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Eisvogel - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. August 2013
misenplace
54
20
15
4Speisen
1Ambiente
3Service
20 Fotos1 Check-In

Wieder mal wird der heisseste Tag des Sommers 2013 vorausgesagt (was dann auch stimmte), weswegen eine nettes Abendessen im Familienkreis, das urspünglich in einem schattigen Gastgarten geplant hatten dann ebendort stornierten und in den Eisvogel wechselten - weil dort mit funktionierender Klimaanlage geworben wird.

Ambiente (1):
Dort angekommen wollen wir dann nicht den vorgesehenen Platz im Gastgarten - sondern bestehen auf einem Tisch im klimatisierten Inneren. Tja, der Tisch wird dann auch rasch hergerichtet - nicht zuletzt ist unsere eher formelle Kleidung ja auch dem Lokal und der Klimaanlage angepasst gewählt worden.
Womit wir nicht gerechte haben ist dann allerdings, dass uns zwar das Vorhandensein der Air-Condition bestätigt wird - deren geringe Wirkung aber mit den geöffneten Türen auf die Terasse begründet wird. Auf die Idee, die Türen dann vielleicht zu schließen kam man leider nicht.
Und aus diesem Grund hat sich das Lokal dann auch im Verlauf des Abends (der kulinarisch erfreulich war) von einer satten Start-Null beim Ambiente kaum noch erholen können. Eine derartige Ignoranz des Gästewunsches hätte ich mir zu Zeiten, als Hr. Schmid noch der Patron war nicht vorstellen können. Ach ja: unsere Garderobe (trotz Hitze waren wir doch formeller gekleidet) hat uns auch niemand abgenommen.

Speisen (4):
Auch die Speisekarte überraschte insoferne unangenehm, als sie extra als "neu ab 31.7." bezeichnet wird - und dann jeglichen sommerlichen Schwerpunkt vermissen lässt. Was dann einigermaßen "leicht" zu interpretiere war, haben wir auch bestellt.
Als Vorspeise gab es die Gurkenkaltschale mit Lachs und Ginger-Ale Pralinen (€5,90) deren zarter Geschmack durch die eingelegten Pralinen schön konterkariert wurde - sehr erfrischend. Das Beef Tatar (€14,20) ist recht gering dimensioniert, weswegen die 3 halbierten Toastbrotscheiben auch tatsächlich dafür ausreichen. Auszusetzen gibt es daran nichts, optional gibt es auch eine Chilisauce dazu - diese sollte man dann besser auch tatsächlich nur gering dosieren. Getrunken habe ich dazu einen hervorrragenden Kappa Rosso (€7,50) vom besten Winzer unter den Fotografen-Manfred Klimek.
Als Hauptgang gab es dann einerseits den Alpenlachs mit Erdäpfel, Spinat und Ei (€22,50) der ebenfalls zart schmeckte und mit dem pochierten Eidotter hübsch angerichtet war, das Schwammergulasch mit Polentaauflauf (€ 19,90) war ebenfalls gelungen, das Lamm mit Schafskäse-Törtchen und Bohnen-Paprika Kompott (€24,90) war aber sowohl von der Präsentation her als auch geschmacklich (das Fleisch extrem zart, das Schafskäse-Törtchen auch leicht getrüffelt) ein absoluter Traum. Blöderweise hatte ich das gar nicht bestellt und es wurde mir versehentlich an Stelle der lackierten Rehkeule gebracht... aber ich habe es sehr gerne behalten. Ob des Versehens gab es dann auch ein Glas "Sails Red" vom Weingut Bayer aus Neckenmarkt aufs Haus.
Als Dessert gab es dann einerseits die Sorbet-Variation, sowie die Panna-cotta mit Beerenragout und Erdbeereis und die Schokotarte mit Weinbergpfirsich.
Jedes Dessert kostet das Geiche (€9,80), geschmacklich unterliegt das Sorbet natürlich den anderen Speisen, allerdings ist es der Temperatur angemessen erfrischt herrlich. Die Panna Cotta erfüllt die Erwartungen, unter der Schokotarte muss man sich einen kernweichen Schokokuchen auf Mürbteigboden vorstellen - schmeckt ausgezeichnet.

Service (3):
Nach der unfreundlichen Begrüßung (Thema: Klimaanlage) wurden wir durchwegs umsorgt, der Kellner hat sich Besonderheiten der einzelnen Gäste am Tisch von Anfang an gut gemerkt und stets umsichtig dafür gesorgt, dass die Gläser gefüllt waren. Der Fauxpas mit der verwechselten Speise wurde sofort gut gemacht - und letztendlich war ich über den getauschten Gang durchaus erfreut.
Es war natürlich auch auch für die Kellner unglaublich heiß an diesem Tag - trotzdem haben die Kellner nach Anfangsschwierigkeiten eine gute Performance geliefert.

FAZIT:
An einem heissen Tag ist der Eisvogel keinen Besuch wert - weiss der Himmel, weshalb die eine Klimaanlage besitzen. Im Gastgarten hatte es an diesem Abend noch 37 Grad - im (teilweise gekühlten) Innenraum am Anfang wenigstens nur 30 Grad.

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Kommentare (1)

am 9. August 2013 um 15:57

Da fängt jeder Eisvogel zu schwitzen an!

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Experte
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Eisvogel
Riesenradplatz 5
1020 Wien
Prater
Speisen
Ambiente
Service
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