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HUTH Grillhouse da max - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 19. September 2013
Experte
adn1966
80
48
22
4Speisen
4Ambiente
4Service
4 Fotos1 Check-In

Time for Steak and Burger.

Schon länger hatte ich im Hinterkopf, das Huth Grill House da max einmal auszuprobieren, um selbst zu erschmecken, was es mit dem weltweit über den grünen Klee gelobten Josper Grill wirklich auf sich hat. Die Liebste braucht nicht lange überredet werden, wenn es um Steaks geht, also auf in die Schellinggasse. Die am selben Tag per Email getätigte Reservierung wurde innerhalb kurzer Zeit sehr freundlich von Frau Huth bestätigt, dem Steak/Burger/Josper Erlebnis stand also nichts mehr im Wege.

Ich kenne das „Original – Huth“, das sich gegenüber dem „da max“ befindet, noch aus einer Zeit, als es ein ganz normales Gasthaus war, Anfang der Neunziger, sehr urig und bodenständig eingerichtet, allerdings schon damals mit einem ausgezeichneten Ruf für sehr gute Wiener Küche. Irgendwann folgte dann eine Renovierung, später dann die Expansion auf insgesamt 4 Betriebe, alle in der Schellinggasse bzw. Seilerstätte. Auf der sehr gut gestalteten, übersichtlichen Homepage finden sich Reservierungslinks und Speise-/Getränkekarten und detaillierte Infos über alle vier Lokale.

Wie hautschi schon beschrieben hat, ist das Huth ein reines Nichtraucherlokal, die Frage baulicher Trennung stellt sich also nicht. Der Liebsten war’s wurscht, hat sie es doch tatsächlich geschafft, seit einer Woche dem leidigen Laster zu entsagen. Ich weiß, das tut überhaupt nichts zu meiner Review, ist mir aber trotzdem einen kurzen Szenenapplaus wert. Ich hab mir halt das eine oder andere Zigaretterl ante portas in der Herbstluft gegönnt, aber auch für mich war es durchaus machbar, den Abend und das Essen in sauberer Nichtraucherluft zu genießen. Außerdem raucht man so im Verlauf des Abends deutlich weniger, wenn man jedes mal rausgehen muss.

Das Ambiente ist sehr ansprechend, schick und modern, speziell die Lampen sind ein eye-catcher. Viel Holz in der Einrichtung, die Tische ein wenig eng zueinander platziert, so dass man durchaus auch die Unterhaltung am Nachbartisch ungewollt mitbekommt.

Wir wurden sehr freundlich empfangen und zu unserem Tisch am Fenster begleitet, die Speisekarten wurden gereicht, eine große Speisekarte steht auch als Tafel am Tisch. Der freundliche Kellner nahm unsere erste Getränkebestellung auf, beriet uns bei der Rotweinauswahl und gab uns ausreichend Zeit, die Speisekarte zu studieren. Die Karte ist wie die Homepage sehr aufgeräumt. Es finden sich Vorspeisen, Casolletes (quasi Pfandln), und natürlich Burger, Steaks, Ribs und Desserts. Alles sehr übersichtlich. Mir gefällt eine Karte, aus der ich eigentlich schon die Speisen für die nächsten drei Besuche festlegen könnte. Der Burger ist ein Must, ebenso das Steak, aber auch die BBQ Ribs Boneless klingen verlockend, wie auch die Da Max Chili Käsekrainer oder das Flying Chicken (eine marinierte Landhendelbrust, nicht etwa ein feiger Pilot).

Die Wahl fiel auf das Rib Eye (medium, € 27,50 für 300g) für die Liebste und den Cheddar Cheese Burger (€ 13,80 für 220g plus Käse, Blattsalat, Gurke, Tomate und hausgemachter Mayonnaise, sowie French Fries und einer Sauce als Begleitung).

Aus der Getränkekarte, die eine unglaubliche Fülle an Bieren, aufgeteilt in Kategorien wir Pilse, belgische Stile, Porter, Stout, Barleywine, Fruchtbier und Wein-Bier (sic!), bietet, wählten wir eine Flasche Tributo 2009 (€ 36), ein chilenisches Cabernetscherl, das sich als sehr gute Wahl herausstellen sollte. Ferner wollten wir natürlich das Josperbrot probieren (€ 2,80 mit hausgemachter Aioli), sowie eine Chili-Aioli (€ 1,50) und einen Rocket Salad mit Parmesan (€ 4,80).

Nach eigentlich recht kurzer Zeit kamen die Speisen, optisch sehr hübsch und appetitlich angerichtet, die Fries in einem Papierstanitzel, dass optisch einer Zeitungsseite nachempfunden wurde, très charmant.

Das Steak: Im Vergleich z.B. zum Flatschers ein etwas dünneres Steak, in punkto Fleischqualität aber ebenso tadellos. Der Garpunkt perfekt, das Fleisch wunderbar zart und saftig. Der Hammer ist der durch den Josper Grill induzierte, dezente Rauchgeschmack. Die Liebste ergoss sich in Lobeshymnen und wählte dieses Steak schnurstracks auf Platz eins der von ihr in Österreich verzehrten Steaks in der Kategorie bester Geschmack. Sie räumte wohl ein, der Abstand zu Flatschers Steak wäre minimal, aber eben doch deutlich genug, um sich festzulegen. Vielleicht sind allerdings ihre nun Nichtraucher-Geschmacksknospen sensibler geworden, was einen kleinen Wettbewerbsvorteil für das da max bedeuten würde. Egal.

Auch der dazu gereichte Salat und eine aufgeschnittene, mitgegrillte Knoblauchknolle stießen auf der Liebsten expliziten Wohlwollen.

Der Burger: Schon allein optisch ein Schmankerl. Einmal durchgeschnitten und mit zwei kleinen Holzspießen gespickt präsentiert sich ein Burger, wie man ihn sich vorstellt. Eine ausreichend große Portion, frischer Salat, eine Tomate (die umgehend auf den Teller der Liebsten wanderte), eine Gurke, etwas Mayonnaise, etwas BBQ – Sauce. Geschmacklich rangiert dieser Burger ebenfalls unter den Besten, die ich jemals gegessen habe, ex aequo mit Flatschers Burger. „The edge“ ist allerdings auch hier die BBQ – Sauce, aus Texas stammend, wie mir unser Kellner erklärte, und schlichtweg spektakulär. Ich bin eigentlich kein Freund von BBQ – Saucen, hier verpasste der dezente Rauchgeschmack zusammen mit dem Josper-Grillaroma dem Burger quasi das Krönchen.

Die Fries nebst ihrer originellen Verpackung ebenfalls sehr schmackhaft und knusprig, wobei ich gestehen muss, ich bin auch kein großer Freund von Pommes.

Nun zu den kleinen (subjektiven) Minuspunkten: Es ist ein wenig schade, dass es zu den Steaks keine anderen Erdäpfel-Varianten zur Auswahl gibt. Garlic mashed, zum Beispiel, oder die klassische Ofenkartoffel. Die Aiolis, obgleich hausgemacht, konnten ebenfalls nicht überzeugen. Zu mayonnaiselastig und zu „geil“ die eine, zu mild die Chilivariante. Auch hier wäre es fein, gäbe es eine Pfeffersauce oder eine klassische Chilisauce zur Auswahl.

Als Abschluss bestellte ich einen Ristretto (Hausbrandt, € 2,30), der etwas zu lange und zu dünn geriet, um sich Ristretto nennen zu dürfen. Macht nix, zweite Chance. Der mittlerweile dritte Kellner, der sich im Verlauf des Abends um uns kümmerte, schlug mir vor, einen doppelten Espresso kurz zu machen, dieser war dann auch deutlich besser, wenn auch leider immer noch nicht der Ristretto, wie ihn offenbar nur Italiener kredenzen können. Den dazu georderten Grappa vergaß er leider, aber wir wollen hier nicht kleinlich sein.

Der Service ist insgesamt sehr freundlich und auch effizient, der Abend schlug sich mit etwa 90 € zu Buche, auch das ist für die gebotene Qualität in Ordnung.

Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut und wir werden bald wiederkommen, um den Rest der Karte auszuprobieren. Daumen hoch für Mr. Josper.

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Kommentare (9)

am 19. September 2013 um 14:56

Stimmt, ist nicht wenig, für diesen Burger, Größe, Fleischqualität und Geschmack aber angemessen. Ein echt gutes Teil.

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Experte
80
48
am 19. September 2013 um 14:46

13 Euro für den Burger ist aber auch kein Schmarrn.

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197
51
am 19. September 2013 um 14:28

Vielen Dank, hautschi!

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Experte
80
48
am 19. September 2013 um 13:51

Eine adn-Bewertung ist und bleibt ein Gustostückerl!

Gefällt mir4
Experte
107
33
am 19. September 2013 um 12:46

Uiiii.. Ich böses, böses Weib!

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Experte
89
16
am 19. September 2013 um 12:42

Alphawoelfin: du du! Tu den lieben adn nicht verleiten, er ist am besten Weg zum Frischluftfanatiker! :D

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Experte
315
75
am 19. September 2013 um 12:14

Da hast Du vollkommen recht. Werde den Hunger - im Unterschied zu Deiner Liebsten - mit ganz vielen Zigaretten bekämpfen...

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89
16
am 19. September 2013 um 12:09

Dann ist doch, nach der langen Vorfreude, der Genuss umso größer. ;-)

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80
48
am 19. September 2013 um 12:03

So, und jetzt überfällt mich eine Hungerattacke - und auch zum Cabernetscherl würde ich nicht nein sagen. Zu blöd, dass ich noch bis 19h der Arbeit frönen muss.

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89
16
HUTH Grillhouse da max
Schellinggasse 6
1010 Wien
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