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Kirchenwirt - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 16. August 2013
Experte
bubafant
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3Speisen
3Ambiente
2Service
28 Fotos1 Check-In

Noch während des Besuches des Gartenschlosses Herberstein erkundigen wir uns auf einer Empfehlungstafel mitten im Tierpark, wo man im Anschluss eventuell gut essen kann. An einem der Lokale sind wir vorbeigefahren, direkt neben der Straße, nicht so toll; also fällt unsere Entscheidung zugunsten der Ortsmitte aus.

Wie es der Name schon sagt, prominent direkt neben der Kirche gelegen. Und wie es sich so gehört, geht um Schlag 12:00 Uhr mittags auch das Glocken Gebimmel los. Der Hauptplatz liegt in der brütenden Hitze, da kommt die sich über den gesamten Gastgarten erstreckende Markise gerade recht. Wir erklimmen über ein paar Stufen das Vorplatzerl, davon geht zu beiden Seiten der Schanigarten ab. Die Servicecrew hetzt bereits hin und her, bringt Teller zu den Tischen, um Neuankömmlinge kümmert man sich nicht. Also suchen wir uns selbst einen Tisch.

Wir wählen einen wuchtigen Vierertisch direkt an der Balustrade. Noch massiver sind die Vollholzsessel, und wahnsinnig bequem. Vorsicht beim Verrücken wollen, hier zieht die kleine Zehe mit Sicherheit den Kürzeren. Man hat guten Ausblick auf Kirche, Kaufhaus und Konditorei. Und schon kommt der Kellner im Laufschritt mit zwei Speisekarten und der Frage nach den Getränken. Ob der Hitze ist ein antialkoholisches Getränk klar. Noch während des Luftholens, um nach dem Bier zu fragen, ist der Kellner schon wieder entlaufen. Beim Servieren der ersten Getränkerunde schaffen wir es gerade noch, unsere kompletten Getränkewünsche aufzugeben: 0,3 l ‚Puntigamer Panther‘ (EUR 2,50), 0,3 l Mischbier (EUR 2,70), ½ l naturtrüber Apfelsaft mit Leitungswasser (EUR 3,00)

Die Speisekarte ist schön gebunden, Goldprägung an der Außenseite, Innenseiten im Passepartout-Style. Was sofort auffällt, auch am Sonntag ist die Seite mit dem Menüangebot eingelegt. Es stellt sich heraus, dass es wirklich täglich drei Menüs zur Auswahl gibt. Ansonsten bietet die Karte einen guten Querschnitt durch die Österreichische Küche: Suppen, Salate, drei Fisch-, zwei Käse- und zwei Nudelgerichte, kleine Gerichte, Strudel und Palatschinken. Gut 2/3 der Karte sind Fleischgerichte: gebacken, gebraten, gegrillt und aus der Pfanne. Negativ empfundene Fußzeile auf jeder Seite: für Beilagen Änderungen wird aus organisatorischen Gründen (…) ein Aufpreis von EUR 1,00 verrechnet.

Der Besteckteller wird eingestellt, das Werkzeug fest in Papierservietten eingewickelt. Vom örtlichen Bankinstitut. Ah ja, der Teil der Terrasse, wo wir sitzen, blickt auf die Fenster von selbigen und man kann während des Wartens auf das Essen entscheiden, ob man einen günstigen Familienkredit braucht. Antenne Steiermark ergänzt mit seinem Klangteppich. Der gemischte Salat (EUR 3,00) wird umgehend gebracht. Blattsalate, Erdäpfel, Tomaten, Zwiebel. Die Sonne 'kriecht' unter die Markise, die großblumige Plastiktischdecke heizt sich unangenehm auf. Ruckeln mit dem Monstersessel ist kaum möglich. Auf die Hauptspeisen warten wir rund 15 Minuten.

Holzfällersteak (EUR 7,80) mit Bratkartoffeln, Kräuterbutter und Zwiebelringen
Das Fleisch gut angebraten, lässt sich einigermaßen gut schneiden. Die Kartoffeln sind aus der Fritteuse, kleine Salatgarnitur anbei, die Zwiebelringe könnten glasiger sein.

Geröstete Schweineleber (EUR 7,10) mit Petersilienkartoffeln
Die Menge Leber fast zu viel, die Stücke sind auch ausnehmend groß geraten. Unter geröstet stelle ich mir vor, dass die Teile etwas länger in der Pfanne bleiben, einige Stücke sind noch leicht rosa. Man muss etwas länger kauen. Beilage und Salatgarnitur nichts Besonderes.
Was seit einiger Zeit auffällt. Es wird zu jedem Gericht eine kunstvoll drapierte Orangenscheibe serviert. Warum ? Die Leber schrammt an der 2, gemeinsam mit der Holzfällerspeise und dem Salat geht sich die 3 aus.

Fazit: Der Platzhirsch weiß, dass er einer ist. Die Gästestruktur besteht aus Touristen aus allen Ländern und Badegästen vom nahe gelegenen See. Diese kommen hauptsächlich des Menüs wegen, und die fehlenden Polsterauflagen bei den massiven Holzsesseln lassen sich durch feuchte Badehosen erklären. Nach dem Servieren unserer Hauptspeise fährt der ebenfalls im Service tätige Wirt weg und die verbliebenen zwei Kellner schaffen den Andrang nicht mehr. Wir warten fast eine halbe Stunde auf das Zahlen, da die junge Dame nur Speisen bringen und weder Bestellungen aufnehmen, noch Kassieren darf. Wir sind das Gefühl einer leichten Massenabfertigung nicht ganz losgeworden.

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Kommentare (1)

am 6. September 2016 um 03:33

Wir waren heuer 06/16 und 08/16 beim Kirchenwirt. Keine Plastiktischtücher. Stühle nach wie vor schwer bewegbar. Personal sehr nett.
Im Juni hatte ich geröstete Leber, glücklicherweise innen rosa; wäre sonst nicht zart und weich gewesen, sondern eher Schuhsohle.
Ich finde den Kirchenwirt okay. Ist ja auch ein Gasthaus und kein Haubenrestaurant.

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Experte
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50
Kirchenwirt
Hauptplatz 7
8223 Stubenberg am See
Steiermark
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