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Cenaro - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 24. Juli 2013
Experte
bubafant
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2Speisen
2Ambiente
2Service
24 Fotos1 Check-In

Im Schatten der Wiener Gasometer befindet sich das Cenaro. Ein Erlebnis im traumhaften Ambiente des Edelitalieners wird mit diversen Gutscheinen, wie z.B. Filetsteak oder Burger beworben. Die telefonische Reservierung verläuft sehr erfreulich mit freundlichen Worten. Wochentag gibt es drei Mittagsmenüs mit Suppe oder Dessert um rund EUR 6,-, davon eines immer der Caesersalad mit Hühnerbruststreifen. Empfehlungen der Küche sind derzeit Hirschgulasch, Wildschweinsbraten, Alt Wiener Backfleisch und ein Herbstsalat.

Das Lokal befindet sich im Erdgeschoss eines zweckmäßigen Baus, mit einem Gastgarten um die Hausecke herum, Alu-Bestuhlung, abgeschottet von Passanten und Straßenverkehr mit Kübelpflanzen, die zum Teil schon bessere Zeiten gesehen haben. Lichterketten. Einige Dreiecksteher bewerben Aktuelles, Happy Hour und Eisangebote. Das Lokal hat umlaufend eine Glasfassade, nach dem Eintritt befindet man sich gegenüber der Theke und dem Raucherbereich. Der NR-Bereich ist, getrennt durch eine Glasfront mit Tür, die den gesamten Aufenthalt offen ist (die Geruchsbelästigung ist tolerierbar, allerdings bei geringer Gästeauslastung), nebenan. Auf Nachfrage bezüglich unserer Reservierung sollen wir uns in diesem Bereich selbst einen Tisch aussuchen. Zwei weitere Gäste sind noch da, vertieft in Zeitung und Laptop.

Die Tische mit ziemlich abgenutzter Holzplatte, Holzstühle mit fast allesamt befleckten, gepolsterten Sitzflächen, auf allen Plätzen Messer und Gabel mit einer bunten Papierserviette mit Manschette samt Lokallogo. Der an sich hübsche Holzboden ziemlich ramponiert, mit schwarzen Schleifspuren. Eine relativ ekelige Menage in Kunststoffbehältnissen, Beleuchtungskörper im Industriedesign, sowie eine hohe Decke, die über Zweckmäßigkeit nicht hinausgeht. Der Abstand zwischen den Tischen ist ausreichend, allerdings möchte ich mir den Geräuschpegel bei Vollauslastung nicht vorstellen.

Die Kellnerin bringt den inkludierten Prosecco Testa Verde. Zwei Gläser in einer Hand, zwischen den Fingern eingeklemmt, in der anderen Hand einen Wettex-Fetzen, der allerdings nicht zum Einsatz kommt. Die Nachfrage, ob wir mit der Vorspeise starten können, bejahen wir. Speise-, bzw. Getränkekarte bekommen wir keine ausgehändigt. Getränke abseits des Prosecco erarbeiten wir uns hart: 0,5 l Ottakringer Helles (EUR 3,50) und 0,5 l SodaZitron (EUR 2,60).

Die Vorspeise
Mozzarella und Tomaten mit Basilikumpesto
wird serviert, mit eingeklemmten Besteck in Papierserviette, obwohl auf jedem Tisch ausreichend Besteck aufdeckt ist. Die Kellnerin tut sich mit ihren künstlichen Fingernägeln extrem schwer, die Teller einigermaßen unfallfrei auf den Tisch zu bringen, die beiden Besteckkombinationen kann sie nur mehr in der Mitte des Tisches fallen lassen.
Die Vorspeise ist einfalls- und lieblos arrangiert, allerdings überraschenderweise erfrischend. Die Scheibe Weißbrot liegt obenauf und ist dementsprechend von Dressing und Balsamico Reduktion eingetunkt und lappig.

Filetsteak vom argentinischen Angusrind mit knackigem Gemüse und Potato Wedges
Der Koch sitzt im Rauchbereich gleich neben der Theke und raucht. So etwas mag ich nicht besonders. Wir werden nach dem Gargradwunsch gefragt, der leider in beiden Fällen nicht erfüllt werden kann/erreicht wird. Die Teller werden wieder wie ein landender Harrier von oben serviert, die leeren Sektgläser bleiben stehen. Das Gemüse ist mehr als englisch, die Wedges aus der Tiefkühltruhe und massiv übersalzen, die Pfeffersauce ein Convenience-Produkt. Das Fleisch ist dermaßen zäh, dass ich nach drei Bissen aufgebe. Ausreichend Zeit beim Verzehr der Kartoffelbeilage die Fliegen auf der Innenseite der Glasfront zu zählen.

Palatschinke mit Marillenmarmelade
Die Palatschinke ist frisch und flaumig, die Marmelade sehr gesüßt und der Schlagobers leider gezuckert. Zusammen mit der Schokoladensauce erleidet man quasi einen Zuckerschock.

Fazit: Ich verbuche es unter den Gutscheinerfahrungen, die mäßig ausfallen. Wir wurden zu keiner Zeit nach Getränkewünschen gefragt. Die Kellnerin ist freundlich gewesen, nur keine Kellnerin. Nach dem Bezahlen zerknüllte sie den Paragon und nahm ihn mit. Das Ambiente mit einem Edelitaliener zu vergleichen ist kühn. Das kulinarische Highlight, das gaumenzarte Angusrind war wahrscheinlich gut, aber aus.

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Kommentare (3)

am 18. September 2013 um 14:03

Da ich in der Nähe arbeite und wohne, werde ich mich wohl oder übel von diesem Eindruck überzeugen müssen. Was mich jetzt schon schockiert sind in Sauce ertränkte "Filetsteaks"

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16
11
am 24. Juli 2013 um 11:48

Ich weiß, amarone, wie ich auch deine Meinung dazu kenne. Aber ich habe (auch) schon gute und ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Wie eben auch Enttäuschungen ohne Gutschein. Oder über Empfehlungen des Forums. So ist das Leben.

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Experte
283
71
am 24. Juli 2013 um 11:33

Genau aus diesem Grund verzichte ich auf Gutscheine, um die auffallend oft mangelnde Qualität nicht auch noch "billig" bezahlen zu müssen.

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Cenaro
Guglgasse 7-9
1030 Wien
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