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Yoo - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 5. Juni 2013
Experte
hautschi
107
33
24
4Speisen
3Ambiente
3Service
1 Check-In

Die koreanische Küche war uns bis dato noch unbekannt. Nach einiger Recherche bei ReTe entschlossen wir uns, diese Art der Speisenzubereitung im Restaurant Yoo in der Stumpergasse kennenlernen zu wollen.

Am Tag zuvor wurde telefonisch bei einer sehr netten Dame ein Tisch für 4 Personen um 19 Uhr im Raucherbereich reserviert.
Da die liebste Frau beruflich verhindert ist, werden Sohnemann, Töchterchen mit neuester Flamme (juchu, ich lern meinen Schwiegersohn in spe beim Koreaner kennen) und ich die koreanische Küche testen.

Das Yoo liegt in der Stumpergasse im sechsten Bezirk, die Parkplatzsituation gegen 18.30 Uhr eher kritisch. Durch die gebührenpflichtige Kurzparkzone findet sich aber dann doch ein Plätzchen für den Boliden, idealerweise keine 3 Minuten vom Yoo entfernt.

Das Restaurant wirkt von außen unauffällig, der Eindruck im Inneren setzt sich genauso fort. Im Raum befindet sich eine Schank und ich glaube 5 Tische für bis zu 6 Personen. Wir befinden uns im Raucherbereich. Wo sich der Nichtraucher, den es laut Aufkleber an der Eingangstür geben soll, befindet, entzieht sich meiner Kenntnis. Es gibt wohl eine weitere Tür, diese war jedoch immer verschlossen, vielleicht finden dahinter bei Bedarf die Nichtraucher Platz?

Die Einrichtung würde ich als minimalistisch, das Lokal als eher dunkel und leicht gruftig bezeichnen. In den Tischen eingebaut, sind Kochstellen zu finden, scheinbar kann auch direkt am Tisch gekocht oder gegrillt werden (in diesen Genuss kamen wir jedenfalls nicht).
Am Tisch befinden sich 4 Papierservietten, darauf Stäbchen in einer Papierhülle, Tischdeko ist sonst nicht.
Die WC-Anlagen sind alt aber als ausreichend sauber zu bezeichnen.

Wir wurden von einer Kellnerin freundlich begrüßt, die Reservierung war bekannt, wir nahmen an unserem Tisch Platz und die Karten wurden sogleich gebracht.
Es gibt eine Karte mit koreanischen Gerichten und eine zweite Sushi-Bar-Karte. Zweiterer widmete ich keine Aufmerksamkeit, da ich Sushi nicht mag.
Es werden Suppen, side dishes, Hot-Pot-Gerichte, Reis- und Nudelgerichte sowie gegrilltes angeboten. Vegetarische Gerichte, scharfe Gerichte und Gerichte, die bei Tisch gegrillt werden, sind mit eigenen Zeichen auf der Karte versehen. Ist ganz praktisch, man kann sich als Unwissender (was wir de facto waren) so ein bisschen besser orientieren.

Service: Die (wahrscheinlich) koreanische Kellnerin war die ganze Zeit über sehr freundlich und bemüht, immer zur Stelle, schmutziges Geschirr wurde alsbald weggebracht. Von „besserem“ Service kann aber auch keine Rede sein. Der Aschenbecher blieb voll, die Getränke wurden nicht eingeschenkt, die Weinkenntnis beschränkt sich auf rot oder weiß. Trotzdem gibt’s für die ehrliche Freundlichkeit ein gut.

Folgende Speisen wurden konsumiert:

Als Gruß aus der Küche kommt eine kleine Portion Kimchi. Hierbei handelt es sich um eingelegten Chinakohl mit Chili und Knoblauch. Dieses Gericht darf laut Karte in keinem koreanischen Haushalt fehlen. Schmeckt gut, leicht scharf und erinnert mich sehr stark an den scharfen Krautsalat der Chinesen (war eigentlich die einhellige Meinung am Tisch). Dieses Gericht bekommt die 4.

Yoo Suppe (Rindsbouillon mit Gemüse und Eiern) 2,90: Es kommt eine sehr heiße Suppe, geschmacklich leicht an chinesische Suppen erinnernd mit Gemüse und verquirlten Eiern. War gut und kriegt die 3.

Gyoza (hausgemachte Fleischteigtaschen gebraten) 3,90: 4 ganz frische brennheiße Teigtaschen liegen in einer schärferen an Sojasauce erinnernden Sauce. Sehr sehr fein (jetzt hätt ich fast LECKER geschrieben gg), eine gute 4.

Pa Jeon (würziger Pfannkuchen mit Jungzwiebeln und Schweinefleisch nach koreanischer Art) 5,70: Für eine Vorspeise eine Riesenportion, sehr wohlschmeckend, dazu wird eine ins säuerliche gehende Sauce gereicht. Hat uns auch geschmeckt und bekommt eine gute 3.

Kimchi Jjige (koreanischer Eintopf mit Schweinefleisch, Kimchi und Tofu) 11,20: Im Preis inkludiert, wird zu allen Hauptgerichten automatisch eine Schüssel mit Reis gereicht. Dieses Hot-Pot Gericht ist in der Karte als scharf markiert. Es war scharf aber nicht wirklich aufregend. Der Sohnemann und ich sind Gern-Scharf-Esser und haben schon gröberes hinter uns. Geschmacklich sehr gut und ausgewogen, ich weiß nur jetzt wieder, dass ich diesen Tofu nicht mag (ist aber natürlich subjektiv). Eine gute 3 gibt´s auch hierfür.

Japchä (gebratene Glasnudeln mit Roastbeef und Gemüse) 9,90: Dieses Gericht wird in der Karte als nicht scharf angeführt – es war aber ziemlich scharf. Töchterchen hasst scharfes Essen und war dementsprechend verständlicherweise enttäuscht. Geschmacklich war das Gericht allerdings sehr gut. Sie vergibt fairerweise dennoch die 3.

Dweji Bulgogi (koreanisches BBQ – zartes Schweinefleisch in einer feurigen Marinade) 11,90: Dieses Gericht ist als scharf markiert und wird auf einer Art Tischgrill serviert. Für mich das absolute Highlight des Abends. Wirklich schön scharf, geschmacklich sehr sehr interessant, hier gibt´s die Höchstnote 5.

Yuk Hö (Beef Tartar á la Korea. Roher Lungenbraten in einer pikanten Marinade) 11,90: Dem Schwiegersohn in spe hat´s sehr gut geschmeckt, meines wär es nicht gewesen. Ich esse sehr gerne Beef Tartar, nur hier war das rohe Fleisch viel zu grob gehackt. Beim Kosten bin ich mir vorgekommen, wie ein Wolf, der gerade die gerissene Beute verspeist. Die Würzung hat mich allerdings sehr angesprochen. Der junge Mann gibt die 4.

Es werden 2 Desserts angeboten. Beide sprachen keinen von uns an, daher gab´s nichts Süßes.

Laut Karte gibt es drei verschiedene Kaffeearten, laut Kellnerin gibt es überhaupt keinen Kaffee im Yoo. Hat mich eigentlich sehr gestört, denn ein Kaffee nach einem guten Essen ist für mich fast schon ein Muss.

Fazit: Ein nettes, freundliches, wenn auch vom Ambiente nicht extrem einladendes Lokal. Ob´s authentisch gekocht war – keine Ahnung – uns hat es eigentlich sehr geschmeckt und daher wird für die Speisen auch die Gesamtnote 4 vergeben.
Ich möchte die koreanische Küche auch gerne näher kennen lernen, vielleicht auch dazu ein weiteres Lokal ausprobieren.
Testerkollege ssw könnte mir dazu vielleicht einige wertvolle Tipps geben :-)
Summa summarum kann ich das Restaurant Yoo aber mit gutem Gewissen empfehlen.

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Kommentare (5)

am 10. August 2014 um 13:35

Ich empfehle folgende Lokale für koreanische Küche:

1. Bada Sushi
2. Seoul
3. Hanil in der Gumpendorferstrasse (besonders das koreanische BBQ)

und welche ich explizit verweigere teile ich gerne per pm mit. ;)

Gefällt mir2
Experte
152
83
am 10. August 2014 um 11:14

Andere koreanische Restaurants, die ich kenne: IEGA (Spitalgasse) und Kyoto (Singerstraße).

Gefällt mir1
Experte
92
38
am 6. Juni 2013 um 11:53

Ich habe nach dem Essen gern einen Kaffee - und vor allem, wenn er in der Karte angeboten wird, dann möchte ich ihn auch bekommen!

Gefällt mir
Experte
107
33
am 6. Juni 2013 um 11:37

Wein & Kaffee: ich persönlich hatte aufgrund der Würzung und der Zutaten von verschiedensten asiatischen Lokalen nie das Bedürfnis, Wein oder Kaffee zu konsumieren.

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Experte
315
75
am 6. Juni 2013 um 05:16

Solange die koreanischen Restaurants nicht besser kochen als meine Frau, sehe ich da nur wenige Alternativen :)

Gefällt mir3
Experte
152
83
Yoo
Stumpergasse 27
1060 Wien
Speisen
Ambiente
Service
42
30
36
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