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Burgtaverne Riegersburg - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 31. August 2013
Experte
Alexgroops
53
7
18
3Speisen
3Ambiente
3Service

Vor oder nach einer Besichtigung der Riegersburg bietet sich die Taverne gleich daneben natürlich regelrecht zu einer Einkehr an. Meine drei Begleiterinnen und ich haben uns zuerst die Greifvogelshow angeschaut, dann zu Mittag gegessen und nachher die Burg besichtigt. In der Taverne ist Selbstbedienung angesagt, unübersehbar an dem Schild am Fuße des Treppenaufgangs, der in das Innere des Lokals führt.

Wir waren bereits vor der Greifvogelshow auf einen Kaffee dort. Ich nahm mir zusätzlich ein Himbeerwasser und wir setzten uns in den großen Gastgarten. Schönes Ambiente! Die teilweise alt wirkenden Holztische und Sessel passen irgendwie zu einer Burgatmosphäre. Die tolle Aussicht auf die grüne Oststeiermark kann man aber nicht von überall genießen, dazu muss man nahe den Felsen sitzen, über die sogar ein Klettersteig zur Burg führt. Ein "sehr gut" für das Ambiente im Freien.

Doch dann näherte sich das nackte Grauen unserem Tisch! Sie kamen in Gruppen und hatten nur ein Ziel: Unsere Getränke! Ich kann es nicht in Worte fassen, wie sehr ich diese gestreiften Ungeheuer hasse! Wespen! Auch habe ich eine (wenigstens nicht tödliche) Allergie gegen deren Gift. Meine drei Begleiterinnen zeigten Verständnis für meine panischen Reaktionen und wir verlagerten unsere Plätze nach drinnen, wo wir auch gleich einen Tisch für das Mittagessen reservierten, um nicht wieder von den Wespen belästigt zu werden.

Drinnen empfängt einen das typische Bild eines Selbstbedienungs - Gasthauses. Gleich am Anfang liegen Tabletts, Besteck und Servietten zum Nehmen bereit, dann geht´s vorbei an gekühlten Bierflaschen und antialkoholischen Getränken, weiter zur Speisenausgabe, deren Auswahl an Tafeln hoch über den Köpfen der Gäste angeschrieben steht und schließlich zur Kassa.

Vorsicht bei Stoßzeiten! Da muss man mit einer längeren Warteschlange rechnen! So auch uns geschehen. Dass eine halbe Stunde später praktisch kein Mensch mehr angestellt sein würde, wussten wir nicht. Naja, dumm gelaufen.

Die Damen vom Personal waren bei Full House bemüht, die Gäste so schnell wie möglich durchzuschleusen und haben es gleichzeitig verstanden, trotz des Stresses freundlich und humorvoll zu bleiben. Grosses Plus! Trotzdem bin ich kein Fan der Selbstbedienung und schon gar nicht, wenn ich so einen Tagesausflug auch aus Erholungsgründen mache und ich mir Speis und Trank viel lieber bringen lassen würde.

Ich entschied mich für ein Hexengulasch mit Gebäck (8,50). Eigentlich war es mehr eine Gulaschsuppe. Aber eine Gute! Und ausreichend, um satt zu werden. Der größte Pluspunkt war das butterweiche Rindfleisch, das sich problemlos mit dem Löffel zerteilen ließ. Auch freute ich mich über die vielen Erdäpfeln. Aber wieso war der Saft (bzw. die Suppe) des Hexengulasch so mild? Tanzen die Hexen beim Hexensabbat nicht um Feuer herum? Ich mag eine dezente Schärfe im Gulasch, also habe ich mit Pfeffer nachgeholfen. Aber dann passte es.

Eine meiner Begleiterinnen hatte sich einen steirischen Backhendlsalat (8,90) geben lassen. Sah eigentlich gut aus und er schmeckte ihr auch gut. Aber Moment! Fehlte da nicht etwas? Ein steirischer Backhendlsalat in der Steiermark ohne steirisches Kürbiskernöl und ohne steirische Kürbiskerne? Geht gar nicht! Aber der Rest konnte sich sehen und augenscheinlich auch schmecken lassen.

Von den steirischen Knödeln der anderen beiden Damen habe ich gekostet. Sahen aus wie flache Semmelknödel. Speck war drinnen. Von der Konsistenz eher fest. Aber nicht schlecht. Kombiniert mit Weinkraut (7,20), bzw. Sauce und Salat, sicher nicht uninteressant.

Das Ambiente drinnen: Naja...für mein Gefühl weder besonders gemütlich noch athmosphärisch. Im ersten kleinen Raum gleich neben der Bedienung bekommt man die sich anstellende Menschenmenge besonders stark mit. Tische und Sessel in dunkelbraun gehalten und meiner Meinung nach optisch nicht sehr ansprechend. Genausowenig wie die Fliesen am Boden. Weiße Wände. Außerdem verraucht. Die Idee mit der Hexenrute am Luster ist zwar originell, kann aber das ansonsten fade Ambiente auch nicht aufpeppen.

Der Raum daneben sieht mit der Sitzecke, den grünen Tischtüchern und Sitzpölstern, den Fenstern und der Wanddekoration zumindest ein wenig freundlicher aus, aber umgehauen hat mich auch der nicht.

Auch der Wintergarten konnte mich nicht überzeugen. Er ist zwar in hellen, freundlichen Farben gestaltet, aber die Tische und Sessel sind mir zu kantinenähnlich.

Kurzum: Unter einer "Burgtaverne" stelle ich mir eindeutig etwas anderes vor! Somit nur eine 2 für das Ambiente drinnen!

Nach der interessanten Burgbesichtigung haben wir in der Taverne noch etwas getrunken. Diesmal natürlich draussen. Als Autofahrer brav ein alkoholfreies Bier (3,50) trinkend, habe ich es bei Wespenanflügen einfach geschnappt, bin zu den Felsen gegangen und habe die herrliche Aussicht auf mich wirken lassen.

Empfehlung? Aber ja! Draußen bleiben. Dort ist es schön und gemütlich. Wespenphobikern sei zur Vorsicht geraten! Aber so schlimm wie heute wird´s ja wohl nicht immer sein. Achtung auch bei dringendem Toilettendrang! Drei Pissoirs und eine Kabine sind für so viele Burgbesucher etwas wenig! Die Anzahl der Damenklos ist mir unbekannt. Das Essen ist gut und auch nicht empfindlich überteuert.

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Kommentare (3)

am 1. September 2013 um 14:43
Experte
53
7
am 31. August 2013 um 20:53

Bitte gerne!

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Experte
53
7
am 31. August 2013 um 20:43

Sehr schöner Bericht, man kann sich wirklich ein Bild von dem Lokal machen, danke!

Gefällt mir2
Experte
80
48
Burgtaverne Riegersburg
Riegersburg 30
8333 Riegersburg
Steiermark
Speisen
Ambiente
Service
30
30
30
2 Bewertungen
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