Karte weiß ja nicht, ob es überhaupt mehrere offene Biere gibt. So bekam ich immer Murauer, was ich zwar gerne mag, aber nach einem Ausflug zur Schank sah ich erst das Budweiser (na bitte, dann halt noch ein Krügerl für mich). Ansonsten flottes Service, auch von Seiten der Küche, das Essen kam nahezu zeitgleich, sodass wirklich alle zusammen speisen konnten.

Zur Essensauswahl standen diverse Fleischgerichte: Grillteller, Cordon Bleue von Pute oder Schwein, Schweinsbraten, Zwiebelrostbraten und Zander gebacken. Suppe: wahlweise Knoblauchcreme oder Rindsupperl mit Frittaten bzw. Leberknödel.

Die Knofisuppe empfand ich als gut, mit Schlagobershauberl und Croutons. Letztere knusprig, die Suppe nicht zu dick und nicht zu dünn, g’schmackig. Die Rindsuppe war wohl eine echte Rindsuppe, zwar nicht allzu kräftig, aber ich hab kein Suppengewürz herausgeschmeckt. Das Knödl groß, schon flaumig, nach Leber schmeckend. Also durchaus ok.

Hauptspeisen. Ich nahm das Putencordon mit gemischtem Salat, das Fleisch groß, innen schön heiß, der Schinken und der Käse leider sehr unauffällig im Geschmack, Panier fast noch zu hell. Am Teller ein frisches Blatt Salat und ein Tomatenstück, leider unmariniert. Der gemischte Salat – na ja. Ich will ja niemandem etwas unterstellen, aber sah für mich nach Fertigware aus. Der Grillteller mit Pommes nebenan: 3 Stück Fleisch, das Rind nicht ganz durchgebraten, ein Klacks Kräuterbutter, ein kleines Töpfchen mit Zwiebelsenf, der Rest halt das übliche, nicht weiter erwähnenswert. Über die Größe der Portionen kann man sich nicht beklagen; leider wurde sehr viel wieder zurück geschickt (ich hasse so etwas). Der Zwiebelrostbraten sah übrigens am Besten aus, mit viel knusprigen Zwiebelringen obenauf. Leider konnte ich nicht davon kosten.

Erwähnenswert finde ich noch die guten Schnäpse in interessanten Geschmacksrichtungen. Erzeugen ist die Familie Raser aus dem Burgenland; ich probierte Zigarre-Orange, sehr fein!

Alles in Allem war es eine gut organisierte Feier ohne erkennbar Pannen, tollem Personal und ok-Essen, letzteres leider ohne bemerkenswerte Höhen.

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Kommentare (3)

Gasterl am 8. Oktober 2013 um 14:56

Stempelmarken? Wann lebst du, 1995? :-D

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Gasterl
Kein Tester
Unregistered am 6. Oktober 2013 um 00:34

Lieber Hautschi!
Scheidung und neuerliche Hochzeit kosten sicherlich einiges an Verwaltungsabgaben, Stempelmarken und so weiter.
Mein Vorschlag: lade Deine besten Freunde und die Verwandten zu Eurem Ehrentag zu einer hochzeitsmäßigen Tafel ein, das erspart die verwaltungstechnischen Nebenkosten und gibt Dir und der Liebsten das Gefühl der Hochzeit.

Gefällt mir1
Unregistered
Kein Tester
am 5. Oktober 2013 um 14:56

Sehr schöner Bericht, natürlich H-G-L!
Ich mag jetzt auch auf eine Hochzeit, ich lass mich scheiden und heirate die Liebste dann einfach wieder ;-)

Gefällt mir2
Experte
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Wirtshaus zum Nepomuk
Troststraße 60
1100 Wien
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Service
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