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HUTH Grillhouse da max - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. September 2013
Experte
hautschi
107
33
24
3Speisen
3Ambiente
3Service
6 Fotos1 Check-In

Der Josper Grill im Huth Grillhouse damax hat schon seit einiger Zeit mein Interesse geweckt.
So sollte das Urlaubsende vergangenen Samstag Abend würdig mit einem feinen Steak eingeleitet werden.
Die am Donnerstag getätigte telefonische Reservierung ging problemlos vonstatten, man war freundlich und die Vorfreude auf den Restaurantbesuch stieg.

Das damax liegt im ersten Wiener Gemeindebezirk in der Schellinggasse, nebenan und visavis 2 weitere Betriebe des Huth-Imperiums. Die Parkplatzsuche gestaltet sich in diesem Bereich immer als Glücksspiel, man kann aber notfalls auch in mehrere in der Nähe befindliche Garagen ausweichen.
Parkplatzsorgen hatten wir am Samstag keine, da es diesmal auch ein bisserl was Alkoholisches sein darf und im Anschluss ein Besuch des Bermudadreieckes geplant war, reisten wir mit dem Zug an, ein Taxi sollte uns dann in der Nacht sicher nach Hause bringen.

Das Grillhouse damax wird als reines Nichtraucherlokal geführt. Da der Samstag aber noch einmal mit angenehmen Temperaturen aufgewartet hat, konnten wir im Schanigarten Platz nehmen und auch unserem Laster frönen.
Die Reservierung war bekannt, wir wurden freundlich empfangen und konnten uns einen Tisch im Schanigarten, der teilweise am Gehsteig, teilweise im Fahrbahnbereich aufgebaut ist, aussuchen.
Die Tische sind alle nett eingedeckt, weißes, sauberes Tischtuch, Wassergläser, eine Menage, auf einem Teller warten bereits Besteck und „bessere, dickere“ Papierservietten.
Gedeck und Gruß aus der Küche wird nicht angeboten und natürlich auch nicht verrechnet.
Der Innenraum des Lokales ist modern und gemütlich, für meinen Geschmack etwas zu dunkel gestaltet.
Die WC-Anlagen, ebenfalls modern und neuwertig, bei unserem Besuch in einem leider miesen Zustand. Obwohl es erst 18 Uhr, war der Mistkübel mit Papierhandtüchern überfüllt, am Waschbecken lagen zerknüllte Handtücher und im WC lag heruntergerissenes Klopapier am Boden. An der WC-Tür befindet sich wohl eine Liste, in der die Kontrollen eingetragen werden, scheinbar dürfte der Abstand der Kontrollen aber zu lang sein.
In Summe vergeben wir für das Ambiente eine wohlwollende 3 – ich nehme nicht an, dass der Zustand der Toiletten Usus ist.

Service: Meiner Meinung nach, ist zu viel Servicepersonal vorhanden. Das Lokal war bis zu unserem Verlassen (gegen 20.30 Uhr) maximal zur Hälfte gefüllt und ich glaube auch nicht, dass sich das danach noch dramatisch geändert hat. Mindestens 4 junge Kellner waren im Dienst aber bei Gott nicht ausgelastet. Das führte dann auch immer wieder dazu, dass man sich zu einem Schwätzchen zurück zog und dann eigentlich niemand vom Personal präsent war.
Die Burschen haben ihre Arbeit ganz brav aber bei weitem nicht perfekt gemacht. So wurde uns niemals ein Dessert angeboten oder eine Dessertkarte gereicht, der Wein wurde nicht am Tisch eingeschenkt, die Flasche aus der er kam (bei einem Preis von 4,80 für ein Achterl) blieb ein Geheimnis.
Man war jedoch sehr freundlich und wir bewerten trotz der Fehler auch wohlwollend mit 3.

Die Karte des damax ist sehr knapp gehalten, so gibt es z.B. nur eine Suppe, als Tagessuppe in der Karte ausgewiesen. Das Geheimnis, was denn die heutige Tagessuppe ist, wird vom Service nur auf Nachfrage hin gelüftet.
Das Hauptaugenmerk (no na net in einem Grillhouse) liegt auf gegrillten Speisen aus dem Josper Grill.
Laut Karte ist es das Konzept des Restaurants, dass sich die Speisen hervorragend dazu eignen um sie miteinander zu teilen. Dieses Konzept kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Speisen werden so wie überall anders auf einem Teller serviert, es werden keine Extrateller oder sonst was eingestellt. Die liebste Frau und ich haben wie meistens auch hier geteilt, allerdings genauso wie überall anders, indem wir die Teller hin und her schoben. Auch die Portionsgrößen erzwingen nicht unbedingt, dass man ein Gericht gemeinsam essen müsste.

Gestört hat mich die Unflexibilität bei den Gerichten. So werden Steaks mit Pommes, Blattsalat und einer Sauce nach Wahl angeboten. Da wir beide Pommes wahrlich nicht zu unseren Lieblingsspeisen zählen, fragten wir, ob es vielleicht eine Folienkartoffel (in einem Steakhouse doch schon eher üblich) oder Bratkartoffel gäbe. Leider nein, so was haben wir nicht, die Steaks werden mit Pommes serviert. Auch der Wunsch nach Kräuterbutter konnte nicht erfüllt werden, so was gibt´s bei uns auch nicht.

Piementos de Piqillo (8,50): Geräucherte Paprikaschoten mit Creme Fraîche, Knoblauch und Olivenöl. Serviert wird das Gericht als Casollete (= laut HP: In schweren gusseisernen Pfannen werden verschiedene Zutaten bei sehr hoher Hitze im Holzkohleofen gegart. Dadurch erhalten Sie Ihre köstlichen Röstaromen und den zarten Rauchgeschmack). Dazu gab es Josper Brot (im Josper Grill gegrilltes Weißbrot): Geschmacklich fein und gut abgestimmt, die Portion keinesfalls zu klein. Unlogisch ist für mich, wie das Gericht nach oben beschriebener Zubereitungsmethode hergestellt werden kann, die Pfanne brennheiß, der Inhalt aber maximal warm sein kann…….
Wir bewerten mit einer guten 3.

Da Max Chili Käsekrainer, serviert mit Senfcreme (9,50): Es kommen drei kleine Käsekrainer daher, die Senfcreme ist als Schachbrettmuster über Würstel und Teller verteilt (Foto). Auch hierzu essen wir Josper Brot. Die Würstel geschmacklich sehr gut, vom Chili nicht wirklich etwas zu merken, die Senfcreme feinstens. Aber auch hier wieder mein Problem: Die Würsterl sollten direkt aus dem Josper Grill kommen, sind allerdings maximal lauwarm, wie geht das bitte …..
Auch hier kann die Bewertung leider nicht mehr als 3 sein.

Rinderfilet 200g (26,80) und Rib Eye 300g (27,50): Dazu gibt es jeweils Pommes und Blattsalat. Einmal Chili-Öl und einmal Chili Aioli suchen wir uns als inkludierte Saucen aus. Das Fleisch ein Traum, qualitativ super, genau auf den Punkt gegrillt (medium für die liebste Frau, medium-well für mich), nicht überwürzt, der leicht rauchige Geschmack des Josper Grills tut das seine, wirklich herrlich. Die Pommes wahrscheinlich recht gut (wir wollen sie halt beide nicht – ist aber unser Problem), der Salat gut mariniert, die Saucen fein und gut zum Fleisch passend.
Hier kann mit gutem Gewissen eine 4 mit Tendenz zur 5 gegeben werden.

Das Seidel Hirter Pils (3,30) gut gezapft und gekühlt, das Mineralwasser von Römerquelle (0,7l = 5,40), der große Braune von Hausbrandt so wie er sein soll. Shiraz, Rosemount 2010 (4,80 für das Achterl): Ein sogenannter Einfahrer. Shiraz ist mein Lieblingswein und ich kenne einige verschiedene. So einen nichtssagenden sauren Wein, habe ich allerdings schon lange nicht mehr getrunken. Wie schon erwähnt, habe ich nie eine Flasche gesehen, der Wein kam bereits im zugegebenermaßen schönen Glas zu Tisch.


Fazit: Die Küchenleistung würde für meinen Geschmack genau auf 3,5 liegen. Auf Grund dessen, dass die Küche wie beschrieben bei Änderungswünschen eher unflexibel ist, entscheiden wir uns für eine gute 3.
Es hat uns gut geschmeckt, wir haben uns ganz wohl gefühlt und werden bei Gelegenheit gerne auch wieder kommen.
Aber dennoch habe ich irgendwie ein bisserl das Gefühl: Nicht alles was glänzt ist auch Gold ......

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Kommentare (4)

am 3. September 2013 um 16:30

Danke, Hautschi für den Link... :) das irritiert tatsächlich, wenn es doch so hochwertig ist, warum dann so ein Geheimnis um die Herkunft?

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67
17
am 3. September 2013 um 15:16

Brotvernichter: War der verkehrte Link, jetzt sollt es passen: Link

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107
33
am 3. September 2013 um 15:15

Brotvernichter: Nein, das hat mich auch etwas gestört. Es steht zwar in der Karte, dass nur hochqualitatives Fleisch verwendet wird, woher es kommt, bleibt aber leider ein Geheimnis.

Speisekarte: Link

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107
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am 3. September 2013 um 14:45

Nachdem wir hin und wieder Pommes ganz gern essen und wir jetzt wissen, dass es dort auch Steak vom Josper gibt UND Wein zu normalen Preisen, ist schon sicher wo wir hingehen, wenn wir das nächste Mal fleischeslustig sind ;)

Ist irgendwo zu lesen, woher das Fleisch kommt?

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HUTH Grillhouse da max
Schellinggasse 6
1010 Wien
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