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Pleven - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 30. Juni 2013
Experte
hautschi
107
33
24
3Speisen
3Ambiente
3Service
5 Fotos1 Check-In

Die bulgarische Küche war bisher absolutes Neuland für uns. Aus diesem Grund beschlossen gestern die liebste Frau und ich das Restaurant Pleven zu testen.
Tja was soll ich sagen, unser Besuch war von Höhen und Tiefen gekennzeichnet und ein Zusammenprall von Gegensätzen wie schon lange nicht mehr, aber alles der Reihe nach:

2 Tage im Voraus telefonisch einen Tisch für 2 Personen um 18 Uhr im Raucherbereich zu bestellen, stellte nicht das geringste Problem dar.

Tiefpunkt1:
Das Pleven befindet sich in einer Seitengasse der Reinprechtsdorferstraße im 5. Wiener Gemeindebezirk. Laut HP und auch der Tafel am Restaurant, öffnet dieses an einem Samstag um 18 Uhr.
Gegen 17.50 Uhr fuhren wir auf Parkplatzsuche am Lokal, das fest verschlossen war (ist um diese Zeit auch noch durchaus ok) vorbei. Die Parkplatzsuche gestaltete sich sehr entspannt, am Samstag Abend dürfte es in diesem Bereich keinerlei Problem sein, einen Abstellplatz für den Boliden zu finden.
Ganz kurz vor sechs erreichten wir das Pleven – es ist zu (wenn es der Betreiber sehr genau nimmt, noch immer ok).
Wir beschlossen die nähere Umgebung zu erkunden und kamen ca. 10 Minuten nach 18 Uhr wieder zum Pleven – zu – jetzt ist aber dann Schluss mit lustig. Nach einigem Gerüttle an der Tür, wurde von innen aufgesperrt und wir ganz erstaunt nach unseren Wünschen gefragt. Eine Reservierung war nicht bekannt, wir durften dann aber im recht nett angelegten Schanigarten Platz nehmen und man kümmerte sich auch sofort freundlich um uns.
Trotz allem: Öffnungszeiten sollten eingehalten werden und auch getätigte Reservierungen sollten bekannt sein – ein dicker Minuspunkt für den Service.

Betritt man das Pleven, befindet man sich im Raucherbereich, dort ist auch die Bar. Durch Glaswände abgetrennt (Tür war während unseres Besuches offen – es war aber auch keine Menschenseele da), befindet sich der Nichtraucherbereich. Alles ist sehr gefällig mit viel Holz eingerichtet, den Innenraum würde ich als sehr gemütlich bezeichnen.
Die WC-Anlagen sind in gutem Zustand und sehr sauber.
Der Schanigarten ist mit Holztischen und –bänken ausgestattet, auch hier ist alles sauber und in gutem Zustand.
Kurz nach unserem Eintreffen wurde der Tisch mit einem Platzdeckchen einer Menage mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl und einem Aschenbecher ausgestattet.

Service: Wir wurden von mehreren jungen Damen bedient. Alle waren sehr freundlich und bemüht. Obwohl wir längere Zeit die einzigen Gäste im Garten waren, wurde immer wieder geschaut ob wir was brauchen und was bestellen möchten. Wäre da nicht Tiefpunkt 1 gewesen, hätte es für das Service die 4 gegeben, so geht sich leider nur die 3 aus.

Die Karte bietet ausnahmslos nur bulgarische Gerichte. Das gefällt mir bei einem auf eine bestimmte Landesküche fixierten Lokal sehr gut. Ich mag es nicht, wenn bei so einem Lokal dann oft als Zugeständnis dann doch auch Wiener Schnitzel und Pute natur auf der Karte zu finden sind.
Auf der HP unter www.pleven.at kann die aktuelle Speisekarte in übersichtlicher Form eingesehen werden.

Hochpunkt1: Spinatsuppe 3,10: Es kommt in einer größeren Suppenschale eine brennheisse, dampfende Suppe daher. Viel Blattspinat und Nudeln bilden die Einlage. Die Suppe wurde mit Sauerrahm verfeinert und schmeckt generell leicht säuerlich. Hat uns sehr gut geschmeckt und bekommt verdient die 4.

Hochpunkt2: Die Vorspeisen: Melanzaniaufstrich 4,50, Katuk (klein geschnittene Paprika mit Schafkäse, Yoghurt und frischem Dill) 4,-- und dazu Parlenka Classic (gegrilltes Fladenbrot, vielleicht ähnlich dem indischen Naan) 1,20:
Liebe Tester, vorsicht vor den Portionen (siehe auch Foto)! Es ist wirklich alles riesig. Ich bin ein sehr starker Esser, hätte aber Suppe, Vorspeise und Hauptspeise niemals aufessen können, die liebste Frau, sehr schlank geraten, hatte nach der Vorspeise schon Angst vor der Hauptspeise.
Alle Vorspeisen waren wirklich sehr gut. Der Melanzanisalat leicht säuerlich, mit Käse überstreut wirklich fein. Katuk ebenfalls gut, auch hier zusätzlich mit Käse überstreut. Wie schon erwähnt sehr viel und noch dazu sehr sättigend. Das Brot fein mit sehr gutem Eigengeschmack, vielleicht als Beilage etwas fett. Die Vorspeisen können in Summe aber durchaus mit einer sehr guten 3 bewertet werden.

Tiefpunkt 2: Die Hauptspeisen
Schweiner Satsch 14,10: Auf einer heißen Platte kommt in Stücke geschnittenes Schweinefleisch mit Kartoffeln, Unmengen an Champignons und TK-Gemüse (Karotten, Mais, und ich glaub ein halber Kilo Erbsen). Dass ich keine Erbsen mag, ist mein privates Problem, dass das Essen aber im wahrsten Sinn des Wortes ungewürzt war, ist das Problem des Restaurants. Es fehlte an Salz, Pfeffer geschweige denn gab es irgendein Gewürz, das mir vielleicht neu gewesen wäre und ein fremdländisches Geschmackserlebnis hätte erzeugen können. Die Satsch-Gerichte werden als Spezialität des Pleven beworben, für mich war das Gericht weit unter jedem Durchschnitt und gut gemeint vergebe ich die 2.

Thrakilisko Käse 7,90: In einem Tontopf kommt ein Eintopf aus frischen Tomaten (Hauptbestandteil), Schafskäse, bulgarischer Wurst, Ei und laut Karte scharfen Pfefferoni (diese wurden bei unserer Speise leider komplett weggelassen). Dieses Gericht schmeckte zumindest nach etwas. Der liebsten Frau hat es nicht geschmeckt (ist aber natürlich voll subjektiv), ich hab´s nicht schlecht gefunden. Fairerweise ist hier die Mittelnote 3 angebracht.

Die Getränke (Ayran, kleines Bier, Mineral, Soda Zitron) waren allesamt gut gekühlt und in Ordnung. Der große Braune überraschenderweise überdurchschnittlich gut.

Fazit: In Summe zahlten wir € 46,-- was ich für die Menge an konsumierten Speisen und Getränken als eher günstig bezeichnen würde.
Die Portionen sind sehr groß (meiner Meinung nach zu groß), die Qualität wie beschrieben von wirklich sehr gut bis echt grauslich schwankend. Es werden auch viele gegrillte Gerichte angeboten, das wäre vielleicht auch noch eine Option für einen zweiten Besuch. Mit der Gesamtnote für die Speisen tu ich mir sehr sehr schwer. Eigentlich wäre die 2,5 genau richtig. Da es sein kann, dass wir uns einfach nur die falschen Hauptgerichte bestellt haben, bewerte ich mit der 3, diese hat allerdings starke Tendenz zur 2.
Bezugnehmend auf unseren gestrigen Besuch kann ich das Pleven aber leider nicht weiterempfehlen.

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Kommentare (2)

am 30. Juni 2013 um 19:30

adn: Ja, bis die Hauptspeisen serviert wurden, haben wir auch geglaubt, einen Glückstreffer gelandet zu haben - schade drum.

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Experte
107
33
am 30. Juni 2013 um 19:19

Das Pleven wurde von den neuen Besitzern zwar optisch sehr aufgewertet, die Küche hat leider, im Vergleich zu früher, sehr stark nachgelassen (und mein letzter Besuch ist schon sehr lange her). Schade drum, die bulgarische Küche kann recht viel, sowohl am Grill, als auch bei verschiedenen Eintopf- und Lammgerichten. Und erst die Schnäpse ... ;-)

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Experte
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Pleven
Kohlgasse 19
1050 Wien
Speisen
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Service
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