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Joma - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22. März 2013
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
3Ambiente
4Service
2 Fotos1 Check-In

Geschäftsfrühstück im 1. Bezirk.

„Treffen wir uns doch im Joma!“ War da nicht was? Natürlich, mein wenig erfolgreicher Pizzeriabesuch am Tag zuvor schrie nach einem Verdauungsspaziergang, vom 2. über den 1. bis in den 9. Bezirk.
Ich kam auch am oft zitierten „Joma“ vorbei und studierte die vorm Lokal angeschlagene Speisekarte.

Curry, Pasta, Steak, Frühstück. Die Preise nicht unverschämt abgehoben. Und das am Hohen Markt? Der legendäre Würstelstand schräg gegenüber wird doch nicht der einzige Konkurrent sein.
Neugierde war also irgendwie schon vorhanden, bis der Makler am Telefon tags darauf den Termin vorschlug.

Kaum ist man drinnen, loungige Musik und dazu passende, entspannte Designer-Wohnlandschaft in dezenten Schokolade- und Cappuccinotönen, um mal die weibliche Farb- und Formensprache zu bedienen.

„Kann ich Ihnen behilflich sein?“ Hier wird man sofort bemerkt, das Reservierungsbuch in Eingangsnähe zeigt auch sofort, dass hier alles bestens organisiert sein will, Tische scheinen hier oft Mangelware zu sein.

Kleiner Schönheitsfehler schon vor meinem Besuch: ich hatte eigentlich schon gefrühstückt, doch die lockere Termingestaltung ließ sogar ein kleines Update zu.

Das Hundsi (je kleiner, desto bellt…) vom Gegenüber wird sofort mit Wasser versorgt und verschwindet zufrieden unterm Tisch.
Die Zweibeiner bekommen einerseits eine schön angerichtete Eierspeis mit jeder Menge frischem Gemüse (welche zu munden scheinen), meinerseits wiederum einen Cappuccino, möglichst italienisch bestellt, und ein Birchermüsli.

Ich schreibe hier nur über Cappuccino und Müsli. Doch ich habe hier das Gefühl, dass man nichts dem Zufall überlassen will: meine Frage, ob man die Weintrauben weglassen kann, wird mit „überhaupt kein Problem“ quittiert.
Hätte ich eine Antwort bekommen wie etwa „das ist alles schon miteinander vermischt“, hätte ich mich nicht so wirklich beklagen können – und ich hätte die Bemmerln eben rausgefischt.

So aber kommt ein fein abgerührtes Müsli, das nichts, aber schon gar nichts mit dem staubigen Trockenmüsli aus dem „Hotelbuffet-Silo“ zu tun hat. Bissi Honig obendrauf, einzig die Erdbeerspalten erinnern mich wieder an die CO2-Bilanz nordafrikanischer Erdbeeren. Man könnte ja noch ein paar Wochen auf die einheimischen warten.

Der Cappuccino wiederum gehört zu den besseren Vertretern seiner Sorte.
Ja, es lohnt sich, sich mit dem Thema Kaffee näher zu beschäftigen, obwohl man in der Gastronomie ja fast schon die Verpflichtung hat, ordentliche Qualität anzubieten, die den italienischen Vorbildern zumindest ein bisschen gerecht wird.

Kaffeequalität, Röstgrad, Mahlgrad, Einstellung der Maschine, Druck und Temperatur sowie die richtige Pflege der Maschine (Uralt-Ablagerungen sorgen für den ranzigen Unterton…). Und eine Einschulung, die es dem Kaffeebereiter bzw. der Kaffeebereiterin möglich macht, das möglichst beste au der Bohne rauszuholen. Wer sich ein bisschen damit beschäftigt, kann viel mehr als jedes „Cafè zum Koarl“ um die Ecke.

Der Cappuccino braucht sich vor den italienischen Vorbildern wirklich nicht zu verstecken. Viel feinporiger Schaum, mit dem der geschickte Connaisseur „spielen“ kann, also Herzchen oder Bäumchen in den Schaum zeichnen kann.
Dieser Schaum fällt nicht in sich zusammen, sondern kann sogar beim Austrinken noch rausgelöffelt werden. Genau so soll das sein.

Service: sehr bemüht, sehr organisiert, man macht uns aber schon zu Beginn höflich darauf aufmerksam, dass unser Tisch ab 11:30 reserviert ist. Ein flotter Tausch mit einem der erhöhten „Stehtische“ ist aber kein Problem.

Fazit: es war „nur“ Müsli und „nur“ Cappuccino (welcher aber z.B. in der prominenten Meierei an der Wien nicht empfehlenswert war), macht aber neugierig auf mehr, frühmorgens wie frühabends.
Die beiden Frühstücksteilnehmer waren wirklich sehr gut und lassen dadurch auch keine schlechtere Bewertung zu.
Auf bald zum zweiten Gang.

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Kommentare (23)

am 9. November 2013 um 23:51

Roland Trettl vom Ikarus hat's in einem Interview perfekt gesagt (sinngemäß): man kann mit einfachen Dingen begeistern - die einfache Frage ist immer nur: wie?
Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Und ein Müsli kann nur dann schmecken, wenn ich mir zum Beispiel darüber Gedanken mache, was mir woanders so überhaupt nicht zusagt (und warum!).

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315
75
am 8. November 2013 um 23:22

ich hab jetzt den ur zahn auf café... wahnsinn, schön dass jemand so emotional und beflügelt über CAFE und MÜSLI schreiben kann !!! Ich bin zwar morgen zum Mittagstisch dort.. werde mir aber definitiv ein Plätzchen für Café offen halten :-))

und optisch geben Erdbeeren auf Müsli schon wahnsinnig viel her, finde ich - aber ich liebe Erdbeeren allgemein - am liebsten die aus dem Garten :)

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62
7
am 1. April 2013 um 23:53

P.S.: Abgesehen davon, dass ICH keinen Hund besitze, hat sich das liebe Hundi artig benommen, was nicht auf die "Wichtigkeit" des Gegenübers schließen lässt, sondern auf seine Kompetenz in puncto Hunde"schule".
Mehr noch aber ist erwähnenswert, dass sich das Personal von sich aus um den Hund gekümmert hat.
Den "Köter" kann sich also suzuka mal gut und gern sparen, denn es könnte sein, dass suzuka selbst der/diejenige ist, der/die nicht immer gut erzogen auftritt - und sich dessen wohl auch nicht wirklich bewusst ist. Denn wem im "Kleinen Cafè" im 1. Bezirk die Bedienung verweigert wird, der dürfte sich wohl nicht zum ersten Mal daneben benehmen.

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315
75
am 1. April 2013 um 23:37

Possibly Frust, SSW. Und eine Abneigung gegenüber kleinen Hunden, ("... manche Wichtige mit kleinen Kötern ...") - what is that about??

Besser eine informative und kurzweilig zu lesende Review über ein Frühstück als ein nichtssagender Einzeiler über ein Lokal.

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80
48
am 1. April 2013 um 23:31

Lese ich da Neid bei Suzukas Kommentaren? ;)

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152
83
am 1. April 2013 um 23:19

Suzuka:
Staubtrockenes Müsli? Keine Ahnung, vielleicht hast du ja Trockenmüsli bestellt?
Cappucino? Schreibt man mit [doppia-tschi], also Cappuccino. Auch hier in Österreich.
Ergo:
dein inhaltsloser Kommentar beweist nicht das Gegenteil von dem, was ich erlebt habe, begründet auch keineswegs das Gesagte.
Und jetzt zieh mal schnell die Finger ein...

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Experte
315
75
am 1. April 2013 um 23:04

Hier wird wohl die Spreu vom Weizen getrennt - manche "Wichtige" mit kleinen Kötern dürfen über staubtrockenes Müsli und mittelmäßigen Cappucino schwafeln, siehe die Anm. "Businessfrühstück".
Cappucino habe ich in diversen ital. Cafe´s schon besseren bekommen und der ind. Fastfood bei der Oper macht auch eins drauf (umsonst).
Hier wird gezielt versucht, der Masse mit Hilfe eines knallgelben Hintergrunds etwas "aufs Auge zu drücken".
Andere hätte aufgrund dieser inhaltlosen Kritik eine auf die Finger bekommen.

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4
1
am 24. März 2013 um 22:08

Gefällt mir ernesto, deine Entgegnung hat Niveau!

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107
33
am 24. März 2013 um 20:36

ssw: Genau desswegen, wegen der vielen wirklich sehr tiefliegenden Kommentare vieler Eintageskommentatoren solltet Ihr ein klein wenig Vorbildwirkung haben, denn Eure Kommentare werden garantiert gelesen, viele andere überflogen und nicht einmal ignoriert.
Also nix A.........h!! :-/

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0
1
am 24. März 2013 um 20:22

Also: Klicker klicken lassen, Wappla, Neid der Besitzlosen lässt doch auf eine Abgehobenheit auf die anderen User schließen, denn Ihr tauscht Euch oft auf diesem Level aus.
Dabei hat man es nur gewagt auf Nein zu drücken.
Ich werde Deine untenstehende Frage auf expertisch beantworten.:
Ja, der Bericht ist lesenswert, wie ein Basteiroman, weil nett geschrieben, es wird auf Tiere eingegangen, die Kaffeemaschine wird auch nicht vergessen, und dann gibt es noch die 2 Helden, Mr. Müsli und Mrs. Cappucino, dazu eine spannende Einleitung, warum das alles passiert ist, und am Ende sogar eine Entschuldigung, halt eine tolle, aber kurzweilige Geschichte.
Aber ein Nein, nicht hilfreich denn es geht jat tatsächlich nur um Mr. und Mrs..........
Ich hoffe Ihr versteht ein bisschen Spaß und ich Ihr seht, Sarkasmus kommt gut ohne Beleidigungen und abwertende Kommentare aus
L.G ernesto:-D

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0
1
am 24. März 2013 um 20:21

Das Gefühl einer gewissen Abgehobenheit der Masse gegenüber...

Gewiss, eine Abgehobenheit gegenüber der Masse die grenzdebile, sinnlose, desinformative,unsachliche, nicht nachvollziehbare und beleidigende Kommentare und Bewertungen schreibt.

In diesen Faellen bin ich gerne das A...h!

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152
83
am 24. März 2013 um 19:07

Ernesto: Erstens darf ich, so wie ich glaube, für alle Experten sprechen, dass wir uns keinesfalls von den anderen Usern abgehoben fühlen!
Zweitens es geht hier nur um ...... Es wird von amarone doch auch Ambiente und Service genauestens beschrieben, ich fühle mich nach Lesen dieses Berichtes als ob ich selbst schon in diesem Lokal gewesen wäre und kann mir ein genaues Bild machen!
Ist das nicht auch hilfreich, auch wenn's nur um .... geht?

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Experte
107
33
am 24. März 2013 um 19:03

Leider doch kein Lesenswert angeklickt, ich bin noch nicht befugt dazu......,
sorry amarone ;-)

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1
am 24. März 2013 um 18:57

.......da ist es wieder dieses Gefühl, wenn sich die Experten dieser Seite über andere lustig machen, sei es nur weil manche es wagen, auf Nein zu drücken. Das Gefühl einer gewissen Abgehobenheit der Masse gegenüber.
es geht tatsächlich nur um einen Cappuccino und ein Müsli, was mich schon wieder zum schmunzeln bringt, und dafür gibts ein Lesenswert und auch ein Nein, nicht Hilfreich, denn es geht ja nur um .......... L.G. ernesto 2656

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0
1
am 22. März 2013 um 23:09

Von 6:6 auf 11:1 ... da scheint sich's jemand anders überlegt zu haben. Ist ja fast wie gegen die Färöer ;-)

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89
34
am 22. März 2013 um 17:28

hautschi: ich schreib ja nicht, um jedem zu gefallen.
Täte ich das, würde ich Basteiromane oder für die Krone schreiben.

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315
75
am 22. März 2013 um 16:55

Der Neid der Besitzlosen schlägt wieder voll durch. Aber Amarone du weißt die "Neins" eh richtig zu nehmen ;-)

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107
33
am 22. März 2013 um 16:24

Amarone...Viel Feind Viel Ehr! Wie es so schön heisst. ;-)

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152
83
am 22. März 2013 um 16:12

Hoppla, "das" mit einem s zuviel ;-P

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315
75
am 22. März 2013 um 15:59

Ach geh, lassts die Klicker klicken, dass ist doch sowas von duttl...

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315
75
am 22. März 2013 um 15:30

Kann mich dem Captain nur anschließen. 6 "nicht hilfreich" auf diese ausführliche Bewertung (unabhängig von der Konsumation) dokumentieren, wie sinnlos und intransparent diese Form des Feedbacks ist!

Gefällt mir3
89
34
am 22. März 2013 um 14:01

derweinrat: man kann hier natürlich schon kritisieren, dass da ein mehrgängiges Menü vielleicht aussagekräftiger gewesen wäre, aber irgendwie glaub ich nicht an Zufälle, vor allem wenn's um "Kleinigkeiten" geht wie Kaffee und Müsli. Wer die so hinbekommt, der meint's auch wirklich ernst, das kann man von so manchem anderen Lokal nicht sagen ;-)

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315
75
am 22. März 2013 um 13:01

... und obligat hat wieder eine(r) ein nicht hilfreich geklickt. Weil ... zu viele und komplexe Sätze? Sinnvolle Informationen? Mehr als ein (Ab)Satz und damit pisatechnisch challenging? Kurzweilig zu lesen und rhetorisch "amarone"? Ich werd's nie verstehen.

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80
48
Joma
Hoher Markt 10
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
33
33
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Joma - Karte
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