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Wirtshaus Steirereck - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. Mai 2013
Experte
bubafant
283
71
29
5Speisen
5Ambiente
5Service
62 Fotos5 Check-Ins

Griaß di am Pogusch. Zum dritten Mal.
Wir leisten uns wieder ein kulinarisches Vergnügen. Geöffnet von Donnerstag (O'gstochen ham a), Freitag (Süsswasserfischtag) über Samstag bis Sonntagabend (Restl-Essen). Neben der Nächtigungsmöglichkeit gibt es noch ein Gabelfrühstück neben Essen a la carte von mittags bis abends.

Bei unserem ersten Besuch war die Speisekarte noch anders gestaltet. Ein dreigängiges Menü aus den Sparten 'ausn Wossa', 'von da Wiesn' und 'aussn Stoi' um knapp über EUR 35,-, crossover kombinierbar, hat uns sehr gefallen. Diese Möglichkeit gibt es leider nicht mehr. Erfreulicherweise kann man zu gewissen Terminen noch recht kurzfristig einen Tisch reservieren. Eine längere Anfahrt ohne Reservierung ist nicht zu empfehlen. Neu – wie schon von bluesky erwähnt - wird innerhalb von Wochenfrist die Reservierung nochmals telefonisch rückbestätigt.

Wir schreiten an einem Freitagabend zur Tat, lassen uns vom Taxi auf dem Parkplatz vorfahren und sehen gerade noch, wie Herr Reitbauer samt Küchenmitarbeiter eine Riesenkiste Gemüseabfälle zu den hauseigenen Ziegen bringt und zur Fütterung lädt. Vorbei an den schon grünen Wiesen im Vorfeld des Wirtshauses mit Liegestühlen geht es in den Vorbereich, wo der Reservierungscomputer von Frau Reitbauer mit Routine bedient wird. Wir werden in die 'Alte Stube' zu unserem reservierten Platz gebracht. Der dritte Raum, den wir kennenlernen dürfen. Wir sitzen am Kachelofen, mit Blick auf die kleine Bar, in Summe etwa Platz für ca. 20 Personen, allerdings der Durchgang für viele Gäste zum Weinkeller.

Ein junger Mann ist für uns zuständig und er bringt genau das richtige Maß an Professionalität, Herzlichkeit und Wärme mit, das wir uns sofort wieder wohl fühlen. Als Mittelding aus Aperitif und Begleitgetränk für den ersten Gang bestellen wir 0,2 l Steirisch Irish (EUR 2,70). Sehr gut gezapft und perfekt für das Gedeck mit Bauernbrot, Butter, Gewürzen und Würzspeck (EUR 2,80). Der Tisch ist gedeckt mit einer Tischdecke mit einfacher Kreuzstickerei, ebenso die dazu passende Stoffserviette. Das Brot zum Gedeck in einem Baumwollbeutelchen, ebenfalls mit Kreuzstickerei. Ein Blumengesteck im Teller, sowie das typische Holzbrettchen mit der Weintafel auf der einen und der Saftladen Karte auf der andern Seite. Eingestellt und unaufgefordert nachgebracht wird ebenso Quellwasser in den personalisierten Bügelflaschen.

Als Vorspeise beginnen wir mit einem Beefsteak-Tatare vom steirischen Almochsen mit knusprigem Weißbrot (EUR 10,90).
Serviert mit getoasteten Weißbrotscheiben auf einem Extrateller kommt die Vorspeise fast in Größe einer Hauptspeise daher. Sehr dezent, aber gut abgeschmecktes Fleisch, schon fertig vermengt, leicht quatschig, einfach sehr gut. Bedeckt mit knusprigen Weißbrotwürfeln, die schon bei jedem Biss ein Kracherlebnis mitbringen.

Mittlerweile hat der junge Mann weibliche Unterstützung bekommen und die beiden ergänzen sich perfekt, Fehlendes wird sofort bemerkt, das Nachfragen ist so normal, als wäre man Stammgast. Einfühlsamkeit und dem Gast ein Willkommensgefühl zu geben gehört hier zu den Grundvoraussetzungen.
Für den Hauptgang gehen wir zum Wein über: Julia (Blaufränkisch, Cabernet-Sauvignon, Merlot – Wachter-Wiesler, Deutsch-Schützen; EUR 7,00). Ein sehr guter Tropfen, er begleitet: Gewürz-Wels mit mitgebratenen Erdäpfeln, Avocado & gedörrten Paradeisern (EUR 18,50). Etwa 2/3 des Fisches werden mit knuspriger Haut serviert, der restliche Fisch untergeschlagen und ohne Kruste. Die Erdäpfeln gut gewürzt und gesalzen, die Avocado butterweich und dieses eine Stück Paradeiser hat es in Punkto Knoblauch dermaßen in sich, da wüsste ich gerne, wie das gemacht wird.

Seit unserem ersten Besuch bin ich vernarrt in die Serviervarianten der Service-Crew. Die Flüssigkeiten der Suppen werden in Milchkannen extra an den Tisch gebracht und dann im tiefen Teller zur Einlage dazu gegossen. Manchmal auch in Form eines Keramikmilchkruges. Wenn mehre Personen am Tisch zeitgleich die Speisen serviert bekommen, wird das in schmiedeeisernen Trage Etageren an den Tisch gebracht und von dort einzeln ausserviert.
Eine kleine Hochzeitsgesellschaft sitzt uns gegenüber und es ist hier genauso wenig ein Problem, eine Torte mitzubringen, die dann aufgeschnitten und serviert wird. Wir haben auch das Vergnügen mit direktem Blick hinter die Theke beim Tranchieren der im Ganzen gebratenen Enten zuzusehen. Mit viel Routine kommt keiner der Servicecrew in Bedrängnis, eben schon oft praktiziert.

Wir vereinbaren eine kleine Pause bis zum Dessert und bekommen dann einen Cappuccino (EUR 3,00) mit einem Schälchen kandierten Obst und Vanillezuckerbröckerl, sowie die Steirereck-Variation "sweets for your sweet" (EUR 9,50).
Mango-Dessert mit Nougat
Aus der Mango-Masse ist eine Art Palatschinke geformt und diese mit Nougatmasse gefüllt.
Knusprig gebackener Schaf.Topfen mit Graumohn gefüllt, Rhabarberkompott und Sauerampfersorbet.
Wahrscheinlich das Highlight der Dessertvariation. Die saftigen Würfelchen zart gefüllt mit Mohn, der Rhabarber nicht sauer und das Sauerampfersorbet weckt Erinnerungen an die Kindheit (was haben wir damals nicht alles gegessen und sind in Gegensatz zu heutigen Warnungen trotzdem nicht gestorben).
Knapp gefolgt von einer Kaffee Crême brulée in der Tasse. Perfekte Masse und knackiger Deckel. Sehr gut.
Jetzt geht aber nichts mehr.

Fazit: Wir waren vorher schon überzeugt und werden weiterhin im lockeren Jahresabstand dem Pogusch einen Besuch abstatten. Leider werde ich es nie schaffen im Ziegenzimmer o.ä. zu nächtigen, da ich mit der aberwitzigen Konstellation einer monatelangen Warteliste, samt Vorauszahlung ohne Stornomöglichkeit nicht anfreunden kann. Zum Glück gibt es im T(h)al genügend Bauern, die auch schöne Romantikzimmer haben.

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Kommentare (6)

am 7. Mai 2013 um 14:11

@ hautschi - alles ist möglich, da hast du recht
@ nokomo - kein Problem; - und: der liest sowieso mit ... :-)

Gefällt mir2
Experte
283
71
am 7. Mai 2013 um 13:53

bubafant: Nur so ganz rein theoretisch könntest du aber trotzdem eine Liebste haben ;-)

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107
33
am 7. Mai 2013 um 11:23

Danke nokomo,
du kannst es nicht wissen - aber ich bin eine bubafantin ...
>;-b

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283
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am 7. Mai 2013 um 11:00

bubafant: Danke, das mach ich gerne!

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am 7. Mai 2013 um 10:51

hautschi, wenn du ein Romantikzimmer brauchst ... melde dich einfach. ;-)

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283
71
am 7. Mai 2013 um 10:38

bubafant: Deine Superbewertung hat mir den Rest gegeben. Jetzt ist es mir klar, da müssen wir auch hin! ;-)

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107
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Wirtshaus Steirereck
Pogusch 21
8625 TURNAU
Steiermark
Speisen
Ambiente
Service
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