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Klostergasthaus Thallern - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 14. August 2013
Experte
hautschi
107
33
24
3Speisen
4Ambiente
4Service
5 Fotos1 Check-In

Vergangenen Mittwoch war es im südlichen Niederösterreich noch so richtig heiß. Nach getaner Arbeit wollten wir einen netten Abend bei gutem Essen in einem schönen Gastgarten verbringen.
Kurze Überlegungen favorisierten das Klostergasthaus Thallern. Die telefonische Recherche ergab, dass es für uns ein Platzerl im Gastgarten geben wird. Alsdann, die liebste Frau, der Wackeldackel und ich brechen nach Thallern auf.

Das Klostergasthaus liegt völlig allein stehend sehr idyllisch zwischen Guntramsdorf und Gumpoldskirchen. Früher gab es hier eine sehr bekannte Backhendlstation, danach stand das Lokal lange leer, seit einiger Zeit wird es vom jetzigen Pächter betrieben.

Ein riesiger schattiger Parkplatz vor dem Lokal bietet die Möglichkeit das Auto problemlos abzustellen, öffentlich wird Thallern, so glaube ich, eher schwer zu erreichen sein.

Direkt beim Garteneingang werden wir bereits freundlich begrüßt, die Reservierung wird gefunden und wir werden zum vorbereiteten Tisch in den hinteren Garten gebracht (super, so stell ich mir eine Begrüßung vor). Gleich beim Eingang gibt es einen Gartenbereich, durch das Lokal durch befindet sich der hintere Garten. Beide Gärten haben teilweise Baumschatten, zusätzlich gibt es Sonnenschirme. Die Tische sind ausreichend groß dimensioniert, die Sessel sind bequem, es gibt – oh Wunder – Sitzauflagen. Hier im Garten gefällt es uns sehr gut. Über den Innenraum (ich glaube es gibt einen getrennten Raucher- und Nichtraucherbereich) und den Zustand der WC-Anlagen kann ich leider nichts aussagen, die Ambiente Bewertung bezieht sich daher nur auf den Gastgarten.

Unser vorbereiteter Tisch ist schön gedeckt, Besteck, Gläser, Stoffservietten, Menage und Aschenbecher stehen bereit.
Wir werden auch vom weiter zuständigen Kellner sehr freundlich begrüßt, die Karte wird gereicht, Getränkewünsche werden abgefragt.
Ich muss überhaupt sagen, dass wir mit dem Service sehr zufrieden waren. Der junge Mann ist die ganze Zeit über sehr freundlich, bis auf eine Ausnahme wird nichts vergessen, der Wackeldackel wird ohne Aufforderung mit Wasser versorgt, ein paar verbindende Worte abgesehen vom unbedingt Notwendigen sind dem jungen Mann auch nicht zu viel. Wir haben uns sehr gut betreut gefühlt und bewerten das Service mit einer guten 4.

Die aktuelle Karte ist auf der HP des Lokales nachzulesen. Das Angebot ist relativ breit, man findet Geflügel, Rind, Schwein, Fisch und auch vegetarische Gerichte. Die Auswahl würde ich als gut und durchaus ausreichend bezeichnen.

Das Gedeck um wohlfeile 1,20 pro Person besteht aus hausgemachtem Gurken-Rahmaufstrich und Klosterbrot. Brot und Aufstrich waren gut und ausreichend vorhanden, hat uns so gefallen.

Eierschwammerlcremesuppe (4,20): In einer schönen kleinen Suppenterrine befinden sich gehackte Eierschwammerl. Die Suppe wird vom Kellner bei Tisch eingegossen. Die Suppe ist ausreichend warm, die Portion in Ordnung, geschmacklich passt es – das war´s aber dann auch, ich kann es schwer beschreiben, die Suppe war gut aber nicht besonders, es gibt hierfür die 3.

Carpaccio vom Wienerwald-Weiderind mit Pesto, marinierten Steinpilzen, Rucola & Parmesan (9,90): Die Fleischportion leider homöopathisch, dafür zu viele Pilze. Der Rucola frisch, geschmacklich dank des Pestos ganz interessant. Wir haben Carpaccio schon besser (man muss fairerweise dazu sagen, auch teurer) bekommen und vergeben hier die 3.

Hausgemachte Grammelknödel mit Sauerkraut und würzigem Fleischsafterl (10,--): Die Knödel handwerklich gut gemacht, die Würzung der Fülle für unseren Geschmack zu gering. Das Sauerkraut mit zu vielen Pfefferkörnern versetzt (ich mag es nicht, auf ein Pfefferkorn zu beißen, die Sucherei war mühsam), der Wacholderbeerengeschmack zu sehr im Vordergrund. Es war in Summe gut, daher gibt es wieder die 3.

Wiener Schnitzel vom Kalb mit gemischtem Salat (18,50): Ein relativ großes hauchdünnes Schnitzerl. Für mich gerade ideal, ich glaube aber, dass andere mit der Fleischdicke ihre Probleme haben könnten. Die Panade knusprig und in Ordnung. Der Salat brav mariniert. Ich vergebe hier eine schwache 4.

Palatschinken mit Topfen-Heidelbeerfülle (5,80): Die Palatschinken dünn und recht flaumig, beim Servieren aber leider schon kalt. Die Fülle war viel aber nicht mehr. Eine geschmacklich eintönige Paste. Das Dessert ist bei mir leider völlig durchgefallen und bekommt die 2.

Das Murauer Bier (0,3l für 3,10) gut gekühlt und gezapft. Mineralwasser von Vöslauer schlägt sich mit 4,20 für 0,75l zu Buche.
Der große Braune (3,70) geschmacklich im Mittelfeld, preislich nicht ganz wohlfeil.

Fazit: Man bemüht sich im Klostergasthaus Thallern, das steht fest. Die Küchenleistung bleibt aber meiner Meinung nach, deutlich hinter der Serviceleistung und dem Ambiente zurück.
Bei einem Besuch in Thallern wird, glaube ich, nicht viel schief gehen, aber die Geschmacksexplosion, die erwartet euch bitte auch nicht.

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Kommentare (3)

am 26. März 2015 um 05:46

Um dann in Wien noch gut weiterzukommen, sollte man allerdings solche Aktionen eher vor freien Tagen machen (Nacht - U - Bahn).

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Experte
92
38
Unregistered am 20. November 2013 um 00:51

Zur öffentlichen Erreichbarkeit: Tatsächlich befindet sich die S-Bahnstation Guntramsdorf/Thallern gerade mal 200m entfernt, von wo man aus mit dem letzten "Lumpensammler" täglich noch um halb eins nachts nach Wien kommt.

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Unregistered
Kein Tester
am 14. August 2013 um 19:32

Schweinsschnitzel klopfen ja, Kalbsschnitzel klopfen - naja.
Ich bin halt ein Verfechter des ungeklopften, aber hauchdünn geschnittenen Kalbsschnitzels. Macht halt niemand - dabei wäre das viel besser. Es kommt natürlich auch der Größenfaktor in der Gastro hinzu - geklopfte Schnitzel sind "größer", eine Form der optischen Täuschung ;-)

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Experte
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Klostergasthaus Thallern
Thallern
2352 Gumpoldskirchen
Niederösterreich
Speisen
Ambiente
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