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Gulaschmuseum - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 19. Mai 2013
Experte
bubafant
283
71
29
2Speisen
2Ambiente
3Service
29 Fotos1 Check-In

Gulasch ist immer ein zeitgemäßes Genussmittel und sehr gesund. Knoblauch (gilt als Aphrodisiakum), Zwiebel, Paprika und Majoran sind Blutreiniger und die pikante Schärfe schützt vor Infektionen. Gulasch kann man immer genießen. Ob als Gabelfrühstück, Mittagessen, zum Nachmittagsshoppen, als Abendessen oder als Mitternachtsimbiß. Das Gulaschmuseum gilt als weltweit einziges Restaurant für Gulaschspezialitäten wie z.B. Wiener Fiaker Gulasch, Fischgulasch, ungarisches Schweinsgulasch, Szegediner Gulasch, Erdäpfelgulasch, Hühnerlebergulasch, Kesselgulasch, Schokogulasch u.v.m.
Diese vollmundige Werbung auf der Homepage lässt mich zu einem Wertgutschein greifen. Das gesamte Lokal ist Nichtraucher, direkt auf dem Gehsteig an der Hauswand befinden sich weitere mit Tischdecken eingedeckte Tische, sowie auf einer Holzterrasse, schon in der Fahrbahn befindlich, nackte Alu-Kombinationen.

Das Lokal ist nicht sehr groß, gleich nach dem Eintreten befindet man sich vor der Theke mit Barhockern. In diesem Bereich gibt es viele einzelne Tische, durch einen Torbogen im hinteren Bereich gibt es größere Tische. Wahrscheinlich für Bus/Touristengruppen, denn die Kellnerin empfiehlt uns, im vorderen Bereich zu bleiben, da es hier ruhiger ist. Die Räume sind hoch, die Wände vollgepflastert mit Gemälden, Ziertellern und anderem Zierrat. Sehr schön die hohe Fensterfront mit Türen zum Schanigarten.

Beim ersten Schnuppern durch das Speisenangebot in Form von Fotos vor dem Lokal schwenke ich vom Gulasch weg, da die Abbildungen alles andere als appetitlich sind. Wir bekommen die in Leder gebundene Speisekarte, die schon durch viele Hände gegangen ist – abgegriffen, speckig, klebrig. Zum Trinken bestellen wir 0,5 l Zwickl (EUR 4,30), sowie 0,5 l SodaZitron (EUR 4,00). Auf den extrem eng stehenden Tischen eine altrosa Tischdecke, personalisierte Papierserviette, Besteck, Niesmenage, sowie Bierdeckel. Wandbank, Holzstühle. Auf jedem Tisch wird – ungefragt – ein Körbchen mit aufgebackenem Gebäck einer bekannten Firma eingestellt. Die Serviette sollte mal wieder gewaschen werden.

Als Vorspeise zwei klassische Suppen, einmal Leberknödelsuppe und einmal Grießnockerlsuppe (jeweils EUR 3,10). Serviert nach einer unverständlichen Wartezeit von 20 Minuten in Suppentöpfen mit Löwenkopfgriff, eine Schale dermaßen ausgeschlagen, bitte nach dem Serviette waschen eine Brille besorgen, da wirklich Verletzungsgefahr besteht. Der Leberknödel ist im tiefen Topf sichtbar, ausreichend flaumig und geschmackvoll. Mein Grießnockerl hat sich versteckt, so klein, dass es sich schämt. Und die Suppe ist fettschmierig.

Das Lokal ist gut besucht, hauptsächlich Touristen aus allen Ländern. Die Kellnerin aus dem Osten hat schon mit Deutsch Probleme, für die Internationalität gibt es nur eine Kollegin. Die Gäste in unserer Hörweite sind nicht zum ersten Mal da, Touristen, denen das Lokal offensichtlich empfohlen wurde, bzw. Wiederholungstäter.

Einmal wählen wir Lokalkonform ein Fiakergulasch (EUR 13,90). Zwar etwas einseitig auf dem Teller angerichtet, aber alles da, was dazu gehört. Sämiges Gulasch, drei große Stück Fleisch, in Ordnung, schön fester Semmelknödel, geschnörkeltes Würstel und das Spiegelei. Für das Dargebotene allerdings ein happiger Preis.

Alternativ dazu einmal die Gebackene Hühnerleber (EUR 11,80) mit Erdäpfelsalat. Der Salat etwas saurer abgemacht, teilweise schlampig geputzte Erdäpfel. Die Leber ist großzügig paniert, es gibt sogar Panierstücke ohne Leber :-). Wo allerdings Leber drinnen ist, das schmeckt gut, sorgfältig abgetupft, Salzkristalle obenauf. Ärgerlich, das auch dieser Teller abgeplatzt ist.

Fazit: Es wird nicht nachgefragt, ob es geschmeckt hat und nicht versucht, die Konsumation über den Gutschein hinaus anzukurbeln. Das Körberl wandert kommentarlos auf den nächsten Tisch weiter. Am Nebentisch bleibt beim Bezahlen der negative (berechtigte) Beigeschmack ‚Touristenabzocke‘ in der Luft hängen. Wir haben’s jetzt gesehen und ausprobiert und werden nicht wiederkommen. Allerdings nicht aus Enttäuschung, dass es kein Museum ist, wie eine Touristin enttäuscht feststellte.

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Kommentare (1)

Unregistered am 28. November 2013 um 20:42

alles zutreffend.

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Unregistered
Kein Tester
Gulaschmuseum
Schulerstrasse 20
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
32
25
34
7 Bewertungen
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