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Ebi - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Juni 2013
Experte
Gastronaut
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2Speisen
2Ambiente
2Service

Soviel ist sicher: Beim Ebi scheiden sich die Geister. Die Betreiber waren ja nicht die ersten, die auf den "A la carte all you can eat"-Zug aufgesprungeb sind, aber sie sind eindeutig die Größten. Das bringt Vorteile, aber auch Nachteile, wie wir jetzt festgestellt haben.

Der Tisch war für zwei Personen reserviert und sollte an einem Fenster sein. Nachdem wir per Mail die Bestätigung dafür bekommen hatten, gingen wir einmal davon aus, dass das dann schon so klappen würde. Im Lokal angekommen, wusste man man dann nichts mehr von unserer Reservierung und erhoffte noch dazu viel Dankbarkeit, dass man uns einen winzigen Tisch in der Mitte des bahnhofsartigen Speiseraumes anbieten konnte. Noch bevor wir uns der Speisekarte hingeben konnten, bemerkten wir die Unmengen an Fliegen, die sich durch den Raum bewegten. In urigen Landgasthäusern mag das ja Charme verbreiten, hier aber eher weniger.

Nachdem es an verschiedenen Stellen immer wieder geheissen hatte, dass hier die verschiedenen Arten Sushi so gut wären, lag es auf der Hand, dass unser erster Bestelldurchgang rein kalt werden würde. Die Fotos auf der Speisekarte wirkten recht einladen, auch wenn auf selbiger vermerkt ist, dass die Abbildungen nicht der Realität entsprechen müssen. Egal, wir bestellten Sushi und Maki querbeet. Ich einige Sorten mit Fisch, meine vegetarische bessere Hälfte mit Gemüse. Vielleicht hätten wir extra sagen sollen, dass die fischigen und unfischigen Speisen getrennt ankommen sollten, denn sie taten es nicht.

Auf der Fisch-Seite stellte ich überrascht fest, dass der Sushi-Reis - so wie in Japen üblich - noch leicht lauwarm war und Butterfisch und sogar Thunfisch von wirklich guter Konsistenz, Geschmack und Qualität waren. Dafür war bei sämtlichen Lachs das gegenteil der Fall: Dieser war labbrig, seifig und roch nicht nach Meer, sondern intensiv nach Fisch. Bei den Maki-Kreationen war der Reis nicht mehr warm und auch die Textur ließ zu wünschen übrig. Geschmacklich wirkte alles ohne Fisch so, als wäre es lange vor dem Servieren zubereitet worden. Sehr lange...

Einzig die Rettich Sushi waren tatsächlich auch gut.

Im Gegensatz zum früheren Konzept gibt es hier jetzt übrigens doch auch einige Büffet-Speisen zum Selberholen. Das sind neben Salate und Suppen auch diverse Reissorten, aber auch Nudelgerichte. Von letzteren ist aber alleine schon optisch eher abzuraten..

Bei mir ging es mit einer kleinen Portion Schweine Gyoza weiter, die auch wieder überraschend gut waren, wenngleich sie auf der Seite leicht aufgeplatz waren. Das Dämpfen der Teigtaschen funktioniert hier also recht gut. Die Mini-Frühlingsrollen auf der anderen Seite des Tisches waren hart und geschmacklos. Nur dort, wo sie mit einer undefinierbaren, süßlichen Sauce überschüttet worden waren, waren sie gleichzeitig noch labbrig. Ungenießbare Industrieware.

Selbiges gilt auch für die knusprige Ente. Diese war zum einen nicht knusprig und zu anderen bestand sie zu einem Großteil aus reinem Fett. Auch hier zählten bei Einkauf und Zubereitung Masse, und nicht Klasse. Während die bessere Hälfte verzweifelt nach Geschmack in ihrem Wokgemüse mit Knoblauchsauce suchte, probierte ich vom Lachssteak. Dieses hatte mit der Abbildung in der Speisekarte ungefähr soviel gemein, wie ein ein Goldfisch mit einem Hammerhai. Und die letzte von mir bestellte Minispeise kam erst lange nach dem Zahlen und war kalt.

Laut vielen Augen- und Magenzeugen schaffen hier viele Gäste bis zu vier oder fünf Bestellvorgänge pro Besuch. Wir hatten bereite nach zwei Durchgängen keine Lust mehr.

Insgesamt klappt hier alles mit Fisch-Sushi sehr gut, die großen Einkaufs -und Verbrauchsmengen machen hier eine wirklich ordentliche Qualität möglich. Nur der Lachs ist in jeder Hinsicht mässig. Auch gedämpfte Speisen sind hier zu empfehlen. Alles andere entspricht in Qualität und Geschmack jeden anderen beliebigen Pan-Asiaten. Und dafür sind die knapp 18 Euro pro Person dann doch ein wenig viel...

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Kommentare (2)

Unregistered am 1. Juni 2013 um 12:21

Ein uriges Gasthaus mag ja recht lieb sein, in der Stadt oder am Land, aber viele Fliegen als Überträger von Krankheiten sind immer sehr unerfreulich.

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Unregistered
Kein Tester
am 1. Juni 2013 um 10:57

Fotos auf einer Speisekarte, allein deswegen wäre ich schon skeptisch. Was sollen diese bezwecken, den Appetit erwecken? Ich wär ja schon jedesmal enttäuscht, wenn mein Essen dann dem Foto nicht ähnle.

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