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THOMAWIRT - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 4. Juni 2013
Experte
bubafant
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4Speisen
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Es war gar nicht so einfach, zum Ausklang unseres Graz-Aufenthaltes, ein Lokal zu finden, das sonntagabends warme Küche anbietet. Aber wir sind fündig geworden. Die nette Antwort auf unsere mail-Reservierung steigert unsere Vorfreude. Im Anmarsch, die Leonhardstraße entlang, bemerken wir, dass die gastronomische Dichte hier sehr hoch ist. Hoffentlich schlägt sich Konkurrenz in der Qualität nieder.

Getrennt durch den Gehsteig befindet sich ein gar nicht so kleiner Schanigarten vor dem Lokal. Alumöbel, Pölsterchen auf den Stühlen, etwas Grünzeug. Gleich nach dem Eintreten befindet man sich im Raucher-Bereich vor einer großen modernen Theke mit einigen Sitzplätzen. Linker Hand öffnet sich auf einem Podest der Gastraum, viel dunkles Holz und ein enorm großes Gemälde über die gesamt Wand.
Auf Bekanntgabe unserer Reservierung und kurzem Wartemoment werden wir einen Stock tiefer in den NR-Bereich geschickt. Auch hier eine große Theke, rundherum Sitzplätze und am Ende des Raumes eine offene Show-Küche. Und dunkel ist es hier. Schummrige Beleuchtung und ein paar Kerzen. Wir befinden uns in einem (rötlichen?)Ziegelgewölbe, also kommt von den Wänden auch keine Helligkeit. Große Abzugsrohre durch den ganzen Raum, Weinregale aus Ziegeln und einige farbarme Bilddrucke.

Unser reservierter Tisch befindet sich gleich neben dem Abgang in das nächste Untergeschoß, der Musik-Lounge. Für einen Restaurantbereich sind die Tische schlichtweg zu klein. Die umlaufende Lederbank ist bequem. Auf dem dunklen Holz des Tisches befinden sich ein GlasTeeLicht, eine Vase, Menage, eine Weinkarte und das bereits eingestellte Besteck samt Servietten auf einem Metalltablett. Die Kellnerin bringt uns die Speisekarte, darauf einige Gerichte, die man in der angebotenen Kombination selten sieht. Gemeinsam mit der Vorspeise und dem Hauptgang bestellen wir einen Small Hill Red (EUR 3,50).

Es ist sehr schön, in der offenen Küche zu sehen, dass alle Speisen frisch zubereitet werden und der Koch augenscheinlich seinen Beruf liebt. Aber warum muss er das mit dem Rücken zu seinem Publikum machen. Viel netter wäre es, wenn er sich samt seinen Mitstreitern seinen Gästen zuwenden würde.
Essen wird in allen drei Lokalbereichen serviert, die jeweils zuständigen Kellner sind für das Abholen im Mittelstock und das Servieren verantwortlich.

Wir beginnen mit
gegrillten Jonagold-Apfeltaler mit Ziegenkäse, Thymian und Honig überbacken (EUR 4,50)
Die warmen, gut durchgegarten Apfelscheiben mit ihrer Süße ergänzen sich perfekt mit dem Käsegeschmack. Die knusprig herausgebackenen Thymiannadeln im Honig stehen dem nichts nach. Auch noch auf dem Teller ein kleiner Salat mit gut gemachtem Dressing.
Die versierte Kellnerin macht ihren Job gut, fragt beim Abservieren, ob alles in Ordnung war und ob wir noch etwas brauchen. Weitere Gäste kommen, gehen teilweise in die Lounge weiter. Mehr Menschen werkeln jetzt in der Küche und wir müssen nicht lange warten auf:

Gerolltes Hühnerfilet nach Mailänderart, gefüllt mit Prosciutto Borgoforte, Tomaten und Topfen auf Rucola-Risotto, an Kapernsauce (EUR 12,90)
Perfekt gebratenes Huhn, bei der Füllung kann man den Topfen allerdings nur mehr erahnen. Das Risotto, so wie ich es mag, cremig, leicht schlatzig, guter Biss und der untermengte Rucola gibt eine leicht herbe Note. Die Portion ist groß, man hat zu tun.

Nach einer kleinen Verdauungspause lassen wir uns nochmals die Karte kommen, da uns doch noch nach einem Dessert gelüstet. Neben Cappuccino (EUR 2,60) entscheiden wir uns für
Mango-Panna-Cotta (EUR 4,90)
Keine Panna-Cotta im herkömmlichen Sinn. Nicht gestürzt, sondern im (relativ großen) Glas. Der Mangogeschmack ist herrlich, darauf eine Schicht Himbeerröster und mit Kokosflocken verfeinertes Schlagobers. Was für eine Sünde.

Fazit: Der Thomawirt ist einen Besuch wert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der großen Portionen mehr als in Ordnung. Ein paar eigenwillige Kreationen peppen die Karte auf. Der Service ist unaufgeregt, einzig für ein Speiselokal ist es mir persönlich zu duster.

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Kommentare (1)

am 4. Juni 2013 um 18:25

Das Univiertel ist voll mit interessanten Lokalen. Tipp: "Lokal Müller" ;-)

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THOMAWIRT
Leonhardstraße 40
8010 Graz
Steiermark
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