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Brauereigasthof Reiner - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. Juni 2013
Pressesprecher
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4Speisen
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3Service
12 Fotos2 Check-Ins
Gelistet in: Lochau - Lakeside

Über ein halbes Jahr bei Restauranttester (208 Tage) und Bewertung #50 steht an. Zwar bietet sich nur die Mittagspause an, aber es soll schon nicht irgendein Lokal sein. Ergo geht es in mein Stammlokal von 2010 (meinem letzten längeren Heimataufenthalt), ins „Reiner“ ...

Meine Erfahrung: Ein kulinarischer Abstecher dorthin ist wie das Auflegen einer Judas Priest-Platte ... es kann nie ein Fehler sein! Natürlich weiß man, dass irgendwo irgendjemand mit mehr Virtuosität ans Werk geht, aber das ist nicht das Ausschlaggebende. Es geht darum, dass (jeweils) mit kompromissloser Liebe zur Sache ans Werk gegangen wird, und das schmeckt (respektive hört) man! Es geht nicht um „Fame & Fortune“, sondern um Passion!

Soweit die Erfahrung und die Erwartungshaltung. Werden wir konkret: ich komme gegen 1/2 Eins im Gastgarten an. Der ist gut gefüllt (9 Tische sind mit 25 Personen besetzt) und ich ergattere jenen Tisch, der gerade von einer Gruppe junger Männer freigegeben wird. Das Publikum auf der auf zwei Ebenen angeordneten Terrasse ist nicht nur heimischen Ursprungs, sondern es sind auch internationale Gäste vertreten. Der Gastgarten liegt in einem Dreieck zwischen Haus, Land- und Nebenstraße. Gott sei Dank ist er gut mit Bäumen und Sträuchern zugewachsen. So muss man den Verkehr nicht sehen, sondern hört nur den Lärm.

Das Haus selbst stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde ursprünglich als Gerichtsgebäude errichtet. Philipp Rainer hat es vor sechs Jahren gepachtet (vgl. Link). Betritt man es von der Straßenseite, liegt rechts die Küche und links die rustikale Gaststube mit der Schank. Anschließend ist ein Speisesaal. Im ersten Stock gibt es Extraräume und die WC-Anlagen. Kontrastiert man letztere mit der Gaststube, zeigt sich das interessante Spannungsverhältnis von alt und neu, von klassisch und modern. Jeder Raum hat seinen eigenen Charakter und ist in sich stimmig.

Zum Service: Die Bedienung, Katherina, wirkt bei meiner Ankunft etwas gestresst. Die üblichen Handgriffe (Abservieren, Karte bringen, Getränk aufnehmen, ...) passieren zwar "in time", ein Lächeln auf ihrem Gesicht entdecke ich aber erst etwas später. Mit zunehmender Verweildauer werden zwar Tische frei, die aber auch immer wieder schnell neue Abnehmer finden. Chef Philipp springt ein, schleppt Anfangs Essen und geht dann zum Abräumen und Bedienen über.

Zum Speisenangebot: Küchenchef Wolfgang Erdmann empfiehlt auf einer Seite Spargel. Daneben gibt es Zeitloses, Klassiker halt. Ich entscheide mich für eine Rinderkraftbrühe mit Leberspätzle um 3,80 Euro und anschließend gebratene Hühnerbruststreifen unter Blattsalat mit Balsamicodressing um 10,90 Euro. By the way: später erfahre ich durch die bei Katharina nachfragenden Tischnachbarn, dass es auch ein Menü (Lasagne) gegeben hätte. Das hätte ich aber eh nicht gemocht ;-)

Die Leberspätzlesuppe kommt in einem großen, aber flachen Teller, ist mit gewürfeltem Julienne-Gemüse (klingt komisch - ist aber so) unterlegt, die Spätzle sind einwandfrei und es schmeckt sehr gut (oder sollte ich "lecker" schreiben ...). Es hätte ruhig mehr sein dürfen!

Die Hühnerbruststreifen sind nicht, wie in der Karte angegeben, AUF Blattsalat, sondern darunter. Sie sind schön gebraten, das Fleisch ist zart und dessen Geschmack harmoniert sehr gut mit dem Salat und dem vorzüglichen american-artigen Balsamicodressing. Dazu gibt es crosses Mischbrot, mit dem es mir gelingt, das Dressing gänzlich zu verputzen. Köstlich!

Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass mir die ins Auge gefassten Apfel-Küchle zum Abschluss auch hervorragend gemundet hätten ... aber dafür blieb keine Zeit.

Fazit: Um fast den selben Preis wie am Vortag habe ich um mindestens eine Klasse besser gespeist. Bis auf das etwas angespannte Service war es perfekt und die self-fulfilling prophecy hat sich eingestellt!

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Kommentare (1)

am 6. Juni 2013 um 06:37

Lieber Nokomo: Das mit dem Stich ins "Kochehrherz" wollte ich wirklich nicht :-( Aber immerhin habe ich es so gut beschrieben, dass Du mich in die Lage versetzen konntest, dass ich bei der nächsten größeren Runde extrem angeben kann mit "meinem" Know How ;-) Und das mit der Bibel ist eine gute Idee für Weihnachten ... wettermäßig kann's ja nicht mehr lange Dauern ;-)) Danke und LiGrü retour!

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Brauereigasthof Reiner
Hofriedenstraße 1
6911 Lochau
Vorarlberg
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Ambiente
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