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I Tricolori - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 26. März 2013
Jtteam
28
10
12
2Speisen
2Ambiente
3Service
4 Fotos1 Check-In

Das I Tricolori, ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll… Ackern wir uns also Schritt für Schritt durch…

Das AMBIENTE: das Lokal liegt direkt am Ring, die perfekte Lage um zahlreiche Touristen anzuziehen. Platz wäre ja genug, denn dieses Restaurant ist relativ weitläufig, modern eingerichtet, es gibt ebenerdig einige Tische mit Fensterblick oder einen Halbstock höher gelegen einen langen Gastraum mit Bar und ihr gegenüber liegend eine sehr lange „Tischzeile“. Ein vier Personen Tisch neben dem anderen, vor einer durchgehenden Bank. Modern, wohl zu modern, denn Wohlfühlfaktor gibt es hier nicht!

Durch die gute Lage, erwartet man sich ein reges Treiben im Lokal, vor allem zur Mittagszeit… das Gegenteil war der Fall. Es waren gerade mal drei Tische besetzt, das gab uns allerdings noch nicht zu denken. Wir sahen das positiv und wussten es zu schätzen, dass somit ein schnelleres Service gewährleistet war. Schließlich hat man zu Mittag nicht so viel Zeit…

Das SERVICE war sehr schnell am Tisch, aufmerksam und hat uns sogar beraten… allerdings auf Italienisch. Das stellte für mich zwar kein Problem dar, als ich jedoch auf eine deutsche Antwort wieder eine italienische Antwort bekam, habe ich mich kurz fragen müssen, wie das wohl Gäste machen, die der italienischen Sprache nicht mächtig sind?? Und wenn ich drei Mal auf Deutsch antworte (wohlgemerkt aus Höflichkeit gegenüber meiner Begleitung), dann erwarte ich mir auch eine gleichsprachige Antwort. Das hat in diesem Fall nicht funktioniert und es lag nicht daran, dass der Kellner nicht gut genug unsere Sprache sprach. Was will man also bezwecken? Bewahrung der Authentizität? Oder möchte man möglichst viel italienisches Flair vermitteln?

Wir bestellen das ESSEN, eine Tomatencremesuppe, ein Focaccino, einmal Gnocchi Gorgonzola und einmal Spaghetti Frutti die Mare dürfen es sein.

Die Tomatencremesuppe kommt schnell daher, zusammen mit dem Focacciono. Während mein Gegenüber die Suppe schlürft, darf ich am Focaccino knabbern. Die Suppe war guter Durchschnitt, cremig allemal, aber leider lauwarm. Hier gibt es eine 3.

Das Focacciono frisch, heiß, knusprig, mit frischem Rosmarin bestreut und Olivenöl beträufelt. Dem Teig fehlte es an nichts. Eine glatte 4.

Die Gnocchi und die Spaghetti werden auch sehr schnell nach der Vorspeise serviert. Bevor die Gerichte noch auf dem Tisch stehen, nehme ich einen eher unangenehmen Fischgeruch war, sehe dann auf den gegenüberliegenden Teller mit den Spaghetti Frutti di Mare, wurde dann aber von meinen Gnocchi dermaßen abgelenkt, dass ich weitere Gedanken über die angezweifelte Frische des Fisches vergesse. Denn das, was mir hier für EUR 13,90 als Gnocchi serviert wurde, würde ein Italiener nie anrühren! Die Gnocchi waren diese billigen grießigen Fertig-Gummiknödelchen aus dem Plastiksackerl… selbst die beste Sauce der Welt hätte dieses Gericht nicht mehr retten können. Gut, sei mal dahin gestellt, dass Gorgonzola-Sauce nicht wirklich die größte Herausforderung für einen Koch darstellt, aber selbst diese hatte ihre Macken. Es fehlte an Kräutern und nach ein paar Bissen fand ich dann dunkelgraue Schimmelstücke darin – dieser Gorgonzola war nett formuliert „überreif“.

Als meine Begleitung nach ein paar Bissen Spaghetti ebenfalls seine Gabel bei Seite legte und mich ansah und fragte „Bist du schon satt?“, war meine Antwort „Der Gorgonzola ist überreif. Bist du satt?“ Seine Antwort „Meine Meeresfrüchte waren auch überreif…“. Neugierig wie ich bin, musste ich prompt einen kleinen Happen Calamari ergattern, den ich kurz darauf bereute. Gorgonzola und Meeresfrüchte standen wohl schon eine Zeit lang nebeneinander auf der Arbeitsplatte und schlossen Wetten darüber ab, wer wohl als erster wieder auferstehen würde.

Unser Fazit:
Das Ambiente ist es nicht wert, hier nur für ein Getränk vorbei zu sehen. Die Qualität der Gerichte ist ebenfalls kein Lockmittel. Das Preis-Leistungsverhältnis ist eine Frechheit! Da gehe ich lieber zu Pizza Bizi, bekomme Fertiggnocchi, die selbst dort nicht so gummig schmecken wie im I Tricolori, mit einer sahnigen Gorgonzola Sauce zum halben Preis. Das Service ist sehr schnell und bemüht, nur konnte ich mir noch immer nicht die Frage beantworten, wie Gäste ohne Italienischkenntnisse zu ihren Antworten kommen, falls Informationsbedarf besteht.

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Kommentare (6)

am 27. März 2013 um 09:15

Herzlichen Dank Hautschi :)

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28
10
am 27. März 2013 um 09:06

Es ist ein Vergnügen deine Berichte zu lesen - ein neuer Stern am Rete-Himmel! ;-)

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Experte
107
33
am 26. März 2013 um 21:38

Vielen Dank :)

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28
10
am 26. März 2013 um 21:36

Sehr fair und wohlwollend bewertet. Und ein sehr guter Bericht.

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Experte
80
48
am 26. März 2013 um 21:27

Naja... die Suppe war ja ok, obwohl lauwarm und das Focacciono wirklich sehr gut. Und das fließt natürlich in die Wertung mit ein... abgesehen davon waren Gorgonzola und Meeresfrüchte wirklich nur "überreif".... Im Zweifel immer für den "Angeklagten" ;o)

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28
10
am 26. März 2013 um 21:20

Sehr guter und informativer Bericht, gleichwohl - für verschimmelte Gummignocci und "überreife" Meeresfrüchte ist eine 2 für die Speisen einigermaßen großzügig?

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Experte
80
48
I Tricolori
Opernring 19
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
25
23
30
3 Bewertungen
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